Artist:  Narvik

Herkunft: Deutschland

Album: Ascension To Apotheosis

Spiellänge: 41:22 Minuten

Genre: Black Metal

Release: 27.05.2016

Label: Folter Records

Link: http://www.facebook.com/pages/Narvik/158862487528901

Bandmitglieder:

Gesang – Redeemer
Gitarre – Lupus
Schlagzeug – P.

Narvik - Ascension to Apotheosis

Time For Metal / Rene W.:

Hallo meine Herren,

wir sind heute zusammengekommen, um über eure Black Metal-Formation Narvik und das aktuelle Album Ascension To Apotheosis zu sprechen. Als erstes möchte ich euch drei bitten, unseren Lesern Narvik näher zubringen. Wann und wie habt ihr zueinander gefunden und welche Kriterien dominieren euer Songwriting?

Narvik / Redeemer:

Hallo erstmal und vielen Dank für das Interview. Wir haben uns 2006 über einen gemeinsamen Bekannten kennen gelernt. Die Riffs sollen mit Hilfe von hypnotischen Passagen, sowie einer gewissen Monotonie, eine Stimmung bzw. einen Zustand der Trance hervorrufen.  Ansonsten gibt es keine weiteren nennenswerten Kriterien, die unser Songwriting dominieren.

Time For Metal / Rene W.:

Mein Kollege war von Ascension To Apotheosis sehr begeistert. In welche Black Metal-Schiene zielt das Werk und welche Einflüsse und Thematiken prägen die Songs?

Narvik / Redeemer:

Unser Ziel war es, mit dem Album etwas Okkultes zu erschaffen, jedoch mit dem Fokus darauf etwas Eigenes zu schaffen und nicht den Stil gewisser anderer Bands zu imitieren. Ein großer musikalischer Einfluss war bestimmt Death Spell Omega, ansonsten kann ich das nicht genau benennen, da unser aller Musikgeschmack variiert und sehr facettenreich ist. Die Thematik zu den Songs ist das Einreißen bzw. das Loslassen irdischer Zwänge.
Um etwas Neues erschaffen zu können, muss das Alte zerstört werden. Ähnlich dem Phönix aus der Asche oder Kali Ma, der Mutter der Zerstörung und des neu Erschaffens. Ascension to Apotheosis ist der erste Schritt und folgt daher als Konzeptalbum dem Einreißen von irdischen Säulen und Zwängen.

Time For Metal / Rene W.:

Vom ersten Riff bis zum fertigen Studioalbum vergehen meist mehrere Wochen. Wie lange habt ihr in etwa an den Stücken gerüttelt und gefeilt, bis alle acht Kompositionen den jetzigen Status erreicht haben?

Narvik / Redeemer:

Das ist ganz unterschiedlich, in kreativen Phasen ist ein Song schon mal in 3-4 Wochen fertig geschrieben. Es kann aber auch anders laufen und ein Songwriting kann sich über mehrere Monate hinziehen. Insgesamt haben wir ca. 8 Monate mit Unterbrechungen, wie z.B. Proben für Konzerte, an dem Album gearbeitet.

Time For Metal / Rene W.:

Im Studio kann ein Album vergoldet, aber leider auch versaut werden. Eure Wahl mit dem positiven Endergebnis muss die richtige gewesen sein. Wo und mit wem wurde produziert und wie seid ihr dabei vorgegangen?

Narvik / Redeemer:

Das Album ist in Zusammenarbeit mit Florian Hain (Sonic Nexus Audio Productions) entstanden und wurde im Multitracking Verfahren aufgenommen. Für die Aufnahmen haben wir zwei Wochenenden benötigt.
Mit Mix und Master war das Album dann nach etwa sechs Wochen fertig.

Time For Metal / Rene W.:

Mit Folter Records arbeitet ihr mit einem seriösen und ambitionierten Underground Label zusammen. Wie habt ihr zusammengefunden und welche Marschrichtung soll die gemeinsame Zukunft haben?

Narvik / Redeemer:

Wir haben uns zunächst bei verschiedenen Plattenlabels beworben. Nach zwei Zusagen haben wir uns letztendlich für Folter Records entschieden.
Wir wollen weiter mit Folter Records zusammen arbeiten und weitere Alben darüber veröffentlichen. Wir sind sehr zufrieden mit der Arbeit von Joerg und seiner Crew.

Time For Metal / Rene W.:

Um weiter in die Stücke hinabtauchen zu können, würde ich euch einmal bitten, Ascension To Apotheosis in einem kleinen Track-By-Track zu durchleuchten.

Narvik / Redeemer:

Wounds of Aspiration: Fängt langsam an und steigert sich in Melodie und Geschwindigkeit aber ist insgesamt doch eher im Midtempo geschrieben. Zum Teil werden Melodien und Disharmonische Riffs abgewechselt.

Geist zu Scherben:Das erste Lied mit deutschem Text. Schneller und aggressiver als der Vorgänger bis kurz vor Schluss des Tracks, da wird die Geschwindigkeit und Aggression von einer hypnotischen Passage mit gut verständlichen Vocals abgelöst.

Psychotic Redeemer: Der erste Song den wir für Ascension to Apotheosis geschrieben haben. Der Höhepunkt des mentalen Wahnsinns spiegelt sich in diesem Song. Wilde Gitarren die sich abwechselnd in Chaos und gradliniges Riffing stürzen. Der Gesang bietet eine Spanne an Emotionen: Verzweiflung, Aggression, Resignation.

Fecundity of Death: Benannt nach unserer vorgehenden EP. Es ist ein instrumentales Stück. Auch hier wird wieder die Ordnung von Chaos und disharmonischen Klängen ausgewechselt. Schnelle Drumparts, die plötzlichen Pausen weichen und sich wieder in Geschwindigkeit aufbauen.

Berstende Säulen: Der Sound von Berstende Säulen zielt darauf ab, dass der Hörer seine Orientierung innerhalb des Songs verliert. Nichts ist wie es zu erwarten scheint. Am besten lässt sich der Zustand mit dem Wort ´Verwirrung` beschreiben und ich denke, dass dieses eine Wort zum beschreiben des Sounds ausreicht.

The Shore: Ein Höhepunkt von Ascension to Apotheosis.  Schmissige Riffs mit kraftvollem Gesang und abwechslungsreichen Schlagzeug.

The Barren Semen: Das letzte Stück auf dem Tonträger. Es bildet den Schluss und reflektiert noch einmal die komplette Scheibe. Es zeigt was Narvik ausmacht und wohin wir uns weiter entwickeln wollen.

Time For Metal / Rene W.:

Die Festivalsaison ist bereits in vollem Gange. Kann man Narvik unter freiem Himmel erleben oder stehen erst einmal Konzerte bzw. eine kleine Tour an?

Narvik / Redeemer:

Bis dato nur auf dem Autumn From Hell am 25.11.2016. Dennoch haben wir Kontakt zu verschiedenen Veranstaltern und wollen mal schauen, was sich dieses und nächstes Jahr noch ergibt.

Time For Metal / Rene W.:

Wie ist das Verhältnis von euch dreien neben der Band? Seid ihr ausschließlich Kollegen oder verbringt ihr auch eure Freizeit zusammen?

Narvik / Redeemer:

Uns verbindet eine tiefe, langjährige Freundschaft, die ihre Tiefen und Höhen erlebt.

Time For Metal / Rene W.:

Mit welcher Band würdet ihr gern einmal die Bühne teilen, welches Festival soll mal bespielt werden und was trinken Narvik am liebsten Backstage?

Narvik / Redeemer:

Ich denke da hat jeder seine eigenen Vorstellungen aber für mich (Redeemer), Wäre Forgotten Tomb, Caronte und Cult of Fire sehr interessant. Und Backstage, nach Tiefpunkten wie Wodka mit Schweineblut, lieber die üblichen Verdächtigen wie Bier, Schnaps und Mischgetränk.
Eigentlich ist es egal, Hauptsache es macht voll.

Time For Metal / Rene W.:

Ich bedanke mich für das Interview und wünsche euch alles Gute. Das letzte Wort gehört euch und ihr könnt es ganz frei an eure Anhänger und unsere Leser richten.

Narvik / Redeemer:

enjoy the time while flying
on the wings of liberty
before getting caught rapidly
accompanied by your own vacant thoughts

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