Audrey Horne – Waiting For The Night

Exzellentes Livealbum der norwegischen Hardrocker

Artist: Audrey Horne

Herkunft: Bergen, Norwegen

Album: Waiting For The Night

Spiellänge: 79:10 Minuten

Genre: Hardrock

Release: 28.02.2020

Label: Napalm Records

Links: https://de-de.facebook.com/AudreyHorneOfficial/
http://www.audreyhornemusic.com/

Bandmitglieder:

Bass – Espen Lien
Gesang – Torkjell Rød/Toschie
Gitarre – Arve Isdal/Ice Dale
Schlagzeug – Kjetil Greve
Gitarre – Thomas Tofthagen

Tracklist:

  1. This Is War
  2. Audrevolution
  3. Youngblood
  4. Blackout
  5. Pretty Little Sunshine
  6. Out Of The City
  7. Sail Away
  8. Midnight Man
  9. Light Your Way
  10. California
  11. Weightless
  12. Threshold
  13. Blaze Of Ashes
  14. Waiting For The Night
  15. Redemption Blues
  16. Straight Into Your Grave

Audrey Horne entstanden im Herbst 2002 als reines Spaßprojekt. Die Gitarristen Arve Isdal (Enslaved, I) und Thomas Tofthagen (Sahg) sowie der Bassist Tom Cato Visnes (Gorgoroth, I, Ov Hell) stellten beim gemeinsamen Musizieren fest, dass man einen gleichen Nenner bezüglich Hard Rock hat. Mit Kjetil Greve (Deride) als Drummer und Sänger Torkjell Rød wurde die Band ergänzt. Live unterstützte der Enslaved Gitarrist Ivar Bjørnson bei den ersten Gigs. Da sich Bjørnson jedoch auf seine Hauptband konzentrieren wollte, stieg Herbrand Larsen als fester Keyboarder ein. Der Name Audrey Horne stammt aus der Filmserie Twin Peaks. 2005 erschien zunächst eine EP (Confessions & Alcohol), gefolgt vom Debütalbum No Hay Banda. Audrey Horne wurden bei den Spellemannprisen mit dem Preis in der Kategorie Metal ausgezeichnet und erhielten in der Kategorie Bester Newcomer eine Nominierung. Über die Jahre wurden mittlerweile sechs Studioalben released. Der letzte Longplayer trägt den Namen Blackout und wurde im Januar 2018 auf den Markt geworfen. Fast durchweg erhielt das Werk hervorragende Kritiken und wurde von mehreren Magazinen zum Album des Monats gekürt. So ist es im Jahr 2020 an der Zeit, das erste Livealbum zu präsentieren. Waiting For The Night entstand auf zwei Konzerten im Jahre 2018. Beide in Bergen: USF Verftet und Bergenfest. So sind auch alle Ansagen der Band auf Norwegisch. Zu der CD/DVD/Vinyl gibt es auch eine Bonus-Blu-ray/DVD, die viele Raritäten der Bandgeschichte beinhaltet. Mit dabei sind unter anderem Bonus-Features, die bis in die Anfangsjahre der Band zurückreichen, sowie Liveausschnitte aus den Jahren 2014 und 2018.

Kommen wir zum musikalischen Teil des Release. This Is War fängt den Hörer eigentlich sofort ein. Sauberer Sound kommt aus den Boxen. Hard Rock mit einer besonderen Attitüde beschreibt das Gehörte recht gut. Da sind einfach grandiose Musiker am Werk. Auch die Stimmung wird transportiert. Audrevolution, Youngblood, Blackout – da reiht sich ein hörenswerter Song an den anderen. Jeder anders, aber allesamt gut. Youngblood startet erst mal mit einem Gitarrensolo und liefert über gut fünf Minuten eine brillante Gitarrenarbeit ab. Pretty Little Sunshine beeindruckt durch seine starke Dynamik und einem Refrain zum Headbanging. Sail Away ist die Rock Ballade, Midnight Man gibt dann wieder richtig Power. Mit einem Schlagzeug Intro startet Light Your Way und hat für mich schon einen guten Powermetal Einschlag. So könnte ich jetzt die 16 Tracks alle nacheinander nennen. Einen schwach vorgetragenen Titel gibt es nicht. Langeweile kommt nicht auf. Auch nicht beim dritten Hören. Knapp 80 Minuten beste Liveunterhaltung. Natürlich wird dem einen oder anderen Fan ein Song aus der Geschichte der Norweger fehlen. Aber knappe 80 Minuten sind eine anständige Laufzeit und irgendwo findet man ja immer ein Haar in der Suppe – wenn man zwingend danach sucht.

Audrey Horne – Waiting For The Night
Fazit
Viel besser kann ein Livealbum kaum sein. Die Qualität der Aufnahme beeindruckt als Erstes. Die Reihenfolge der Tracks, die Aufmachung, die Art des Gitarrenspiels und die Stimmung, die transportiert wird – ich habe keine Idee, wie man Waiting For The Night besser machen könnte. Es sind knapp 80 Minuten Livemusik nahe an der Perfektion. Eine klare Empfehlung für jeden Anhänger in Richtung Hard Rock. Aber auch Menschen mit Hang zum Powermetal sollten mal ein Ohr riskieren. Es dürfte keine Enttäuschung werden.

Anspieltipps: Youngblood, Midnight Man, Pretty Little Sunshine, Waiting For The Night und Redemption Blues - aber auch alles andere auf dem Werk.
Jürgen F.
9.5
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