Artist: Cranial
Herkunft: Würzburg, Deutschland
Album: Alternate Endings
Genre: Sludge
Spiellänge: 48:04 Minuten
Release: 27.09.2019
Label: Moment Of Collapse Records
Link: www.facebook.com/cranialband
Bandmitglieder:
Gitarre – Michael Melchers
Bass, Gesang – Julian Weidhaus
Schlagzeug – Cornelius Merlin
Gitarre – Sebastian Kröckel
Tracklist:
- Faint Voice
- Unceasing Lack
- Burning Bridges
- Holistic Figure
Die Würzburger Sludger von Cranial haben gerade mit Alternative Endings ihr zweites Album über das Label Moment Of Collapse Records auf den Markt gebracht.
Erhältlich ist es als schwarzes Vinyl, limitiertes gelbes Vinyl (200 Stück) und CD bei Moment Of Collapse Records. Zudem ist es als limitierte Kassette (40 Stück) bei Sludgelord Records erhältlich.
Die 2014 neben Phantom Winter aus der Asche der allmächtigen Omar Massif aufgestiegen Cranial führen die Tradition des allmächtigen und atmosphärischen Sludge auf dem vorliegenden Alternate Endings nach dem Vorgänger Dark Towers / Bright Lights konsequent fort.
Auf dem aktuellen Longplayer befinden sich gerade einmal vier Tracks, die es mit einer Länge von knapp neun bis hin zu fast 16 Minuten knallhart in sich haben. Die Songs wirken alle sehr atmosphärisch, jedoch nie ruhig. Eine tonnenschwere Last liegt auf den einzelnen Tracks, die sich mitunter kraftvoll und postapokalyptisch schlängeln, um dann in einem nie endenden Inferno rohen Sludges zu enden.
Cranial zeigen auf ihrem Album Alternate Endings, dass ihre Songs mit sehr vielen atmosphärischen Versatzstücken alternativ enden können. Aufgrund der Soundstrukturen der einzelnen Songs bleibt jeder Song bis zu seiner Endung äußerst spannend. Teilweise ist man der Welt atmosphärisch total entrückt, bevor mit stampfenden und äußerst brutalen Riffs eine regelrechte Furcht wie im Fieberwahn aufgebaut wird.
Die lautlose, unerträglich Stille in der Hitze einer Sumpflandschaft führt zu unkalkulierbaren Fieberschüben, die den Körper zerreißen.
Die atmosphärischen Sequenzen kommen in den einzelnen Songs im unterschiedlichen Umfang vor. So ist zum Beispiel Burning Bridges ein Song, der dem reinen urwüchsigen Sludge verfallen ist. Dieser Song ist von Fieberschüben regelrecht beherrscht. Fieberschübe, die Brücken regelrecht in Brand setzen. Burning Bridges bewegt sich fast unablässig in diesen Fieberschüben fort, die in Eruptionen regelrecht ausbrechen. Hier rückt der Sludge in den Vordergrund und lässt sich von atmosphärischen Einflüssen am wenigsten beeinflussen. Burning Bridges ist mit knapp neun Minuten der kürzeste Song auf dem Album. Vielleicht ist das der Hintergrund, dass man hier noch am wenigsten experimentiert.
Dafür beginnt der letzte Song Holistic Figure mit einer sehr atmosphärischen Sequenz, wobei hier ein sehr aktives Schlagzeug nicht unbedingt Ruhe aufkommen lassen will. Großartige Ausbrüche wie im vorangegangen Song wird es jedoch nicht geben. Insgesamt zeigt sich mit dem längsten Song, der Song mit den wenigsten Ausbrüchen, obwohl auch er zwischendurch einmal mächtig stampft. Den eingeschlagenen Pfad verlässt er jedoch nie. Mit Holistic Figure folgt eigenartigerweise der längste Song des Albums auf den kürzesten Track.




