Annihilator – Suicide Society

“Sauberes 15. Album!“

Artist: Annihilator

Herkunft: Vancouver, Kanada

Album: Suicide Society

Spiellänge: 45:08 Minuten

Genre: Thrash Metal

Release: 18.09.2015

Label: UDR Music

Link: http://www.annihilatormetal.com

Bandmitglieder:

Gesang & Gitasrre – Jeff Waters
Bassgitarre & Gesang – Oscar Rangel
Schlagzeug – Mike Harshaw

Tracklist:

  1. Suicide Society
  2. My Revenge
  3. Snap
  4. Creepin‘ Again
  5. Narcotic Avenue
  6. The One You Serve
  7. Break, Enter
  8. Death Scent
  9. Every Minute

Annihilator - Suicide Society

Annihilator gehören wohl sicher zu den Bands, die man eigentlich nicht mehr lange ankündigen muss. So bringen die Kanadier mit ihrem 15. Album Suicide Society, welches im September 2015 auf den Markt kommt, erneut ein Sammelsurium an neun neuen Songs. Doch neben den für die Band bekannten Sachen, wie dass Gitarren-Mastermind Jeff Waters mal wieder fürs Songwriting, Gitarre und Bassgitarre sowie Produktion und Mixing zuständig gewesen ist, ist der Meister der Saiten diesmal auch am Mikrofon zu hören. Doch das ist alles andere als ein Debüt für den neunundvierzigjährigen Gründer der Band. So dürften Fans wissen, dass seine Stimme bereits auf den Alben King Of The Kill (1994), Refresh The Demon (1996) und Remains (1997) zu hören gewesen ist. Doch wer sich nun fragt, was mit Ex-Sänger Dave Padden passiert ist, der erfährt nach Angaben von Jeff Waters, dass dieser wohl nach elf Jahren der Bandmitgliedschaft (von 2003 – Dezember 2014) genug vom den ständigen Touren hat.

Bei Suicide Society fährt das übriggebliebene Trio zu Beginn erstmal eine glasklare und technisch sehr straffe Linie, die unter den anderen Alben seinesgleichen sucht. Die Stimme von Waters erinntert klar an die Releases von 1994 – 1997 und erlaubt so einige Parrallelen zu Sängern wie James Hetfield und Dave Mustaine.

Da wo Creepin Again sehr atmosphärisch beginnt und dann in einen Wall Of Death-kompatiblen Part übergeht, wird klar, warum man die Kanadier im Genre so hoch handelt. Sicher kann man darüber streiten, ob der Refrain zusammen mit der Bridge allein schon wegen dem klaren Gesang zu sehr abbremst, doch das ist in meinen Augen klar nur Gejammer auf hohen Niveau. Nach dem Männerchor, welcher zu Beginn bei Snap einsetzt, darf man allein schon wegen des sehr eingängigen Riffs an Ich Tu Dir Weh von Rammstein, denken, während der Rest des Songs ein ruhigen Gegenpol zum sonst sehr bombastischen Album liefert.

Fazit: Bei Suicide Society dürfen Fans alles, nur eines nicht – und das ist enttäuscht sein. Auch wenn ich vor allem die Stimme von Dave Padden vermisse, ist Saitenmeister Jeff Waters, alles andere als schlecht am Mikrofon. Da sich der Stil eigentlich zum 2014 erschienenen Album Re-Kill keinesfalls verändert hat, lässt sich sagen, dass Annihilator hier ein starkes Stück abliefern. Da wir aber ein deutsches Musikmagazin sind, ist klar, dass ich zumindest zum Schluss noch etwas Urdeutsches tun muss – nämlich meckern. Wenn es etwas gibt, was ich persönlich verbesserungswürdig finde, dann ist es die Produktion. Einerseits sind die Songs zwar glasklar und sauber abgemischt worden, doch fehlt mir ein wenig die Tiefe. Dazu kommt noch, dass man gesangstechnisch nicht immer die Aggression rüberbringt, die zu den einzelnen Songs passen würde. Ich denke, dass einige der Fans dies sicherlich bemängeln werden - ich selbst finde die Platte groovig und gut.
Kai R.
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