Bloody Chains – Last Will

Blutige Fesseln und der letzte Wille

Artist: Bloody Chains

Herkunft: Griechenland

Album: Last Will

Spiellänge: 33:22 Minuten

Genre: Thrash Metal, Death Metal

Release: 09.05.2021

Label: Eigenproduktion

Link: https://bloodychains.bandcamp.com/releases

Bandmitglieder:

Gesang und Gitarre – George Pantoglou
Gitarre – Stefanos Doudoumis
Bassgitarre – Giannis Riganas
Schlagzeug – Panagiotis Ninos

Tracklist:

  1. First Blood
  2. Into The Void
  3. Fire
  4. The Poltergeist
  5. Tormented Soul
  6. Sacred War
  7. Rotting God
  8. Last Will

Viel gibt es über diese griechische Band nicht zu berichten bzw. ist mein Erkenntnisstand nicht der Beste. Man ist zwar auf Bandcamp, Instagram, Twitter, YouTube oder Facebook aktiv, aber auch dort bekommt man nicht viel Infos. Egal. Seit 2010 sind sie eigentlich schon aktiv, aber passiert ist bis dato nicht viel. Die Protagonisten scheinen auch nicht woanders aktiv zu sein. Es ist so, wie es ist und nun liegt mir hier das erste Full Length des Quartetts auf dem Tisch.

Mit andächtigen und verträumten, aber am Ende auch bedrohlichen Klängen schicken die Griechen uns in den Olymp und First Blood dient als wirklich gelungenes Intro, auch wenn dieses über zwei Minuten geht.

Into The Void läutet dann das Rennen ein. Eine lange Einleitung zu Beginn und dann geht es los. Ab ins drückende Midtempo und die Vocals von George kommen sehr gut zur Geltung. Dreckige und aggressive Screams kommen zum Vorschein und singen quasi durch. Angenehmes Riffing und die Reise im Midtempo wird durchgezogen. Der Kopf des Zuhörers geht automatisch rauf und runter und natürlich darf ein Solo nicht fehlen. Dieses klingt recht thrashig und kommt gut. Dadurch, dass sie das Tempo kaum wechseln, zieht sich der Song ganz schön. Durch kurze Tempoverschärfungen und durch Stakkato-Riffing kommt aber schon etwas wie Abwechslung herein. Das Riffing schockt.

Das Tempo wird auf Fire dann ein wenig erhöht. Hier gehen sie sehr variabel zu Werk, verbraten gute Riffs und verändern die Geschwindigkeit öfter, ohne dabei jetzt schnell zu Werke zu gehen. Das Riffing ist sowohl deathig, als auch thrashig und nach 150 Sekunden ist der Spuk auch schon vorbei. Kommt ganz gut, aber so richtig zerstörerisch ist das Ganze nicht. Aber echt gut hörbar.

Bei The Poltergeist zeigen sie sich auch von der verspielten Seite. Der Bass darf zu Beginn ran, läutet den Song ein und der Song wird aufgebaut. Auch hier wird wieder mit dem Tempo variiert und das Riffing flutscht. Stakkato-Riffing folgt und ein melodisches Solo erklingt. Danach wechselt man in eine schnellere Uftata-Schiene. Drückt gut, das Tempo bleibt hoch und man lässt noch ein Solo folgen. Der Song geht über sieben Minuten und der gerade beschriebene Mittelteil kommt einem schon sehr lang vor.

Bei Tormented Soul holen sie mal so richtig die Kelle raus und geben Hackengas – das steht ihnen echt gut zu Gesicht, denn auch das Riffing klingt entsprechend. Die Vocals fetzen und drücken an allen Ecken und Kanten. Der Wechsel in einen thrashigen Groove, dann die Tempoverschärfung und ein „Uargh“ von George kommt ganz geil. Nicht nur hier hört man den Bass auch gut heraus. Der Song schockt wohl und klingt nach einer guten Mischung aus Death und Thrash Metal der alten Schule.

Sacred War geht genauso weiter. Kann man ganz gut hören, drückt und kracht an allen Ecken. Es werden wieder Stakkato-Riffs herausgeholt und eine Melodie kommt langsam aus den Ecken gekrochen, um dann ein wildes, thrashiges Solo auf die Meute loszulassen. Der folgende Part beinhaltet Midtempoelemente und Tempoverschärfungen So nähert man sich dem Ende und erreicht gut, aber nicht hervorragend das Ziel.

Es tauchen immer wieder kleine Highlights auf, so wie bei Rotting God. Der Gesang in Kombination mit dem Bass und dazu ein hypnotisches Solo. Das hat schon was.

Was lange währt… Das Debüt der Griechen kann sich wirklich hören lassen und macht Spaß, nach ganz oben fehlt aber definitiv noch etwas.

Bloody Chains – Last Will
Fazit
Nach über zehn Jahren Bandgeschichte liefern uns die Griechen von Bloody Chains eine ordentliche Portion deathigen Thrash Metal ab. Überwiegend ist man in der Nähe der Bay Area, aber auch die Teutonen kommen ins Spiel. Hinzu ein paar groovige Death Metal Elemente, fette Bassläufe und eine markante Stimme. Gutes Debüt, welches aber noch Luft nach oben hat.

Anspieltipps: Tormented Soul und Rotting God
Michael E.
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Podcast
Leise War Gestern... - Der Time For Metal Podcast
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