Headliner: Entombed A.D.
Vorband(s): Aborted und Baest
Ort: Täubchenthal, Leipzig
Datum: 20.10.2019
Genre: Death Metal, Deathgrind, Grindcore
Veranstalter: Doomstar Booking
Link: http://www.doomstarbookings.com/
Setlisten:
Aborted:
- TerrorVision
- Deep Red
- Necrotic Manifesto
- Hecatomb
- Cadaverous Banket
- Bathos
- Retrogore
- Источник Болезни
- The Holocaust Incarnate
- Coffin Upon Coffin
- A Whore D’oeuvre Macabre
- Sanguine Verses (…Of Extirpation)
- Threadening On Vermillion Deception
- The Saw And The Carnage Done
Entombed A.D.:
- Bowels Of Earth
- Elimination
- Demon
- I For An Eye
- Chaos Breed
- Bourbon Nightmare
- Through The Eyes Of The Gods
- Stranger Aeons
- Torment Remains (BoE)
- Revel In Flesh
- Wolverine Blues
- Left Hand Path
- Fit For A King
- Supposed To Rot
Ein neues Album von Entombed A.D. zieht auch eine neue Tour nach sich. Und das nie alleine, sondern natürlich immer mit anderen Bands. Diesmal dabei: Baest und Aborted. Nur fünf Konzerte davon finden in Deutschland statt. Eins davon in Leipzig im Täubchenthal. Das kann man sich doch nicht entgehen lassen. Dachten leider gar nicht so viele Fans, denn ehrlich gesagt, hätten in die Location noch locker doppelt so viele Leute gepasst. Egal, der Spielfreude der Bands tut das keinen Abbruch. Nachdem ich die großartigen Baest leider aufgrund widriger Umstände verpasst habe, stieg ich somit erst bei Aborted ein.

Mit dem auf EP veröffentlichten Bathos und Retrogore, dem Titeltrack vom 2016er-Album geht es nahtlos weiter. Der nächste Brecher steigt dem Publikum mit Источник Болезни (The Origin Of Disease) auf die Brust. Danach geht es wieder in die Anfänge der Band: The Holocaust Incarnate von 2001 haut noch immer so rein wie vor 18 Jahren. Und was die Band mit dem danach gespielten, etwas neuerem und abwechslungsreichen Coffin Upon Coffin abzieht, dürfte selbst gestandenen Musikern im Death-Segment Respekt abnötigen. Noch einmal ein Track vom aktuellen Album Terrovision: A Whore D’oeuvre Macabre fügt den an makabren Wortspielen nicht armen Texten ein weiteres hinzu. Und so folgt ein Song mit Hochgeschwindigkeitsgeprügel auf den nächsten, begleitet von Sven de Caluwés extremen Grunz-, Keif- und Schreiexzessen. Da kommt keine Langeweile auf, Atempausen gibt es keine und Gefangene werden nicht gemacht. Doch langsam kommt der Auftritt zum Ende, es folgen noch drei Stücke, darunter zwei vom The Saw And The Carmage Done von 2003, dann wird dem Publikum eine Pause gegönnt. Ein großartiger Auftritt!

Anders als Aborted hat man brandneues Material im Gepäck und spielt daraus auch jede Menge. Natürlich ist die Setlist auch mit Klassikern aus der langen Bandgeschichte durchsetzt. Für zwei Konzertbesucherinnen jedoch nicht genug, sodass sie die Liste stibitzen und eigenhändig noch ein, zwei ihrer Meinung nach wichtige Tracks (darunter Damn Deal Done von 1997) einfach heimlich mit dazwischen schreiben, um sie danach wieder an ihren Platz auf den Bühnenboden neben dem Mikro zu kleben. Genützt hat es übrigens nichts. Die Band hält sich an den vereinbarten Spielplan. Der Gig beginnt gleich mit dem Titeltrack Bowels Of Earth. Gefolgt von Elimination. Der Formation sieht man die Spielfreude förmlich an. L-G stapft wie ein gut gelaunter Brummbär über die Bühne und growlt seine Lyrics zufrieden grinsend ins Mikro. Nico hingegen wie immer zurückhaltender. Dafür tobt sich das brasilianische Duo aus Guilherme und Cauê ausgiebig mit seinen Instrumenten auf der Bühne aus. Im Hintergrund mit seinem schelmischen Gesicht Olle als Herr der Drums. Nach den zwei neuen Songs, die sich nahtlos in die erwartbaren Genrebereiche einreihen, folgen mit Demon, I For An Eye und Chaos Breed ein paar ganz alte Songs aus der Entombed-Ära, mit denen man vergleichen kann und somit sieht, dass sie seitdem nichts verlernt haben. Das ist nicht nur Fan-Service, das ist auch die DNA der Band. Besonders knarziger Death Metal, angereichert mit Rock ‘n‘ Roll-Elementen und mit grummelnden Growls angereichert ist genau das, weswegen die Fans gekommen sind.
Mit Bourbon Nightmare dann eins der witzigsten Stücke des neuen Albums, denn hier stellt man dem Rumpel-Death noch für einige Takte eine Slide-Gitarre zur Seite. Danach Through The Eyes Of The Gods. Mit Stranger Aeons wird noch ein kurzer Schlenker zu ganz alten Zeiten vollzogen, ehe mit Torment Remains dann noch einmal zum aktuellen Album zurückgekehrt wird. Nun folgt ein ganzer Block mit so richtig alten Klassikern: Revel In Flesh, Wolverine Blues und Left Hand Path werden den glücklichen Fans um die Ohren gehauen, ehe Fit For A King die Auswahl an Titeln des aktuellen Albums beschließt.

























