Assault – In Aevum Et Illustrata

Melodischer Death Metal aus der Löwenstadt

Artist: Assault

Herkunft: Singapur

Album: In Aevum Et Illustrata

Spiellänge: 37:24 Minuten

Genre: Melodischer Death Metal

Release: 30.06.2021

Label: Eastbreath Records

Link: https://assaultsg.bandcamp.com/

Bandmitglieder:

Gesang – Clarence Chong
Gitarre – Noh
Gitarre – Hanesh
Bassgitarre – Syaz
Schlagzeug – Mitch Goon

Tracklist:

  1. Ingolstadt
  2. Oration Of Lies
  3. MDCCLXXVI : Novus Ordo Seclorum
  4. Age Of Enlightenment
  5. 1788
  6. Minerva
  7. Signs Of Providence
  8. Orders Of The Bavarian
  9. The Awakening

Einer der kleinsten Staaten dieser Welt ist Singapur. Der kleine Staat hat aber eine funktionierende Metalszene. Assault wurden im Jahre 2006 gegründet, sind zu fünft und eben aus Singapur. 2011 kam aber erst die erste EP auf den Markt. 2017 dann das recht kurze Debüt namens The Fallen Reich. 2021 wurde als Vorankündigung eine Single veröffentlicht, es konnte ein Deal mit Eastbreath Records ergattert werden und nun folgt das Album Nummer zwei.

Das Intro mit dem deutschen Namen Ingolstadt ist bedrohlich und läutet das Album in knappen 120 Sekunden ein. Könnte auch in einem Horrorfilm verwendet werden.

Oration Of Lies geht dann in die Vollen. Was sofort auffällt, ist der fette Sound. Dieser klingt zwar recht modern, steht der Band aber gut zu Gesicht. Ein fetter Midtempo-Groove und eine Melodie werden ins richtige Licht gerückt und weiter geht es mit langsamem und melodischem Riffing. Der Sänger screamt und growlt – und zwar verständlich. Die Melodie bleibt sofort hängen, kommt zudem sehr druckvoll und so kämpft man sich bis zu einem Break durch. Kleine technische Spielereien erklingen, bevor man dann natürlich ein Solo herausholt. Danach wechselt man in einen groovigen Part und lässt noch einmal eine Melodie für sich sprechen. Einige Vorspieler werden noch zum Besten gegeben und dann ist auch schon Schluss.

Dass die Burschen auch richtig Gas geben können, zeigen sie bei MDCCLXXVI : Novus Ordo Seclorum. Ein Scream erfolgt und dann ein feiner Blastbeatpart, kombiniert mit Keyboardklängen. Kling ungewohnt, passt aber irgendwie. Dieser Part wird eigentlich ständig wiederholt und klingt echt fett. Das Tempo wird aber auch bei den anderen Parts recht hochgehalten, eine Melodie wird angerissen und ein Groove mit eingebaut. Dann auf einmal hört man cleane Klänge und man spielt ein sehr melodisches Solo. Dieses zieht sich, klingt total verspielt und endet nachher wieder in dem Blastbeatpart. Ein Groove noch einmal und Feierabend. Bei dem Blastbeatpart und dem wechselnden Gesang erinnern sie mich an The Black Dahlia Murder.

Age Of Enlightenment hat dann den Stellenwert mehr aufs Grooven gelegt. Zwar arbeitet die Doublebass sehr druckvoll und auch die melodischen Leads klingen ganz geil, aber das Tempo wird kaum erhöht. Der Sänger ist in absoluter Höchstform, aber ansonsten perlt der Song ein wenig an mir ab.

Mit Drumbetonungen und Fernsehansagen beginnen sie bei Minerva, um dann ein megafettes Riff an den Mann zu bringen. Sehr melodisch. Klingt gut. Dann wird ein Ballerpart angewendet. Ja, klar, kann man so machen. Schockt. Der Gesang und das Drumming laufen teilweise allein, dann wird ein Midtempo-Part verwendet, um die Highspeedattacke wieder zu fahren. Die Melodie erklingt und der Fernsehsprecher agiert wieder, mitten im Song. Die Melodie läuft weiter. Diese ist auch wirklich sehr gut hörbar. Ein Solo folgt, welches ich aber nicht so stark finde. Noch einmal den Ballerpart unterbringen und dann muss auch gut sein.

Bei Signs Of Providence groovt man sich dann wieder einen und eigentlich hatte ich den Song schon so als okay eingestuft, dann holen sie aber eine Mördermelodie heraus. Der Song steigert sich dann.

In knappen 37 Minuten erklimmt man die Südspitze der malaiischen Halbinsel und macht seine Sache echt gut. Am Ende verliert man ein wenig an Energie, aber trotzdem knallt das Album sehr gut.

Assault – In Aevum Et Illustrata
Fazit
Bei der Band Assault aus Singapur gibt es melodischen Death Metal, der gut produziert ist. Sehr kraftvoll, energiegeladen, aggressiv, groovig und mit guten Melodien ausgestattet. Und die Band hat einen Sänger, der grimmig und gut verständlich klingt und auf Cleangesang verzichtet. Gutes Album.

Anspieltipps: Minerva und Signs Of Providence
Michael E.
7.8
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