Dawnbringer – Night Of The Hammer

“Was spielen die bloß?!“

Artist: Dawnbringer

Herkunft: Chicago, Illinois – USA

Album: Night Of The Hammer

Spiellänge: 39:41 Minuten

Genre: Heavy Metal, Hard Rock, Stoner Rock, Black Metal

Release: 28.10.2014

Label: Profound Lore Records

Link: https://www.facebook.com/deathofhunger

Bandmitglieder:

Gesang, Bassgitarre, Schlagzeug und Keyboard – Chris Black
Gitarre – Matt Johnsen
Gitarre – Scott Hoffman
Akustischer Gitarre – Scott Haskitt

Tracklist:

  1. Alien
  2. The Burning Of Home
  3. Nobody There
  4. Xiphias
  5. Hands Of Death
  6. One-Eyed Sister
  7. Damn You
  8. Not Your Night
  9. Funeral Child
  10. Crawling Off To Die

 Dawnbringer - Night Of The Hammer

Dawnbringer gehören wohl zu den alteingesessenen Bands, bei denen es krass ist, dass überhaupt noch etwas auf den Markt kommt. Ich meine nicht, dass die Truppe um das Multitalent Chris Black schlecht ist, nur finde ich es bemerkenswert, dass gerade eben dieses Mastermind nach dem Release von High Spirits You Are Here und der EP Heavy Metal Hammer unter dem Namen MetalUSAfer überhaupt noch Zeit für die guten alten Projekte hat.

Dawnbringer bedeutet für mich melancholischer Hard Rock mit Doom Metal, bzw. Black Metal-Allüren und genau das bekommt man in der Night Of The Hammer auch mit voller Ladung geboten. Die allesamt im Midtempo gehaltenen Songs fördern die Athmosphäre, während man mit genug Echo in der Gesangsstimme dafür sorgt, dass der „Old School Sound“ erhalten bleibt.

Wo man bei One-Eyed Sister und The Burning Of Home mit dem ersten Durchlauf nicht warm werden wird, sind dafür Songs wie Hands Of Death so gitarrenlastig, dass man wie bei den Größen aus den Siebzigern gern mal mit einer Flasche Rotwein am Wohnzimmertisch sitzen und die Musik einfach genießen kann. Man bleibt bis auf Not You Night im klassischen Stoner Rock, um hier mal knapp zwei Minuten lang zu zeigen, dass man auch im Black Metal-Genre ohne große Probleme zurechtkommt.

Die Produktion klingt vor allem wegen dem Gesang ein wenig alt, jedoch ist der Rest alles andere als altbacken verpackt worden.

Fazit: Wenn eine Platte so klingt, dass ich mich daran erinnert fühle, wie es war mit meinem Vater im Wohnzimmer zu viel zu später Stunde viel zu laut Musik zu hören, dann ist ein Album in meinen Augen mehr als gelungen. Dawnbringer schaffen es erneut eine Scheibe zu produzieren, die in keine Genreschublade gesteckt werden kann. Jeder Song spricht für sich und durch die nicht wirklich greifbaren Songstrukturen kann man sagen, dass man Night Of The Hammer auf jeden Fall öfters hören muss, um jeden Song vollständig verinnerlicht zu haben. Fans der Band werden auf jeden Fall zugreifen müssen. Alle, die auf leicht progressiven Doom-, Stoner-, Black-Metal/Rock Mix stehen, sollten diesem Album auf jeden Fall ein Ohr schenken.

Anspieltipps: Xiphias, Hands Of Death und Damn You
Kai R.
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