Quelle: Call Of The Sirens

Call Of The Sirens – Interview mit Gitarrist Valle zu den aktuellen Projekten, Monstern, Schorle und ganz viel Trash

Herzlich willkommen in der Unterwelt von Landau auf Palatinum!

Artist: Call Of The Sirens

Herkunft: Landau, Deutschland

Genre: Trash Metal, Melodic Death Metal, Deathcore, Metalcore, Thrash Metal

Bandmitglieder:

Gesang – Admiral Alpha (Ricardo Da Silva)
Gitarre, Vocals – Vandalikon (Valentin „Valle“ Ott)
Gitarre – Flogrim (Florian „Flo“ Schreiber)
Bass – Hyper (Johannes „Hannes“ Losigkeit)
Schlagzeug – Ypsilon (Yannick Geisinger)

Link: https://www.callofthesirens.de

Quelle: Call Of The Sirens

Time For Metal / Andreas F.:
Moin, schön, dass ihr euch die Zeit für ein Interview mit unserem Magazin nehmt. Ich hoffe, es geht euch gut und ihr seid alle gesund. Auch wenn ihr mittlerweile über ein Jahrzehnt euer Unwesen treibt, in der Zeit mit Scary Tales (2015) ein Album und einige EPs veröffentlicht, gewaltig den Underground aufgemischt habt und aktuell allgegenwärtig seid, so wird dennoch nicht jeder unserer Leser schon einmal von den Todespfälzern gehört haben. Stellt euch bitte kurz vor, wer ihr seid und was ihr macht.

Call Of The Sirens / Valle:
Wir sind Call Of The Sirens und machen Death Metal. Wir machen das aktuell mit deutschen Texten, und in unserer neuesten Single sogar auf Pfälzisch. Unsere Texte drehen sich um trashige Themen wie z.B. Geisterhäuser, Werwölfe, Haie und seit Neuestem um unser eigenes Trash-Universum der Todespfälzer. Wir sind fünf Charaktere auf dem Planeten Palatinum, die diesen vor finsteren Kräften beschützen.

Time For Metal / Andreas F.:
Beschreibt eure Musik mal jemandem, der noch nie etwas mit Rockmusik am Hut hatte und überhaupt keine Ahnung von der Materie hat.

Call Of The Sirens / Valle:
Stell dir vor, du kommst am Freitag von der Arbeit heim, bist voll kaputt und genervt von deinem Job, machst unsere Musik an und alles wird von dem Sturm an Haien, Werwölfen, Geistern und Death Metal zerberstet. Dieser Sturm hinterlässt nichts als grenzenloses Chaos und sharktastische Freiheit.

Time For Metal / Andreas F.:
Ich habe mal gehört, ihr kommt aus Landau in der Pfalz, aber das war ja ein Fake, ganz offenbar stammt ihr nicht aus dieser Welt. Woher kommt ihr und was ist eure Mission?

Call Of The Sirens / Valle:
Stimmt, bösartige Fake News! Wir kommen, wie oben schon erwähnt, vom Planeten Palatinum und haben dort seit den Schorle-Kriegen anno dazumal in friedlicher Eintracht mit unseren Krafttieren, den Elwetritschen, gelebt. Nun ist der finstere Schorlinator wieder aufgetaucht und trachtet danach, unserem Planeten die letzten Energiereserven, die letzten Schorle-Vorräte (Weinschorle im Pfälzischen) zu entziehen! Um diese Gefahr abzuwenden, haben die Einwohner von Palantinum uns, die Todespfälzer, gerufen, um dem Schurken das Handwerk zu legen.

Time For Metal / Andreas F.:
Und da spricht man pfälzisch?

Call Of The Sirens / Valle:
Hajo!

Time For Metal / Andreas F.:
Habt ihr vorher schon in anderen Bands gespielt? Wenn ja, welche waren das, und was hat euch dann im Jahr 2010 dazu bewogen, Call Of The Sirens zu gründen?

Call Of The Sirens / Valle:
Oh man, das waren Bands von Punk Rock, über Grunge, bis Pop, Stoner Rock, Coverbands … etc.
Gute Frage, warum die Band gegründet wurde. Ich glaube, wir wollten einfach nur Metal machen. Und irgendwie gab es keine gescheite Band, bei der man sich bewerben konnte, oder wir haben keine gekannt. Da haben wir es einfach selbst gemacht, so wie alles andere danach auch.

Time For Metal / Andreas F.:
Wie seid ihr auf den Bandnamen Call Of The Sirens gekommen und was hat es damit auf sich?

Call Of The Sirens / Valle:
Damals waren ja so ellenlange Bandnamen in: After The Burial, The Black Dahlia Murder oder so. Wir hatten eine Liste mit ca. 100 Namen und Call Of The Sirens klang für uns damals cool. Weil die Musik quasi wie der Sirenenruf ist, der dich anzieht, um dich zu zerstören.

Time For Metal / Andreas F.:
Wer eine eurer Shows besucht, den erwartet nicht einfach ein Metalkonzert, denn es heißt Raus aus dem Alltag und hinein in eine wahrhaft sharktastische Fantasiewelt mit Haien, Geistern, Werwölfen … und eben einer fiesen Schlachtplatte aus Death, Thrash und Core. Nun gehört klappern ja bekanntlich zum Handwerk, aber kaum eine andere Band treibt es so bunt, wie eben die Todespfälzer. Wie kam es dazu, in welchem Hirn sind die Ideen dazu gereift und woher stammte die Inspiration?

Call Of The Sirens / Valle:
Haha, vielen Dank dir. Also ich persönlich brauch nicht noch eine Band, die superfies daherkommt und 100 % true ist. Davon gibt es genug, auch wenn wir so was alle auch abfeiern. Wir sind aber einfach zu bescheuert für so was, das wäre nicht authentisch. Wenn wir uns treffen, machen unsere Gespräche nach fünf Minuten schon keinen Sinn mehr, da wir nur Scheiße labern. Wir sind auch alle mega Nerds von Gaming, Büchern, Animes, Actionfiguren, Trashfilmen und so weiter. Die Ausrichtung der Band bietet uns so die Chance, sowohl unseren Humor als auch unsere Fantasie und unsere Nerdigkeit voll auszuleben. Wir haben beispielsweise Actionfiguren von uns selbst in unserem Crowdfunding erhältlich, vielleicht sogar bald unseren eigenen Wein, Trinkhörner, Trashfilm und Signature Burger.

Die Grundidee zu den Todespfälzern kam mir beim Spazierengehen mit dem Hund im Pfälzerwald. Ich hatte schon länger die Idee, mal einen Metalsong auf Pfälzisch zu machen. Einfach um zu schauen, was passiert. Wir haben schon auf unser vorherigen EP trashige Themen drauf gehabt und können das so mit unserer Identität, wir sind halt alles Pfälzer, richtig geil verbinden und uns so unser eigenes Trash-Universum schaffen, in dem alles möglich ist und wir eine Geschichte erzählen können.

Time For Metal / Andreas F.:
Ihr habt 2012 die EP Black Wave, 2015 dann euer Debütalbum Scary Tales und dann 2018 die EP The First Siren Call veröffentlicht, ausschließlich mit englischsprachigen Songs. Im Mai 2018 kam dann die Kehrtwende und ihr habt mit der EP Trash Metal plötzlich deutschsprachige Songs unter das hart rockende Volk gebracht. Meist läuft es ja genau andersherum, Bands fangen mit deutschen Texten an und dann kommt irgendwann die Kehrtwendung zum englischen, um so eventuell eine Brücke hin zu mehr Internationalität zu finden. Was waren die Beweggründe dafür, dass es für die Todespfälzer auf Deutsch und einem eigenen Subgenre weitergehen muss?

Call Of The Sirens / Valle:
Ganz ehrlich, unser Englisch war echt nicht so the yellow from the egg. Wir fanden es auch schade, dass im Metal die Texte so krass untergehen. Das versteht doch alles kein Schwein. Wir wollen eine Message transportieren, in manchen Songs sozialkritisch, in manchen Songs eskapistisch, aber der Inhalt soll rüberkommen und es soll authentisch sein. Andre zum Beispiel flowt extrem gut in seiner Muttersprache.

Time For Metal / Andreas F.:
Ja, ich finde es auch blöd, wenn im Metal die Texte nicht zu verstehen sind, aber ob pfälzisch da das Maß aller Dinge ist, das der deutsche Michel versteht?! Wie müssen wir uns den Songwriting-Prozess bei euch vorstellen? Schreibt ihr die Songs im Kollektiv, oder wie seid ihr da aufgestellt?

Call Of The Sirens / Valle:
Flo und ich machen eigentlich immer ein paar Basisriffs, die wir dann zusammenschmeißen. Das geschieht dann per Skype, oder im Proberaum mit den restlichen Jungs. Wir machen dann Probeaufnahmen und stellen grundsätzlich fest, dass alles noch viel besser geht. Dann lassen wir uns die Songs tagelang durch den Kopf gehen und irgendwann fällt uns noch eine Melodie ein, die wir dann aufnehmen, ein Riff draus machen und dann basteln wir alles noch mal zusammen. Dann gehen wir mit halbfertigen Songs und halbfertigen Texten ins Studio und machen dort den Feinschliff, schmeißen noch mal alles um, da kann es passieren, dass ein Song manchmal sechs Jahre braucht, um rauszukommen. Die Texte machen wir aktuell per Videocall. Das geht recht zügig. Wir können irgendwie unter Zeitdruck ganz gut arbeiten.

Time For Metal / Andreas F.:
Ihr liebt es offenbar, EPs zu veröffentlichen, denn nach eurem Debüt folgten mit The First Siren Call und Trash Metal gleich zwei und mit der dritten EP in Folge, Trash Metal II: Die Rückkehr Der Todespfälzer, steht ihr quasi in den Startlöchern. Eine Frage des lieben Geldes, geht euch nach vier bis sechs Songs die Luft aus, oder warum serviert ihr euren Fans kein neues Album?

Call Of The Sirens / Valle:
Alben sind natürlich supergeil, EPs oder Singles bieten uns aber viele Vorteile. Wenn du ein Album veröffentlichst, hast du zehn Songs geschrieben, aber nur ein Release, und dann bist du direkt wieder aus dem Gespräch raus. Außerdem sind wir keine Full-Time-Band und brauchen ewig zum Schreiben. Deswegen können wir mit EPs oder Singles viel öfter auf der Bildfläche erscheinen.

Time For Metal / Andreas F.:
Die Rückkehr Der Todespfälzer wird der zweite Zyklus eurer Trash Metal-Trilogie sein. War von Anfang an geplant, das Konzept/die Reise durch die völlig durchgeknallte Welt des Trash und Horrors fortzusetzen, oder seid ihr erst im Verlauf auf den Geschmack gekommen? Wie ist die Idee entstanden, Death Metal mit dem makabren pfälzischen Humor zu verbinden?

Call Of The Sirens / Valle:
Das ist eher im Verlauf entstanden. Zu jedem Trash-Film, nimm z.B. alle Hai-Filme als Beispiel, gibt es ja auch immer noch weitere Teile. Also haben wir uns einfach die Idee einer Trashology überlegt. Bis jetzt sind drei Teile geplant. Das passt einfach zum Konzept. Es gibt ein paar Bands, die es ganz ähnlich machen wie wir, z.B. Gloryhammer, oder auch Nekrogoblikon. Wir wollen aber musikalisch absolut hart und in your face sein und auch unsere künstlerischen Charaktere zwar mit Humor verpacken, aber nicht lächerlich wirken lassen. Es muss immer so ein bisschen an der Grenze sein. Es ist doch einfach geil, auch als Band mal etwas Neues zu wagen. Mir persönlich ist jedenfalls nichts bekannt, was ähnlich ist. Es nervt mich auch im Kino, jeder Film ist nur noch ein Abklatsch von irgendetwas, das schon da war. Ok, wir erfinden das Rad nicht neu, aber unser Trash-Universum gab es einfach bis jetzt noch nicht und das kann uns auch keiner wegnehmen.

Time For Metal / Andreas F.:
Ende Januar habt ihr die erste Videosingle Gefangen Im Spukschloss aus der kommenden EP rausgehauen. Wie waren die Reaktionen darauf?

Call Of The Sirens / Valle:
Ziemlich gut, die Klickzahlen lassen zwar zu wünschen übrig, aber die Kommentare waren sehr positiv. Wir haben auch einen coolen Indonesier gefunden, der das Video sehr geil animiert hat, so sind z.B. Szenen aus alten Vampirfilmen darin zu finden.

Time For Metal / Andreas F.:
Worum geht es in dem Song?

Call Of The Sirens / Valle:
Also, der Text ist eigentlich echt bescheuert. Wir haben die Mucke gehört und wir hatten so ein Gefühl, dass es klingt, als sei man im Spukschloss gefangen. Das klingt, wie ein Teil von Die Drei Fragezeichen und kein Mensch würde auf die Idee kommen, seinen Metalsong so zu nennen, aber wir haben es einfach gemacht. Der Charakter ist ein bisschen an Ash aus den Tanz Der Teufel-Filmen angelehnt. Er versucht aus dem Gruselschloss zu entkommen, aber die Geister halten ihn gefangen. Daraufhin entschließt er sich, diese brutal abzuschlachten, haha. Außerdem war es das Schloss des Schorlinators, in welchem er die Todespfälzer gefangen hielt, um hinter ihrem Rücken ihren Planteten auszuzehren.

Time For Metal / Andreas F.:
Wer ist der finstere Herrscher Lord Schorlinator, abgesehen davon, dass er euch die Schorle wegsäuft, und was macht euch zum Retter der Welt, zu den neuen Ghostbusters?

Call Of The Sirens / Valle:
Er ist ein fieser, wurstgriffeliger, durchtriebener, auf die dunkle Seite gewechselter Fiesling! Einst kam er aus den dunklen Landen von Planet Schorlikon und schmiedete in den Feuern des Vulkans Prettyhice den Dunnerdubben. Eine übermenschliche Machtmaschine mit der er das Uniserum zu versklaven drohte. Denn wer aus dem Dunnerdubben trinkt, erlangt abartige Macht. Irgendwie gelangte der Dunnerdubben in die Hände der Todespfälzer, die sich erst mal den Inhalt hinter die Binde kippten, haha.

Time For Metal / Andreas F.:
Angeblich soll eine tiefere Message hinter Gefangen Im Spukschloss stecken, dass man sich den eigenen Ängsten stellen soll. Was könnt ihr uns dazu sagen? Welchen Ängsten stell ihr euch?

Call Of The Sirens / Valle:
Dieses Triumphieren über die eigene Angst hat auch einen ernsteren Hintergrund, den viele auch auf ihre eigenen Sorgen/inneren Dämonen oder so beziehen können. Gerade in der Anfangszeit von Corona hat das Gefangensein ja alle betroffen. In Verbindung mit dem Grusel, dem Humor und der aggressiven Musik und der Wendung in der Story soll der Song auch einfach Mut geben, sich der eigenen Angst zu stellen.

Time For Metal / Andreas F.:
Es klang ja schon etwas raus, aber steht ihr tatsächlich privat auf die grelle und blutige Fassade der 80er Trash/Splatter/Horror-B-Movie-Fassade aus Return Of The Living Dead, Creepshow, Tanz Der Teufel, Armee Der Finsternis, American Monster …. etc.?

Call Of The Sirens / Valle:
Ja! Das Handgemachte dieser Filme hat so einen ehrlichen Charme. Man will halt auch einen Zombiefilm machen, mit den Mitteln, die man hat und das Ergebnis geht dann so halb gewollt in die Hose, das ist doch sehr sympathisch und erinnert uns sehr an uns, unsere Leidenschaft für Filme, Nerd-Kram und DIY-Attitüde. Filme wie Toxic Avenger, Troll 2, Sharknado oder Kung Fury sind doch einfach der Hammer. Es ist hier einfach alles möglich und nichts macht wirklich Sinn.

Time For Metal / Andreas F.:
Wie passt da dann der freundliche Geist Caspar aus der US-amerikanischen Komödie ins Konzept?

Call Of The Sirens / Valle:
Glaub, es hat sich gereimt.

Time For Metal / Andreas F.:
Ihr habt ihn anfangs selbst schon angesprochen, mittlerweile habt ihr ja mit Die Rückkehr Der Todespfälzer den zweiten Song rausgehauen. Metal auf Pfälzisch, das hat die Welt noch nicht gehört, aber hat die Welt auch darauf gewartet?

Call Of The Sirens / Valle:
??? Die Menschheit hat sich jahrelang im Keller schluchzend in Embryonalstellung gewälzt, weil es keinen Metal auf Pfälzisch gab. Diesen Menschen mussten wir ganz einfach helfen!

Time For Metal / Andreas F.:
Ein verdammt geiler Schädelspalter, aber ich muss zugeben, als altes Ruhrpott-Kind tue ich mich da verdammt schwer und verstehe nicht allzu viel. Metal für Fortgeschrittene – habt ihr keine Angst, eure Fans völlig zu überfordern?

Call Of The Sirens / Valle:
Fetten Dank dir! Nö, Angst keine, wir schauen einfach mal, wie die Pfalzbombe einschlägt. Kriegen eigentlich auch sehr viel positives Feedback. Problem ist, dass wir kein Englisch können und Hochdeutsch auch nicht. Mal schauen, wohin die Reise geht.

Time For Metal / Andreas F.:
Ihr habt neulich mal nebenbei erwähnt, Admiral Alpha wäre ein Veteran aus den Schorlekriegen. Auch davon hat die Welt noch nicht gehört, wann und wo fanden die statt und muss nun die komplette Geschichte neu geschrieben werden?

Call Of The Sirens / Valle:
Die Schorlekriege waren rund 2000 Jahre palatinischer Zeitrechnung vor dem Alter der Todespfälzer. Die stärksten Mächte der Wikingerpfälzer, Lasersaurier und Sharkarmeen kämpften um den Dunnerdubben, da die alte Welt langsam in einen Übergang kam.

Time For Metal / Andreas F.:
Aktuell habt ihr eine Starnext-Crowdfunding-Kampagne laufen, mit der ihr das Kleingeld eurer Fans einsammelt, um euren ganz eigenen Trashfilm im Stil von Sharknado zu produzieren. Erzählt mal, was hat es damit auf sich und warum sollten die Todestrasher euch in jedem Fall dabei unterstützen, denn der US-Film von 2013 erhielt ja schon vernichtende Kritiken?

Call Of The Sirens / Valle:
Wir wollen auch vernichtende Kritiken wie Sharknado! Der Plan ist, drei Musikvideos mit zusammenhängender Story zu drehen. Dazu kommen noch zusätzliche Story-Szenen. Das werfen wir dann alles zusammen und am Ende kommt ein kurzer Trashfilm raus. Wegen Corona kann man ja aktuell eh wenig machen und wir hatten auf so was schon lange Bock. Durch das Crowdfunding können wir das Ganze finanzieren. Es läuft sehr gut und alle, die Bock haben, können sich hier geile Dankeschöns gönnen, von der Nebenrolle bis zur Todespfälzer-Actionfigur.

Hier geht es zur Starnext-Kampagne: www.startnext.de/todespfaelzer

Time For Metal / Andreas F.:
Wie sehen eure Pläne aus, wann können wir mit dem Film rechnen?

Call Of The Sirens / Valle:
Der Film soll noch 2021 kommen, je nach Lage der Nation. Wahrscheinlich gegen Ende des Jahres. Die neuen Singles und Videos werden wir aber schon während des Jahres droppen.

Time For Metal / Andreas F.:
Angenommen, wir geraten ganz unverhofft in einen Sharknado, gebt uns mal ein paar Verhaltensratschläge, wie kommen wir unbeschadet da raus?

Call Of The Sirens / Valle:
Kettensäge raus, unsere Mucke an und los! Aber immer vorbereitet sein: Sempter Paratum!

Time For Metal / Andreas F.:
Wie fast alle Bands musstet auch ihr 2020 Corona-bedingt einige Konzert- und Festival-Gigs absagen. Auf der anderen Seite hattet ihr viel freie Zeit, die ihr in eure laufenden Projekte investieren konntet, deren Ergebnisse wir nun gerade zu hören/sehen bekommen. Also, wie schwer hat euch die Pandemie getroffen, war sie eher Fluch oder Segen?

Call Of The Sirens / Valle:
Beides, persönlich hat sie natürlich gut reingehauen, das war kein Spaß und für die Band ist es auch nicht grade rosig, keine Shows spielen zu können. Wäre das alles aber nicht gewesen, hätten wir die Band wahrscheinlich erst einmal nicht auf das Level gehoben und das ganze Projekt so angefeuert, wie wir es jetzt getan haben.

Time For Metal / Andreas F.:
Mit dem Corona-Impfstoff Schorle seid ihr ja auf der sicheren Seite, wie sehen eure weiteren Pläne für 2021 aus, was wird uns eure durchgeknallte Fantasie als Nächstes bescheren?

Call Of The Sirens / Valle:
Haha, jetzt am 18.03. kommt ja das Video zu Die Rückkehr Der Todespfälzer und dann haben wir noch einige Kleinigkeiten für euch parat. Es werden noch zwei Singles und zwei Videos kommen und wenn alles klappt, der fertige Film. Viel weiter planen wir aktuell noch nicht.

Time For Metal / Andreas F.:
Der aktuelle Stufenplan sieht ja für die nächsten Wochen und Monate etliche Lockerungen vor, u.a. sollen ja auch Clubs und Konzerthäuser wieder öffnen können. Was glaubt ihr, werdet ihr in diesem Jahr wieder einige Bühnen beackern können, oder wird auch 2021 wieder leise bleiben?

Call Of The Sirens / Valle:
Gute Frage, wahrscheinlich, wenn dann, nur kleinere Shows unter Maßnahmen, je nach Lage. Die großen Festivals brauchen ja einen gewissen Vorlauf, um stattfinden zu können, für Vorverkauf usw., deswegen wird das eventuell schwierig.

Time For Metal / Andreas F.:
Wie würde eure Wunschtour/euer Festivalauftritt nach Corona aussehen und mit welchen Bands würdet ihr dort gerne einmal spielen?

Call Of The Sirens / Valle:
Auf einem großen Festival mit geilen Bands, z.B. Shows auf Wacken, dem Summer Breeze, dem Full Force. Support für The Black Dahlia Murder auf Tour wäre geil. Ansonsten einfach alles, wo wir unseren Schweiß mit dem der Meute vor uns vermischen können und danach mit den Leuten geil ins Gespräch kommen.

Time For Metal / Andreas F.:
Manche Bands, ihr ja offenbar auch, träumen ja davon, einmal im Leben auf dem Heiligen Acker in Wacken zu spielen. Wovon träumt ihr bzw. welche Hürden würdet ihr gerne in nächster Zukunft nehmen?

Call Of The Sirens / Valle:
Wacken, Summer Breeze, Full Force, alle Festivals dieser Art sind unser Ziel. Das wäre so der Plan. Generell wollen wir einfach so viele Leute mit unserer Mucke ansprechen, wie es geht.

Time For Metal / Andreas F.:
Wo seht ihr euch in fünf Jahren?

Call Of The Sirens / Valle:
Wir haben auf den großen Festivals gespielt, der Film geht in den dritten Teil und wir reißen alle unsere Shows zusammen mit unseren Todestrasher/innen brutal ab.

Time For Metal / Andreas F.:
Ihr seid ja alle nun schon einige Jahre aktiv. Was würdet ihr ändern, wenn ihr im Musikbusiness was zu sagen hättet?

Call Of The Sirens / Valle:
Mehr staatliche Förderung für die Undergroundszene, Proberäume inkl. Studios und kleine Clubs besser subventionieren, wie in Skandinavien.

Time For Metal / Andreas F.:
Welche Highlights aus eurer Bandgeschichte sind euch besonders im Gedächtnis geblieben und woran denkt ihr nicht so gerne zurück?

Call Of The Sirens / Valle:
Das Metalacker Festival 2018 war definitiv ein Highlight. Diesen Hügel runterzulaufen, die ganzen Menschen zu sehen, zu wissen, dass dort Sepultura spielen und zu wissen, dass man dort selbst spielt, war einfach zu krass. Aber dass unsere Pläne im Moment so abgehen, ist auch verrückt, wir haben Leute, die einen Haufen Geld in uns investieren, einfach weil sie geil finden, was wir machen.

Gigs vor zehn Leuten können wir aber gern reduzieren. 😀

Time For Metal / Andreas F.:
Geht ihr privat auch noch regelmäßig auf Konzerte? Wenn ja, welche Bands und Genres bevorzugt ihr da?

Call Of The Sirens / Valle:
Ja absolut, ich lebe in der Nähe von Wiesbaden und bin da mit dem Schlachthof sehr verwöhnt. Lamb Of God, Bleed From Within, Behemoth, NOFX, Kvelertak, Valient Thorr, Heaven Shall Burn, Rings Of Saturn, so was ziehen wir uns rein.

Time For Metal / Andreas F.:
Auch wenn die Frage fast nicht zu beantworten ist, welche fünf Alben haltet ihr jeweils für die besten aller Zeiten?

Call Of The Sirens / Valle:
Ich glaub dazu müssen wir noch mal ein gesondertes Interview machen. 😀
Mein Album 2020 ist auf jeden Fall Spild von Kvelertak!

Time For Metal / Andreas F.:
Ich bin soweit durch mit meinen Fragen. Gibt es etwas, was ihr den Time For Metal-Lesern und/oder euren Fans zum Schluss noch sagen wollt?

Call Of The Sirens / Valle:
Leute, Danke euch für’s Lesen und wenn ihr Bock auf uns bekommen habt, folgt uns bei Instagram:
www.instagram.com/callofthesirensofficial

Podcast
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