Corvus Corax: veröffentlichen am kommenden Freitag (16.04.) das Hörspiel „Die Maske Des Roten Todes“

Edgar Allan Poe in atmosphärisch, mittelalterlichem Sounddesign

Photo @ Corvus Corax

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen, so bringen es die Könige der Spielleute Corvus Corax auf den Punkt. Wie die gesamte Branche wurden auch die Kolkraben der Mittelalterszene während der Corona-Pandemie arg gebeutelt und mussten sich mit der Lübarser Hofkultur und Livestream-Konzerten völlig neu erfinden. Nun haben wir alle gehofft, dass die lange Durststrecke langsam zu Ende geht, doch all das ist dem ungebetenen Gast aus China total egal und so ist irgendwie schon jetzt absehbar, dass auch das laufende Jahr komplett leise, ohne Konzerte, Mittelaltermärkte und Veranstaltungen im Allgemeinen verstreichen wird.

Die Mittelalterrocker von Corvus Corax waren aber natürlich trotz andauernder Krise nicht völlig untätig und haben zwischenzeitlich ihr Metal & Poesiealbum Era Metallum produziert, aus dem es mit Ragnarök, Yggdrasill und Béowulf Is Mín Nama schon drei Vorab-Appetizer zu hören gab. Das Album war bereits für den 4. September 2020 angekündigt, jedoch musste die Veröffentlichung verschoben werden, da es aktuell nicht möglich ist, das neue Material live zu präsentieren.

Wie Anfangs erwähnt, besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen und so haben die Spielleute derzeit noch ein ganz besonderes Projekt in der Hinterhand, welches euch am kommenden Freitag, dem 16. April, präsentiert wird. Einige von euch, und besonders Kenner der mittelalterlichen Musikszene in Deutschland, kennen es wahrscheinlich, die Feeling B. Hörspiel-Version von Edgar Allan Poes Erzählung Die Maske Des Roten Todes. Feeling wer? fragen sich dagegen nun vielleicht andere. Feeling B. (Feeling Berlin) war eine DDR-Punk-Band der 1980er-Jahre, von der nach deren Auflösung 1994 gleich mehrere Mitglieder mit der Band Rammstein weltbekannt wurden. Feeling B. erweckten die Egar Allan Poe-Erzählung The Masque Of The Red Death von 1842 bereits 1993 zum Leben und schon damals waren Corvus Corax als Ideengeber im Hintergrund beteiligt. Hier könnt ihr euch die Feeling B.-Version noch einmal anhören:

Nun, fast 30 Jahre später, entstand bei den Spielleuten spontan die Idee, eine neue pandemie-inspirierte Version der Erzählung zu initiieren und die tristen Pandemiezeiten mit der blutrünstigen und brachialen Geschichte von 1842 zu konterkarieren. Mit mittelalterlichen Instrumenten und atmosphärischen Sounddesigns lassen Corvus Corax nun ab kommenden Freitag Edgar Allan Poes Pestgeschichte Die Maske Des Roten Todes mit Worten und Musik in unseren Ohren erklingen. Mit Dudelsäcken, Schalmeien, Trommeln und allerlei weiterem historischen Instrumentarium liefern Corvus Corax das historische Klangbild zu der auf die Pest anspielende Erzählung, die von 1347-1351 in Europa wütete. Gelesen von Castus Karsten Liehm und produziert im bandeigenen Studio ist dieses von Horror und Blut getränkte Werk ein einzigartiges Kreativprojekt der Pandemie. Doch damit nicht genug – die Band verspricht nicht nur eine deutschsprachige Version, sondern arbeitet derzeit an verschiedenen Versionen in mehreren Sprachen, die kurzfristig digital veröffentlicht werden.

Dabei verharren die Berliner Musiker jedoch nicht in der Schreckensvision der Erzählung. In der Hoffnung auf eine baldige Wiederbelebung der Kultur und damit auch der Konzertmöglichkeiten endet die nun neu adaptierte Version von Die Maske Des Roten Todes mit einem ekstatischen Konzert nach dem Ende der Pandemie.

Es lebe die Kultur, es lebe die Musik: Venus, Vina, Musica!

Die Maske Des Roten Todes ist ab Freitag, den 16. April überall im Handel: https://lnk.to/CorvusCorax_DieMaskeDesRotenTodes
Und natürlich im bandeigenen Shop: https://merchcare.de/corvus-corax/cor-cd-lp-dvd/CORVUS-CORAX–CD–Die-Maske-des-roten-Todes-PREORDER-665_3535.html

Bis Corvus Corax es euch wieder live auf den verschiedensten Märkten besorgen können, könnt ihr euch hier noch einmal das Livestream-Konzert aus der Dorfkirche Lübars vom vergangenen Dezember auf die Ohren geben:

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