Nailed To Obscurity, Jinjer, Soilwork, Amorphis am 02.02.19 live in der Essigfabrik Köln

Nailed To ObscurityJinjerSoilworkAmorphis!“ 

Eventname: Amorphis & Soilwork European Headliner Tour 2019 

Headliner: Amorphis, Soilwork

Vorband(s): Nailed To Obscurity, Jinjer

Ort: Essigfabrik Köln 

Datum: Samstag, 02.02.19 

Kosten: ca. 40 Euro 

Genre: Death Metal, Metalcore 

Setlisten: 

  1. Black Frost 
  2. Feardom 
  3. The Aberrant Host 
  4. Tears Of The Eyeless 
  5. Desolate Ruin 

  1. Word Of Wisdom 
  2. Ape 
  3. I Speak Astronomy 
  4. Dreadful Moments 
  5. Teacher, Teacher 
  6. Who´s Gonna Be The One 
  7. Pisces 
  8. Perennial 
  9. Sit Stay Roll Over 

  1. Arrival 
  2. The Crestfallen 
  3. Nerve 
  4. Full Moon Shoals 
  5. Death In General 
  6. Like The Average Stalker 
  7. The Akuma Afterglow 
  8. Drowning With Silence 
  9. The Phantom 
  10. The Nurturing Glance 
  11. Bastard Chain 
  12. As We Speak 
  13. Witan 
  14. Stabbing The Drama 
  15. Stalfagel 

 

  1. The Bee 
  2. The Golden Elk 
  3. Sky Is Mine 
  4. Sacrifice 
  5. Message In Amber 
  6. Silver Bride 
  7. Bad Blood 
  8. Wrong Direction 
  9. Daughter Of Hate 
  10. Heart Of The Giant 
  11. Hopeless Days 
  12. Black Winter Days 

Zugabe:

13. Death Of A King
     14. House Of Sleep 

 

 

Nailed To Obscurity

Mit Nailed To Obscurity, Jinjer, Soilwork, Amorphis wurde ein extrem starkes Konzertpaket zusammengestellt, das sicherlich den einen oder anderen Metalhörer in die Hallen der Republik zieht. Den Tourauftakt in der Essigfabrik bilden die ostfriesischen Nordlichter Nailed To Obscurity, die aktuell mit Black Frost wunderbar positiv auffallen. Dass man einen engen Zeitplan hat, wird sowohl an der frühen Startzeit des Konzerts deutlich als auch am punktgenauen Start. Verkehrsbedingt können wir zur großen Schande leider nur Tears Of The Eyeless und Desolate Ruin vernehmen, dennoch macht die Band eine prima Figur und ist richtig stolz, dass ihre Songs dermaßen abgefeiert werden.

Jinjer

Schon beim Abholen des Pressebändchens werde ich gefragt: „Und du schreibst also über Jinjer?“ Frech antworte ich: „Warum, weil ich Mädchen bin? Tatsächlich fällt auf, dass bei diesem Event der Frauenanteil recht hoch ist, unklar jedoch, ob es sich dabei hauptsächlich um Jinjer Fans handelt. Ohne lange Wartezeit startet die ukrainische Metalcore-Band als zweiter Act dieses Abends kraftvoll durch. Abgesehen von ihrem hübschen Äußeren, es ist heute kaum zu unterscheiden, ob sich um eine Hose oder Bodypainting handelt (ich darf das sagen, ich bin auch eine Frau ;-)), sind Jinjer allerdings keine softe Mädchenband. Stimmgewaltige Growls erfüllen die Halle der Essigfabrik und die Fans geben richtig Gas.

Die Songs sind sehr abwechslungsreich und Frontfrau Tati verliert keine Zeit mit Geplänkel. Ein Titel nach dem anderen wird durch Boxen geprügelt und auch leise, gefühlvolle Töne erreichen unsere Ohren. Ob man den Sound von Jinjer jetzt als progressiven Abwechslungsreichtum oder als etwas unrund und zusammengewürfelt empfindet, ist sehr subjektiv, aber das scheint den Fans egal zu sein, auch die Ukrainer machen Boden gut und sind sichtlich angetan vom Zuspruch.

 Soilwork

Die Schweden um Fronter Björn “Speed” Strid lassen etwas auf sich warten, haben allerdings mit ihrem aktuellen Verkligheten ein erfrischend starkes Album im Rücken, von dem sie den einen oder anderen Hit in die Menge feuern und sich dafür von den Fans frenetisch abfeiern lassen. Angenehm zu hören ist auch die Beachtung des Backkatalogs der Band, denn diese würdigt sogar Songs des Albums The Chainheart Machine aus den Anfangstagen der Band. Besonders freut mich auch, dass die Band den Song Like The Average Stalker im Programm hat, mit dem ich die Band für mich entdeckt habe, sehr cool. Problematisch und bezeichnend für eine Soilwork Show ist oft die schwankende Stimme des Fronters Strid, der zwar in Köln alles gibt, aber im letzten Drittel eine kleine Formkurve nicht verbergen kann, was beispielsweise fragende Gesichter angesichts des kaum erkennbaren Stabbing The Drama aufkommen lässt. Schwamm drüber, mit der aktuellen Single Stalfagel wird alles vergeben, denn dieser Song hat unglaublich viel Potenzial. Beste Bedingungen für die nun folgende Band, für die ein Großteil der Meute da ist.

 Amorphis

Die Instanz angesichts finnischen melodischen Metals sind natürlich Amorphis, die zwar eine Ecke langsamer als die flitzeflinken Soilwork sind, dafür aber mit mächtig Erfahrung ihre elegant mächtigen Songs auf die Bretter zaubern. Wunderbar zu sehen ist natürlich auch, dass Urbasser Olli Pekka Laine mit von der Partie ist und zusammen mit Jan Rechberger ein solides Fundament mauert, auf dem in aller Ruhe Tomi Koivusaari und der stets bescheidene Esa Holopainen Sänger Tomi Joutsen tanzen lassen. Für meinen Geschmack liegt die Betonung der Setlist etwas zu stark in der “Joutsen” Ära, aber auch dies ist sicherlich zu verkraften. Die Band hat einen unfassbar starken Backkatalog in der Hinterhand, logisch, dass dieser nicht in voller Stärke zum Tragen kommt und man sich geschickt Akzente setzt, vorzugsweise auf den Alben Queen Of Time und Under The Red Cloud, an dessen Titel sich witzigerweise weder Sänger Joutsen noch Gitarrist Holopainen sofort erinnern. Amorphis hinterlassen ein fettes Ausrufezeichen und haben sicherlich den einen oder anderen Unentschlossenen von sich überzeugt, für mich sind die Finnen meine All Time Favorites und eine der kreativsten Bands des Genres, so einfach ist das. Grandioser Gig.

Tourdaten Amorphis:

06.02.2019 Paris (Cabaret Sauvage) FR
07.02.2019 Toulouse (Le Bikini) FR
08.02.2019 Madrid (Palacio Vistalegre) ES
09.02.2019 Barcelona (Salamandra) ES
10.02.2019 Lyon (Le Transbordeur) FR
12.02.2019 Trezzo sull’Adda (MI) (Live Music Club) IT
13.02.2019 Wiesbaden (Schlachthof) DE Bestellen
14.02.2019 Saarbrücken (Garage) DE Bestellen
15.02.2019 Stuttgart (LKA Longhorn) DE Bestellen
16.02.2019 Pratteln (Z7) CH
05.03.2019 Kiev (Bingo) UA
06.03.2019 Minsk (Re:public) BY
08.03.2019 Khabarovsk (Luna) RU
09.03.2019 Vladivostok (San-Remo) RU
11.03.2019 Novosibirsk (Podzemka) RU
13.03.2019 Yekaterinburg (Tele-Club) RU
14.03.2019 Samara (Zvezda) RU
15.03.2019 Moscow (Glavclub) RU
16.03.2019 St. Petersburg (Zal) RU
16.04.2019 Limeira (Studio Mirage Eventos) BR
19.04.2019 La Paz (Inti Palace II) BO
20.04.2019 Cochabamba (Ex Carnivale) BO
26.04.2019 Monterrey (Escena) MX
27.04.2019 Guadalajara (C3 Stage) MX
28.04.2019 Mexico City (Auditorio BlackBerry) MX
31.05.2019 Pilsen (Metalfest Open Air) CZ
01.06.2019 Nijmegen (FortaRock) NL
27.06.2019 Seinäjoki (Provinssi) FI
28.06.2019 Helsinki (Tuska Open Air) FI
29.06.2019 Ferropolis (Full Force) DE
18.07.2019 Fritzlar (Rock am Stück) DE Bestellen
19.07.2019 Laukaa (John Smith Rock Festival) FI
02.08.2019 Pori (Porispere) FI
23.08.2019 Wörrstadt (Neuborn Open Air) DE
19.09.2019 Philadelphia, PA (Theatre of Living Arts) US
20.09.2019 New York City, NY (Irving Plaza) US
21.09.2019 Worcester, MA (Palladium) US
22.09.2019 Clifton Park, NY (Upstate Concert Hall) US
23.09.2019 Montréal, QC (Club Soda) CA
25.09.2019 Quebéc City, QC (Salle Multi) CA
26.09.2019 Toronto, ON (The Opera House) CA
27.09.2019 Cleveland, OH (Agora Theatre) US
28.09.2019 Joliet, FL (The Forge) US
29.09.2019 Milwaukee, WI (Turner Hall Ballroom) US
30.09.2019 Minneapolis, MN (The Cabooze) US
02.10.2019 Calgary, AB (Dickens) CA
03.10.2019 Edmonton, AB (Starlite Room) CA
05.10.2019 Vancouver, BC (Venue Nightclub) CA
09.10.2019 San Francisco, CA (Slim’s) US
10.10.2019 West Hollywood, CA (The Roxy Theatre) US
11.10.2019 Anaheim, CA (City National Grove) US
12.10.2019 Tempe, AZ (Marquee Theatre) US
14.10.2019 Englewood, CO (Gothic Theatre) US
15.10.2019 Kansas City, MO (The Truman) US
16.10.2019 Dallas, TX (Trees) US
17.10.2019 Houston, TX (Scout Bar) US
19.10.2019 Tampa, FL (The Orpheum) US
20.10.2019 Atlanta, GA (The Masquerade) US
21.10.2019 Baltimore, MD (Soundstage) US
08.11.2019 Weissenhäusser Strand/Ostsee (Metal Hammer Paradise) DE

Der Bericht wurde von unseren Autoren Dominik B. und Moni B. erstellt.

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