In einer Zeit, in der Post-Metal häufig vertraute Klischees wiederverwertet, präsentiert sich das bevorstehende Debütalbum von Außerwelt mit dem Titel Breath, das am 2. Oktober über Moment Of Collapse Records veröffentlicht wird, als ein seltener Hauch von Originalität – sowohl expansiv als auch intim, cerebral und gleichzeitig viszeral. Das in Münster, Deutschland, ansässige Quartett hat über ein Jahrzehnt an klanglicher Erkundung und Transformation in eine 63-minütige Odyssee destilliert, die gleichermaßen brutal und schön, abstrakt und zutiefst menschlich ist.
Im Zuge der Ankündigung des Albums hat die Band die erste Single Old Dreams Of The West veröffentlicht. Seht euch das Video hier an:
Hört euch Old Dreams Of The West hier an:
Die Band erklärt: „We chose this song as a first single, because it unites most sides of Außerwelts sound in 2025. Contrasting a rhythmically intricate beginning, an epic blastbeat-passage enriched by a guitar solo and brief moments to rest, Old Dreams Of The West gradually moves towards the epic finale. With its visual language, the title is intended to open up personal horizons, encourage people to break free from deadlocked situations in life and rethink their own attitudes.“
Breath – Trackliste:
1. Old Dreams Of The West
2. Breath
3. The Long Goodbye
4. Finite/Solitaire
5. Whiteout Solace
6. While The Ruins Still Linger
7. Embers Touching Blackest Soil
8. Eyes To The Sea
9. In The Night’s Coating, We Contemplate Hope
Breath wird am 2. Oktober 2025 auf 2x LP, CD und allen digitalen Streaming-Plattformen über Moment Of Collapse Records veröffentlicht
Außerwelt präsentieren mit ihrem neuen Album Breath ein Meisterwerk emotionaler Dynamik und Genre-Fusion, das sich über neun Tracks erstreckt, darunter zwei ambient Interludes. Die Wurzeln des Albums liegen fest im atmosphärischen Extreme Metal, doch die Band überschreitet die erwarteten Grenzen. Blackened Urgency, Death-Metal-Gewicht, progressive Komplexität und Post-Hardcore-Unmittelbarkeit verschmelzen nahtlos miteinander. Dabei fühlt sich Breath nicht wie ein Versuch an, Genre-Kategorien abzuhaken – vielmehr fließt es mit organischer Unvermeidlichkeit, wie ein Ausatmen nach einem lange gehaltenen Atem.
Die Produktion, die vollständig DIY ist und zwischen 2022 und 2024 im eigenen Studio der Band aufgenommen wurde, ist ein Triumph für sich. Hier gibt es rohe Authentizität, aber auch eine Klarheit und Wucht, die durch das fachkundige Mixing und Mastering von Dennis Koehne scharf in den Fokus gerückt wird. Es ist ein Album, das sowohl in seinem Umfang als auch in seinen Details atmet – von der schimmernden Fragilität der Klavier- und cleanen Gitarrenpassagen bis hin zu den brennenden Wänden der Verzerrung, die wie emotionale Gezeiten über einen hereinbrechen.
Thematisch konzentriert sich Breath auf den Akt des Atmens – nicht auf eine starre konzeptionelle Weise, sondern als Motiv, das das Album zusammenhält. Es erforscht den Atem sowohl als physiologische Funktion als auch als existenzielle Metapher – ein Mittel zum Überleben, zur Regulierung und zur Resilienz. Es ist ein subtiler, aber kraftvoller Faden, der sich durch die emotionalen Höhen und Tiefen des Albums zieht und dem Hörer Raum zum Nachdenken, Widerstand und Aufladen gibt. Herausragende Tracks in einem so kohärenten Werk zu isolieren, ist schwierig, aber es ist erwähnenswert, wie fließend Außerwelt zwischen eng strukturiertem Katharsis und weitläufigen, meditativen Landschaften wechseln. Die ambient Interludes sind nicht nur Atempausen zwischen den Angriffen – sie sind wesentliche Momente der Reflexion, die das Gespür der Band für Stimmung und Tempo unter Beweis stellen.
Doch über die Musikalität hinaus resoniert Breath mit einer tieferen Ethik. Die Vision der Band ist ausdrücklich inklusiv und hoffnungsvoll, selbst inmitten der dunkleren Töne des Albums. Es ist Musik als Brücke – zwischen Unbehagen und Heilung, zwischen Träumen und Konfrontation, zwischen Individualität und gemeinsamem Kampf. Dieser politische und humanistische Unterton macht Breath nicht nur zu einer kraftvollen künstlerischen Aussage, sondern auch zu einer sozial bewussten. In einem Genre, das oft mit Trostlosigkeit um ihrer selbst willen beschäftigt ist, bietet Außerwelt eine vitale Alternative – eine, die die Dunkelheit anerkennt, sich aber weigert, von ihr verzehrt zu werden. Breath ist nicht nur ein Album, das gehört werden will, sondern eines, das tief in den Lungen, dem Herzen und dem Raum dazwischen gefühlt werden muss.
Außerwelt sind:
Manuel Klein – Gitarren & Lead-Gesang
Kris Lucas – Schlagzeug, Klavier, Clean-Gesang
Meredith Schmiedeskamp – Gitarren
Steffen Wolter – Bass
Außerwelt online:
https://www.facebook.com/Ausserwelt
https://www.instagram.com/ausserwelt_official/


