Entera – Hate Factory

30 Jahre und kein bisschen leise

Artist: Entera

Herkunft: Deutschland

Album: Hate Factory

Spiellänge: 45:51 Minuten

Genre: Thrash Metal

Release: 20.05.2020

Label: Eigenproduktion

Link: https://www.facebook.com/Entera-205340632811362/

Produktion: Gemischt und gemastert – Pariah Studio

Bandmitglieder:

Gesang und Bass – Carsten Lutter
Gitarre – Iker Mayordomo
Schlagzeug – Julius Lauer

Tracklist:

  1. Fake Persons
  2. Pay To Play
  3. Never Reached Aspirations
  4. Getting Old Is Shit
  5. War Of The Zombies
  6. I Just Can’t Hear It Anymore
  7. Playback
  8. One Week Left
  9. Betrayal Against Time
  10. Here I Am, What I Am
  11. Chatterbox
  12. Pagar Por Tocar

Wow – 30 Jahre auf dem Buckel. Wahnsinn. Herzlichen Glückwunsch. So etwas muss eine Band erst einmal schaffen. 30 Jahre gehen nicht spurlos an einer Band vorbei und so hat man leider auch schon zwei Todesfälle zu vermelden.

Bei Hate Factory handelt es sich um die siebte Veröffentlichung. Die Band hat sich für die Aufzeichnung ganz schön Zeit gelassen und wollte so natürlich wie möglich klingen. Von August 2016 bis Mai 2020 wurde aufgenommen und es wurden für die Drums keine Trigger verwendet. Das ist heutzutage ja eher selten. Gitarre und Bass wurden nur mit Mikros aufgenommen, um ein gewisses Livefeeling zu erzeugen.

So viel vorweg und nun ab ins Geschehen. Fake Persons fängt mit einem typischen thrashigen Riff an, Screams und Midtempogroove. Im Midtempo geht es mit feinem Riffing weiter. An den Gesang musste ich mich am Anfang erst einmal gewöhnen, kommt aber nach zwei bis drei Minuten recht fett. Der thrashige Gesang wird von einzelnen Grunzern begleitet. Das Riffing überzeugt mich und die Drums liefern feine Midtempouftata ab und so geht man in einen schönen, verspielten Part. Feines, melodisches Solo, Drumbetonung. Break, Vorspieler und Midtempouftata. Kommt ganz gut, macht Laune, klingt nach alter Schule. Was auch sonst. Was anderes kann man auch wohl nicht erwarten. Der Song findet zwar irgendwie kein Ende, aber macht wirklich Laune.

Pay To Play kommt langsam und schleppend aus den Boxen. Kleines Drumsolo, fette Vorspieler und Gummi. Jawoll, so kann man es echt machen. Schöner Refrainpart mit Mitgrölfaktor. Feines Solo darf auch nicht fehlen. Und wieder schön auf die zwölf. Thrash`em all würde ich mal sagen. Beim Sound kommt echt ein Livefeeling auf und ich mag so etwas.

Eine Tatort-Schimanksi-Melodie in Form eines Solos mit Drumbetonung leitet den Song Never Reached Aspirations ein und geht dann in einen typischen Entera Thrash Metal Song. Schöne Banggeschwindigkeit, so, wie man es als Old School Thrash Metaller mag. Grooviger Kopfnickerpart darf nicht fehlen und muss sein. Das Riff ist allerdings sehr bekannt und der Part mir zu lang, kommt aber trotzdem gut. Kurzer Endpart und aus.

Getting Old Is Shit kommt für Entera Verhältnisse, aus Sicht des Old School Faktors, ziemlich technisch daher, aber natürlich kreist und herrscht der Thrash Metal auch hier über allem.
Zu dem Song Way Of The Zombies gibt es ein Lego Stop Motion Video. Sollte man sich ansehen. Nach einem bedrohlichen Anfang gibt es feinen, druckvollen und zügigen Thrash Metal auf die Ohren. Das Riffing bleibt hängen und Drums drücken den Song schön nach vorne. Melodisches Solo und wieder Gummi. Zurück zum Solo. Gute Idee und wieder ab dafür. Schockt wohl, da man das Grooven auch nicht vergisst.

Und so drischt man sich durch 12 geile Kaliber und schießt ganz schön scharf. Nicht immer trifft man total ins Schwarze, aber man hat eine sehr gute Trefferquote!
Die CD hat (wenn noch möglich) ein 12-seitiges Booklet, dieses ist handnummeriert und limitiert auf 500 Stück.

Entera – Hate Factory
Fazit
Entera machen das, was sie können und das ist genau richtig so. Old schooliger Thrash Metal, der recht melodisch vorgetragen wird. Der Sound ist nahe an einem Livekonzert. Gefällt mir. Neben dem teilweise gradlinigen, aber auch verspielten Thrash gesellen sich noch Elemente aus dem Speed Metal und Death Metal dazu und machen somit die ganze Sache rund.

Anspieltipps: Pay To Play, Never Reached Aspirations und War Of the Zombies
Michael E.
7
Leser Bewertung3 Bewertungen
6.1
7
Punkte
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