Drudensang – Tuiflsrijtt

Dunkle Gestalten aus dem bayerischen Wald

Artist: Drudensang

Herkunft: Bayern, Deutschland

Album: Tuiflsrijtt

Genre: Black Metal

Release: 30.04.2022

Label: Folter Records

Link: https://www.facebook.com/Drudensang

Bandmitglieder:

Gesang – Krámpn
Keyboarads – Henker
Bass, Hintergrundgesang – Dragg
Gitarre – Percht
Schlagzeug – Nefastus

Tracklist:

  1. Krampen Erwacht – Aufbruch
  2. Hexntreyber
  3. Seelengift
  4. Tuiflsrijtt
  5. Rutengang – Ritus Der Habergoaß
  6. Von Druden Zerfetzt
  7. Raserey Der Krampen
  8. Rouhnåchtszauberey

Am 30.04.2022 erscheint pünktlich zur Walpurgisnacht mit Tuiflsrijtt das Debüt der bayerischen Black Metaller Drudensang auf CD über das Label Folter Records.

Wer die Band (noch) nicht kennen sollte: Drudensang wurden 2013 von Krámpn zusammen mit den beiden Musikern Skilnir und Blodspan gegründet. Drudensang gingen aus der Band Ravnsvart hervor und sind im Bayerischen Wald im Grenzgebiet zu Tschechien und Österreich beheimatet. Fast zehn Jahre hat es dann gedauert, bis die Band nun ihr Debütalbum veröffentlicht. In diesen Jahren wurden bereits einige Demos, Singles, EPs und sogar Livealben veröffentlicht. Auch eine Menge Musiker kamen in dieser Zeit und gingen auch wieder, sodass im aktuellen Line-Up Gründungsmitglied Krámpn das einzig verbliebene Urmitglied ist.

Jener Krámpn sieht Drudensang als sein persönliches Lebenswerk an, in dem er die Krampus- und Perchtentradition mit den dazugehörigen Sagen, Gestalten und den Mythen reflektiert. Ob es sich bei Drudensang nun um „gute“ Schönperchten und die „bösen“ Schiechperchten handelt, weiß ich nicht! 😉 Auch der Bandname leitet sich von mythischen Gestalten ab. Druden sind eine Art Hexenwesen aus dem Bayerischen Wald. Das Wort Sang leitet sich vom altdeutschen Fluch ab.

Nun aber mal weg von der ganzen Mystik und den sagenumwobenen (fiesen) Gestalten des Bayerischen Waldes und hin zum Album Tuiflsrijtt von Drudensang. Da geht es natürlich um die Vertonung des (wüsten) Treibens der Krampen und Perchten in den Raunächten. Dies geschieht nach dem Intro Krampen Erwacht – Aufbruch in Form einer Mischung aus atmosphärischen und Old School Black Metal.

Die Texte sind dabei in niederbayerischer/österreichischer Mundart gehalten und somit schlechter als englische Texte zu verstehen 😉 Spaß beiseite, denn der kratzigkeifende Gesang von Krámpn passt zwar gut zur Atmosphäre, ist aber sowieso nicht zu verstehen.

Beim ersten Song Hexntreiber nach dem langen Intro Krampen Erwacht – Aufbruch wirkt die Mucke noch relativ spannend, auch wenn ich hier schon den Eindruck habe, dass das Ganze doch etwas überfrachtet ist. Seelengift vergiftet dann im Anschluss doch etwas den Hörgenuss, denn es wird doch allzu stark zu einem giftigen Brei, bei dem alleine der Henker mit seinem Schlagzeug diesen noch etwas kochen lässt.

Auch der Tuiflsrijtt wird vom Galopp des Schlagzeugs bestimmt. So in der Form könnte ich nun mit meinem Tuiflsreview weitermachen, unterlasse das jetzt. Zu erwähnen bleibt noch, dass bei solchen Songs wie Rutengang – Ritus Der Habergoaß oder Raserey Der Krampen akustische Gitarren als Entree das musikalische Gesamtbild wohlig etwas entzerren.

Von einer Rouhnåchtszauberey würde ich bei der Tuiflsrijtt nun nicht unbedingt sprechen wollen, obwohl ich das Werk weiß Gott nicht mit meinen Zaubersprüchen verfluchen möchte.

Drudensang – Tuiflsrijtt
Fazit
Von allerlei Gestalten aus dem bayrischen Wald berichten uns Drudensang auf ihrem Debütalbum Tuiflsrijtt. Das Album ist eine Mischung aus atmosphärischem und Old School Black Metal. Zu einem richtigen wilden Tuiflsrijtt fehlt noch etwas, da man sich doch etwas zu sehr im mythischen Gestrüpp des Bayerischen Waldes vergaloppiert hat. Vielleicht wurden sie ja auch von den Druden verflucht.

Anspieltipps: Tuiflsrijtt, Von Druden Zerfetzt und Rouhnåchtszauberey
Juergen S.
6.8
Leser Bewertung11 Bewertungen
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6.8
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