„Grooviger und stampfender Metal ‚n‘ Roll “

Artist: Corroded

Herkunft: Ånge / Schweden

Album: Bitter

Genre: Hard Rock, Heavy Metal

Spiellänge: 52:08 Minuten

Release: 25.01.2019

Label: Despotz Records

Link: https://www.facebook.com/pg/corrodedsweden/about/?ref=page_internal

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre – Jens Westin
Gitarre, Hintergrundgesang – Tomas Andersson
Bass – Bjarne Elvsgård
Schlagzeug – Per Soläng

Tracklist:

  1. Bitter – intro
  2. Breathing
  3. Cross
  4. Burn
  5. Black
  6. Testament
  7. Scream
  8. Cyanide
  9. Destruction
  10. Time
  11. Drown
  12. War

Am 25.01.2019 ist der neue Longplayer von Corroded mit dem Titel Bitter bei Despotz Records erschienen. Erhältlich ist das Album als CD und als black Vinyl.

Seit 2004 ist die Heavy Metal / Rock Formation aus Schweden schon unterwegs. Dabei ist Jens Westin an der Gitarre und den Lead Vocals das einzig verbliebene Gründungsmitglied, wobei Basser Bjarne Elvsgard und Drummer Peer Soläng auch schon seit 2008 dabei sind. Gitarrist Tomas Andersson stieß Ende 2013 zur Truppe.

Also die gleiche Besetzung, die auch das 2017er-Album Defcon Zero einspielte. Das hatte ich mir Ende 2017 auf einem Konzert in Siegburg, bei dem sie Pain supporteten, mitgenommen und war von diesem Werk richtig angetan. Ein starkes Stück Hard Rock / Heavy Metal meiner Meinung nach. Auch dieses Mal ist es so, dass das Quartett es geschafft hat, ein erneut starkes Album zu veröffentlichen. Auf Bitter läuft wirklich alles rund.

Im Vorfeld der Veröffentlichung des Albums lancierten Corroded eine tolle Videoclip Trilogie mit Songs des neuen Albums im Internet. Inhaltlich ging es in dieser Video Trilogie um eine Entführung ihres Bassisten Bjarne Elvsgård. lm September 2018 erschien zunächst die Singleveröffentlichung Cross als Video. Dieser äußerst groovende und rockige Song war schon mal eine tolle Nummer. Eingängig, stampfend, groovend und dazu nach recht melodiös. Weiter ging es im November 2017 mit dem Song Burn. Damit schlugen sie ein Stück mehr Metal an. Das Tempo wird ganz schön nach vorne getrieben. Der Song hat ein Intermezzo im Mittelteil. Toll gemacht. Den Abschluss der Trilogie bildete dann im Januar kurz vor Veröffentlichung des Albums Breathing. Mächtig und prächtig werden in Breathing Rock und Metal verpackt. Schon fast episch und hymnisch. Und auch wieder sehr melodisch, irgendwie ein Ohrwurm, obwohl es dort doch schon gehörig kracht.

Da haben wir auch bereits die ersten drei Songs des neuen Albums Bitter gehört und gesehen. Das Intro mit dem Titel Intro lasse ich da einmal außer Acht, wobei es auch als Intro für eine Filmmusik dienen könnte, zumindest baut es einigermaßen Spannung auf.

Die Videotrilogie ist echt witzig. Schaut sie euch einmal an, ich habe sie hier in den Artikel eingebettet! Spannend sind dann auch die folgenden Songs des Albums.

Black, der erste Song nach den vorhin schön erwähnten Videos Releases, zeigt nochmals eine ganz andere Seite der Band. Hier wird es fast schon doomig. Jens Westin kann hier seine ausdrucksstarke Stimme ganz zur Entfaltung bringen.

In Testament geht es richtig ab, hier kommen sogar einige Growls zum Einsatz. Die Jungs legen auf diesem Album wirklich alles in die Waagschale. Scream ist wirklich zum Schreien, da wird geschreddert ohne Ende und teilweise hat das Ding für mich sogar so was wie eine Metal Polka, auf jeden Fall total irre und abgefahren.

In Cyanide frisst sich die Blausäure schön ätzend durch den Song, der mir richtig gut gefällt. Tempiwechsel inklusive, Doom und krachender Rock und Metal.

Destruction ist ein Hans Dampf in allen Gassen. Der Song prügelt sich richtig nach vorne, da gibt es kein Halten mehr. Es folgt mit Time ein groovender Brecher, der braucht überhaupt keine Zeit, bis er voll zuschlägt.

Drown prügelt sich noch einmal durch die Gehörgänge, bevor wir mit War zum letzten und abschließenden Song kommen, der uns in ähnlicher Manier vorantreibt, dabei jedoch sehr melodische Refrains aufweist.

Corroded - Bitter
Fazit: Hatten mich Corroded mit Defcon Zero schon sehr positiv überraschen können, setzen sie dieses Mal mit Bitter noch einen drauf. Ein tolles Album mit verschiedenen Metalelementen und einem Schuss Hard Rock. Jens Westin und seine Mannen verstehen es einen knackigen und saftigen Metal ‚n‘ Roll hinzulegen. Da groovt und stampft es schon schön gewaltig. Das kann man sich ohne Reue mal reinziehen. Corroded hatten mich bereits 2017 auf dem Konzert in Siegburg beeindruckt. Die muss ich mir unbedingt noch mal ansehen, wenn sie wieder unterwegs sind. Sehr coole Jungs!

Anspieltipps: Breathing, Cross, Black
Juergen S.9.2
9.2Gesamtwertung
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