Artist: Caronte
Herkunft: Parma, Italien
Album: Wolves Of Thelema
Genre: Doom, Occult, Stoner Metal
Spiellänge: 43:45 Minuten
Release: 06.12.2019
Label: Van Records
Link: https://www.facebook.com/pg/ferociailluminata/about/?ref=page_internal
Bandmitglieder:
Bass – Henry Bones
Drums – Mike De Chirico
Guitars – Tony Bones
Vocals – Dorian Bones
Gitarre – Asher
Guest:
Synthesizer & Hammond – Selvans
Tracklist:
1. Wolves Of Thelema
2. 333
3. Hypnopyre
4. Queen Of The Sabbath
5. Amalantrah Sonata
6. Quantum Ecclesia
7. Black Hole Dawn
8. Starway To The Cosmic Fire
Caronte aus Parma/Italien bringen zwei Jahre nach ihrem letzten Album Yoni (die Yoni ist der tantrische Begriff für die weiblichen Genitalien) ihren neuen Longplayer auf den Markt. Wolves Of Thelema ist der Titel ihres neuesten Werkes.
Caronte (italienische Übersetzung des Fährmannes Charon, der ins Reich der Unterwelt zu Hades übersetzt) bringen uns mit ihrem nunmehr vierten Album über den Fluss in ihr okkultes Stoner/Doom Reich. Erneut ist der Longplayer bei Van Records erschienen und in Vinylfarben black und smoke (limitiert auf 100 Stück) und als CD erhältlich.
War ich von Yoni bereits vom ersten Reinhören begeistert, musste ich bei Wolves Of Thelema doch ein paar Anläufe in Kauf nehmen.
Irgendwie hat sich gegenüber dem Vorgängeralbum die Songstruktur etwas verändert. Daher musste ich auch nochmals zurück zu Yoni, um mal nachzuschauen, was sich verändert hat.
Diese Veränderungen ließen sich dann schnell finden. Die Songs sind sind insgesamt alle etwas kürzer geraten. Die Länge der Songs spielt gerade im Doom für mich immer eine gewisse Rolle, denn es braucht immer etwas Zeit, bis die doomige Spannung aufgebaut ist und zum Höhepunkt führt, bis sie sich wieder des Weges ins Tal macht.
Dann gibt es noch eine wesentliche Änderung. Mit Asher ist ein zweiter Gitarrist hinzugekommen und es schwirren einem noch zusätzliche Synthesizer hier und dort um die Ohren, denn man hat noch einen Gastmusiker namens Selvans verpflichtet.
Der Einstieg in das Album fällt mir eher schwer, zumal die beiden ersten Songs aus meiner Sicht eher durchschnittlich sind. Der Titelsong Wolves Of Thelema kann sich nach ziemlich rockigem und wenig doomigen Beginn mit Fortdauer richtig steigern. 333 ist eben leider nur die Hälfte von 666 und stellt für mich den absolut schwächsten Song auf der Platte dar. Hier vermisse ich vieles, was für mich Doom ausmacht!
Dann wird es jedoch wirklich besser. Okkult psychedelischer Doom ist immer mehr zu vernehmen. Ich muss gestehen, dass sich das Album mit weiterem Hören immer besser durch die Gehörgänge windet. Bei dem einen oder anderen Song ist nach wie vor ein gewisses Danzig Feeling durch die Stimme von Dorian Bones geblieben, großartig wahrzunehmen in Hypnopyre.
Hypnopyre ist dann auch wirklich der Einstieg für mich, der direkt von dem tollen Queen Of Sabbath getoppt wird.
Nach dem atmosphärischen Amalantrah Sonata schließt sich das rituelle Quantum Ecclesia an. Ein Song, der einfach nur so reinhaut. Jetzt wird es richtig diabolisch.
Leider fällt Black Hole Dawn in seinem anfänglichen Seventies Rock mit Orgel wieder etwas gegenüber den vorangegangenen Songs ab. So schwarz, wie der Titel vermuten lässt, ist es bei diesem Song leider nicht. Zwischenzeitlich wirkt er wie ein Danzig Song, aus dessen schwächerer Phase, bevor sein Ende dann versöhnt.
Auf Starway To The Cosmic Fire am Ende des Albums zeigt der Fährmann Caronte nochmals, wozu er fähig ist. Ein versöhnlicher Abschluss für mich.




