Axel Rudi Pell am 08.04.2026 in der Fabrik, Hamburg

We Gonna Rock The Nation

Event: Axel Rudi Pell – Ghost Town Tour Tour 2026

Bands: Axel Rudi Pell, Neverland

Ort: Fabrik Hamburg, Barnerstr. 36, 22765 Hamburg

Datum: 08.04.2026

Kosten: VVK circa 53,95 €, AK 56 €

Zuschauer: ca. 600 Menschen

Genre: Hard Rock, Melodic Rock, Heavy Metal, Melodic Metal

Link: https://fabrik.de/

Setlist Axel Rudi Pell:

  1. Guillotine Walk
  2. Fool Fool
  3. Wildest Dreams
  4. Strong As A Rock
  5. Don’t Say Goodbye
  6. I See Fire (Ed Sheeran Cover)
  7. Oceans Of Time
  8. Mystica (plus Drumsolo)
  9. Voodoo Nights
  10. Carousel (plus Keyboardsolo)
  11. Sanity
  12. Tear Down The Walls
  13. Medley: The Masquerade Ball / Casbah / Ankhaia
  14. Forever Angel
  15. Rock The Nation

Ein Phänomen der deutschen Rockmusik ist unterwegs. Axel Rudi Pell sind circa alle zwei Jahre mit einem neuen Album auf Tour und beehren im Prinzip immer die gleichen Locations, und es kommen sogar die gleichen Fans zu den Konzerten. Axel Rudi Pell ist die Konstanz als Band und der Gitarrist als namensgebende Person. Folglich füllt sich bei besten äußeren Bedingungen der Vorplatz vor der altehrwürdigen Fabrik in Hamburg-Altona bereits circa eine Stunde vor dem Konzert. Bei der untergehenden Sonne und frühlingshaften Temperaturen wird gefachsimpelt, getrunken und einfach eine gute Zeit eingeläutet.

Irgendwann öffnen sich die Pforten und es geht hinein in die durch den Sonnenschein muckelig warme Fabrik. Der Oberrang ist abgesperrt, das bedeutet, dass der Vorverkauf nicht so überragend war. Am Ende ist die Location circa halbvoll und die Fans stehen nur im unteren Bereich direkt vor der Bühne.

Halbvolle Hütte bei bestem Frühlingswetter

Neverland – Fabrik, Hamburg – 2026

Um 20 Uhr startet die Vorband. Neverland kommen aus der Schweiz und sind für fast alle Fans ein unbeschriebenes Blatt. Das Quartett liefert melodischen Hardrock, bei dem instrumental alles im grünen Bereich ist. Das Problem sind die Vocals und die Performance von Sänger Mike Zotter. Der Auftritt kommt wie ein Agieren mit angezogener Handbremse rüber. Der Begriff Valium-Gesang fällt ebenfalls. Die Band gibt es seit 1999 und hat in dieser Zeit genau zwei LPs veröffentlicht. Warum die Schweizer Combo sich keinen größeren Bekanntheitsgrad erspielen konnte, stellt das Quartett heute unter Beweis. Das reicht nicht. Da wäre zum Beispiel die aufstrebende junge Hamburger Rockband Velvet Rush eine bessere Wahl gewesen.

Axel Rudi Pell – Fabrik, Hamburg – 2026

Wie auch immer, für die Vorband geht niemand ins Konzert. Um 21:.10 Uhr ertönt das Intro und Bobby Rondinelli nimmt an den Drums Platz. Es folgt die Instrumentalfraktion mit Ferdy Doernberg, Volker Krawczak und dem Namensgeber Axel Rudi Pell. Richtig los geht die Sause aber erst mit dem Energiebündel am Mikrofon. Johnny Gioeli präsentiert sich heute in herausragender Verfassung und hat spätestens mit dem Klassiker Fool Fool den Laden komplett im Griff. Er gestikuliert, interagiert mit dem Publikum und hat nebenbei noch einen lockeren Spruch zur Unterhaltung auf den Lippen, wo er sich zum Beispiel über seine eigenen Deutschkenntnisse lustig macht.

Axel Rudi Pell liefern von A-Z ab

Axel Rudi Pell – Fabrik, Hamburg – 2026

Nach Strong As A Rock bekommt Gioeli sein Solo. Zunächst bedankt er sich bei den Fans, die ihm und der gesamten Band das Musikerleben ermöglichen. Mit der Ballade Don’t Say Goodbye und dem Cover I See Fire zeigt Gioeli, was für ein herausragender Sänger er ist. Die Band Axel Rudi Pell wird in der Regel auf den Namensgeber und Gitarristen bezogen. Aber Gioeli ist heute viel mehr der Mittelpunkt und liefert herausragend ab. Der Gitarrist bekommt selbstverständlich auch sein Solo direkt vor dem Publikum am Zaun, genauso wie Keyboarder Doernberg und Drummer Rondinelli.

Axel Rudi Pell – Fabrik, Hamburg – 2026

Das Quartett setzt heute auf Klassiker, wie Oceans Of Time, Mystica oder Voodoo Nights, die vom Publikum entsprechend abgefeiert werden. Nach dem Medley aus The Masquerade Ball, Casbah und Ankhaia gibt es ein kurzes Break für die Zugabe. Auch hier haben Axel Rudi Pell etwas variiert. Die Halbballade Forever Angel, tatsächlich mittlerweile unglaubliche 22 Jahre jung, und das unverwüstliche Must-Play-Stück Rock The Nation setzen den Schlusspunkt unter einen hervorragenden Gig der Altmeister aus dem Ruhrpott, bei dem Performance, Sound und Unterhaltungswert von A bis Z passen.

Eine Fanaussage ist eine sehr gute Zusammenfassung für den heutigen Abend. Axel Rudi Pell kannst du dir immer ansehen. Es gibt gute Rockmusik, die dir ein Lächeln auf die Lippen zaubert und zeitlos ist. Die Truppe hat heute die Stadt Hamburg gerockt. Mit der aktuellen Tour rocken Gioeli und Co. auch 2026 die Nation. Ein Tipp für Fans aus Hamburg: Am 6. Mai ist Johnny Gioeli wieder in Hamburg. Im Knust tritt er mit seiner eigenen Band Hardline auf, die mit der Platte Double Eclipse in den 90ern einen Klassiker auf den Markt brachte.