Eric Fish im Interview während der Corona-Tour mit Fish & Friends

Ein Gespräch über die neue Scheibe, Subway To Sally und die aktuelle Situation

Artist: Eric Fish

Herkunft: Königs Wusterhausen, Deutschland

Genre: Mittelalter Rock, Folk Rock, Liedermacher, Rock (Akustik), Folk

Label: Esox Music Records

Links: https://ericfish.de/neuigkeiten
https://de-de.facebook.com/EricFishandFriends/?ref=page_internal

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre, Bouzouki, Cinco und Pipes – Eric Fish
Gitarre, Gesang und Harp – Rainer
Klavier – Gerit
Schlagwerk, Gesang – Friedemann

Im Rahmen der Gezeiten Tour unter Corona-Bedingungen ergab sich für Time For Metal die Möglichkeit zu einem Interview mit Eric Fish, dem Kopf von Subway To Sally, Liedermacher und aktuell mit Fish & Friends auf kleinen Konzerten zu sehen. So trafen wir uns vor seinem Konzert im Schroedingers Open Air in Hamburg (Klick).

Time For Metal / Jürgen:
Moin Eric, vielen Dank für deine Zeit. Ich hoffe, alle bei Subway To Sally sind okay und es gibt keine Probleme mit Viren.

Eric Fish:
Hallo, soweit alle okay, aber wir können leider nicht arbeiten, was zu anderen Problemen führt.

Time For Metal / Jürgen:
Wenn man ein Album wie Hey! veröffentlicht, wo es um die übertriebene Kommerzialisierung und die daraus resultierenden Folgen wie Umweltzerstörung und ähnliche Dinge geht und man bekommt mitgeteilt, dass man nicht systemrelevant ist, fühlt man sich dort nicht irgendwo vom System für dumm verkauft?

Eric Fish:
Das ist eine Tatsche, an der ich aktuell sehr zu knabbern habe. Kunst und Kultur scheint absolut keine Lobby zu haben. Unsere liebe Kulturministerin reist durch Berlin, weil sie Bürgermeisterin werden will, aber außer ein paar Lippenbekenntnissen kommt da gar nichts. In anderen Ländern funktioniert eine Unterstützung, z.B. in Kanada beschließt ein Parlament, dass Kunst & Kultur erhalten werden soll. Da gibt es sicher einige Abstufungen, aber die meisten Künstler in Kanada erhalten ein bedingungsloses Grundeinkommen. Wir sind ganz bestimmt nicht faul und versuchen einige Ansätze, aber die Möglichkeiten sind von staatlicher Seite arg begrenzt. Ich will das böse Wort „Berufsverbot“ nicht nehmen, sonst wird man schnell in die Schublade der Querdenker und Ähnliches gesteckt. De facto ist es aber so, dass wir unseren Beruf nicht ausüben können. Es geht irgendwo darum, dass man von der Politik Maßnahmen zur Unterstützung anstößt, z.B. die Radiosender dazu verpflichtet, 60 % Musiker aus Deutschland zu spielen, damit über die GEMA-Gebühren etwas bei den Künstlern ankommt, da allerdings querbeet und nicht nur ein Genre. Am Ende war Hey! schon fast prophetisch. Es ist ein Endzeitalbum und ganz so schlimm, wie wir es in manchen Songs beschrieben haben, ist es zum Glück noch nicht, aber wenn wir so weitermachen, sowohl umwelttechnisch als auch im Umgang miteinander bezüglich Wertschätzung oder Sinn für Gemeinschaft, dann denke ich, dass wir nicht mehr weit davon entfernt sind.

Time For Metal / Jürgen:
Das Land stellt sein Zauber aufs Spiel und seine Zauberer zur Disposition. Eine Aussage von Herbert Grönemeyer auf der AlarmstufeRot Demo am 09.09.2020 in Berlin. Wie stehen Subway To Sally dazu? In Extremo beteiligten sich z.B. an der AlarmstufeRot Demo in Berlin. Verfolgt ihr das? Wie ist deine Einschätzung zu den Ansätzen von AlarmstufeRot?

Eric Fish:
Ich bedaure, dass ich am 09.09. nicht da sein konnte. Es scheint die einzige Bewegung zu sein, welche aktiv für den Erhalt der Kultur eintritt und sich von anderen Demonstrierenden klar abhebt. Wir haben es hier mit einer homogenen Masse zu tun, ich kenne einige, die vor Ort waren. Wenn ein extrem intelligenter Mensch wie Herbert Grönemeyer gewonnen werden kann, den ich sehr schätze, gerade auch als intellektuellen Künstler, dann ist es wert, mit an dieser Sache zu arbeiten. Wenn ich beim nächsten Mal Zeit habe, werde ich auch vor Ort sein.

Time For Metal / Jürgen:
Du bist aktuell mit deiner zweiten Band auf Tour, Fish & Friends. Heute spielt ihr vor weniger als 100 Zuschauern. Kann man davon als Künstler leben?

Eric Fish:
Es ist gerade eine Krux – es ist eine Mischung aus Unsicherheit und einer gewissen Gewohnheit, dass man auf Konzerte verzichtet während der Pandemie. Dazu kommt eine Kurzfristigkeit, viele Dinge werden mit der heißen Nadel gestrickt. Drei Wochen Vorlauf ist einfach zu wenig für ein Konzert, da hat jeder an einem freien Wochenende andere Dinge geplant. Ich bin nicht total traurig, dass wir hier heute keine 100 Leute haben, aber eins ist klar – viel übrig bleibt da nicht. Die Fahrt von Berlin nach Hamburg heute werden wir wahrscheinlich mit einer schwarzen Null abschließen. Wir sind aber vor allem Musiker, wir sind dankbar dafür, dass es Läden wie das Schroedingers gibt, die uns wenigstens die Möglichkeit geben, ein neues Album auf die Straße zu bringen und sich ein wenig präsentieren zu können. Wenn das nicht wäre, dann würde die Band wahrscheinlich nicht mehr lange existieren. Meine Kollegen, die nicht Berufsmusiker sind, die müssen halt andere Jobs annehmen. Heute sind wir hier zu dritt. Rainer musste einen Job annehmen, darüber kann man traurig sein, aber dem Rainer ganz bestimmt nicht böse. Mit dem Geld, was er in den drei Wochen einnimmt, finanziert er sich zwei Monate. So ist es aktuell aber dennoch – lieber auf der Bühne stehen und spielen als nicht spielen. Für mich selbst in die Lage nicht so prekär, ich kann zur Not noch ganz kleine Konzerte zu meiner Malerei durchführen mit 50 Leuten, wo ich dann Musik zu den Bildern spiele. Damit kann ich dann noch halbwegs über die Runden kommen.

Time For Metal / Jürgen:
Ein Freund von dir, Malte Hoyer, ist so ein wenig der Vorreiter bezüglich Livemusik in Corona-Zeiten. Erst gab es Onlinekonzerte vs. Cash, dann Autokinokonzerte, gestern waren Versengold auf dem MPS bei einem Sitzplatzkonzert / Social Distancing Gig. Ist das auch etwas für Subway To Sally?

Eric Fish:
Ich beneide die Jungs von Versengold um ihren Enthusiasmus, ihre Energie und ihren Ideenreichtum. Da muss ich einfach den Hut ziehen. Die haben aber auch den Vorteil, dass die regional eng beisammen leben. Wir leben jedoch alle sehr dezentral, Ingo in Osnabrück, der kleine Simon in Bamberg, zwei sind in Potsdam, Alley in München, meine Person südwestlich von Berlin. Wir machen jede Woche unsere Meetings und arbeiten an einer neuen Scheibe, aber wir hocken uns nicht ins Wohnzimmer mit zwei Gitarren und zelebrieren mal eben einen Song, so sind Subway To Sally nicht. Selbst wenn wir eine Akustik-Tour machen, ist das ein halbes Jahr Vorbereitung. Versengold gehen einfach etwas mehr in die unterhaltsame Richtung, als wir es tun. Wir überlegen uns halt immer recht genau, was wir machen und wir planen eine große Onlineshow, mehr dazu im Laufe der nächsten Wochen.

Time For Metal / Jürgen:
Dann lass uns zu der aktuellen Musik kommen. Die meisten Leser kennen dich als Sänger von Subway To Sally. Dass du deine musikalischen Wurzeln als Liedermacher hast, weiß evtl. nicht jeder. Kannst du uns ein wenig an deiner musikalischen Entwicklung zu DDR-Zeiten teilhaben lassen? Du hast ja auch an einem Wettbewerb für Liedermacher 1988 teilgenommen und warst dort in der Endausscheidung.

Eric Fish:
Ja, also meine erste Berührung mit der Musik war mit 18 und meine Orientierung waren zunächst Leute wie Gerhard Schöne, Hannes Wader, Franz Josef Degenhardt, Herman Van Veen, also Musiker, die auf minimalistische Weise tolle Songs geschrieben haben. Gerade von den guten Texten bin ich infiziert worden, in jungen Jahren hatte ich überhaupt nicht die Fähigkeit, einen Text schreiben zu können. Ich habe es trotzdem probiert. Ich war mit der Gitarre auch noch nicht so fit, aber evtl. hatte ich das gewisse Etwas, was man als Frontmann am Ende benötigt, und konnte möglicherweise so die Jury beeindrucken. Ich hatte damals anfänglich auch eine Sängerin an meiner Seite, die hat sich jedoch leider das Leben genommen, ein paar Jahre später. Die hatte eine goldene Stimme, so ähnlich wie Johanna, der gemeinsame Klang der beiden Stimmer war dann schon etwas Besonderes. So hat es mich bis nach oben in die Endausscheidung des Wettbewerbs der DDR-Nachwuchsliedermacher gespült. Jedoch bekam ich dort auch das klare Stoppschild, eines der Jurymitglieder stand auf und sagte: „Hinsetzen, noch mal nachdenken und noch mal üben“ und er hatte vollkommen recht. Über die Verbindung Frau Schmitt, die damals auch in den Folk Kreisen unterwegs war, kam der Ruf von Subway To Sally und es ging mit dem Rock & Roll los. Ich habe 2001 wieder angefangen, Liedermacher Wege zu gehen. Ich war dann einfach 20 Jahre älter und das hat sich bezahlt gemacht bezüglich Texte und Instrumente. Es hatte nun alles eine gewisse Struktur und Klasse. Über unsere Releases haben wir uns auch immer weiter verbessern können, was die Art des Musizierens angeht genauso wie die Verbindung von Text und Musik, da bin ich mittlerweile sehr stolz drauf, dass dieses Projekt ein eigenes Gesicht bekommen hat. Es geht dabei überhaupt nicht um irgendwelche Effekthascherei, es ist auf ganz minimalistische Art und Weise instrumentiert und aufgenommen. Von den Reaktionen, welche wir bekommen, danken uns die Hörer diesen Ansatz. Es gibt ein kleines Klientel, was genauso so eine Musik benötigt.

Time For Metal / Jürgen:
Mit Gaia bewegst du dich auch auf der Gezeiten Scheibe mit dem Thema Umweltverschmutzung bzw. Klimaveränderung. Ist das ein Thema, was dich persönlich sehr berührt?

Eric Fish:
Dieser Song ist aus einer Bekanntschaft von vor ca. zwei Jahren entstanden. Ich habe da den Papst der regenerativen Landwirtschaft kennengelernt, der heißt Dietmar Näser und hat letzte Woche auch ein Buch Namens Regenerative Landwirtschaft. Bodenleben und Pflanzenstoffwechsel verstehen veröffentlicht. Mit dem Dietmar habe ich lange Abende an Feuern gesessen und mir seine absolut nachvollziehbaren Theorien und praktischen Erfahrungen angehört und bin wahnsinnig begeistert über die Ideen, dass wir unsere Erde, also der Untergrund, auf dem wir laufen, die Humusschicht, auf der alles wächst und gedeihen soll, was wir konsumieren, dass man die tatsächlich noch retten könnte. Aktuell ist der Humus am Sterben, es macht sich ein Unbehagen breit und ich glaube, dass die Menschen, die am Ende die Richtung des fahrenden Zuges bestimmen, zu losgelöst von der Realität sind. Wir werden im Grunde nicht von unserem Parlament regiert, sondern von den Lobbyisten, das macht mir Angst. Ich verstehe natürlich das System, zu DDR-Zeiten musste ich viel Marx und Engels lesen und da werden solche systemischen Vorgänge erklärt und sind so für mich nachvollziehbar. Das sehe ich jetzt, gerade in der jetzigen Zeit, noch krasser. Es ist ja nicht so, dass man sich hinsetzt und ein Lied zu einem bestimmten Thema schreibt. Das passiert mal, aber in der Regel ereilen dich solche Dinge, du erhältst eine Inspiration, hier durch den Dietmar und da hatte ich sofort das Wort Gaia im Kopf. Ich bin ein sehr naturverbundener Mensch, so sind dann Bilder entstanden, wie was wäre, wenn du nicht mehr barfuß gehen kannst über nasse Wiesen und den kühlen Sand. Ich glaube, genauso muss ein Liedermacher arbeiten, er muss Bilder zeichnen von der schönen Seite, aber auch wie es sein könnte, wenn wir nicht langsam mal anfangen umzudenken. So ist Gaia zu begründen und er beschreibt meine Befürchtungen.

Time For Metal / Jürgen:
Im Norden finde ich persönlich sehr gut, ein Loblied auf den Norden, wobei du eher den „richtigen Norden“ meinst und nicht das Tor zum Norden. Wie ist dein Hang für den eher rauen Norden entstanden?

Eric Fish:
Die erste Reise nach Skandinavien und ich war verloren. Zunächst bin ich primär nach Schweden, später dann nach Norwegen, da war ich jedes Jahr bis auf 2020 bisher und das wird auch nicht mehr passieren. Ich gehe meistens in Norwegen fischen, aber auch Bergwandern mit der Familie in der Natur. Das ist für mich ein Gefühl, als wenn ich dort hingehöre, ich fühle mich auf der einen Seite derart klein in Anbetracht der grandiosen Natur, ich finde dort Ruhe und spüre eine Verbundenheit zu der Natur, die mich auch wieder stärkt. Der Text ist nicht von mir, Bodenski hat den Text quasi für mich geschrieben. Island von der Hey! hat er auch mehr für mich geschrieben als für andere. Ich war kurz vorher auf Island und habe sehr über die Insel geschwärmt. Es ist ein tiefes, bewusstes wie auch unbewusstes Verbundensein mit dieser Gegend der Welt.

Time For Metal / Jürgen:
Aurora ist für mich auch eine Nummer, welche zu Subway To Sally passen würde. Wie ist der Track entstanden?

Eric Fish:
Wir haben alle vier das Album gemeinsam geschrieben, wir haben uns einkaserniert in einem befreundeten Club. Aurora hat allerdings bereits vorher existiert. Ich hatte den eigentlich für Bannkreis geschrieben, dort ist er aber nicht genommen worden, weil es 12 bessere Songs gab. Der war aber mein Baby und ist mir nie aus dem Kopf gegangen und so haben ihn wir auf eine andere Art und Weise interpretiert. Ich finde den aber auch inhaltlich passend, ich hatte auf dem eben erwähnten Islandbesuch das Glück, das Nordlicht sehen zu können, das war ein Schlüsselerlebnis in meinem Leben. Da merkst du eigentlich, wie unbedeutend du selbst bist und wie schön die Natur und du bist auf dem Weg, das alles zu verlieren. So hat Aurora auch meine Kollegen überzeugt, wir hatten 16 Tracks fertig und haben uns für Aurora entschieden.

Time For Metal / Jürgen:
Auf Gestrandet muss ich natürlich noch eingehen. Da heißt es: „Willkommen in der Wirklichkeit, des Menschen Natur ist nicht zum Teilen bereit“. Wann und wie sind die Lyrics zu der Nummer entstanden?

Eric Fish:
Der Text ist sehr gelungen, es hat was mit der Beobachtung zu tun, dass in harten Zeiten in manchen Menschen das Beste und in anderen Menschen das Schlechteste hervortritt. Ich hatte in der Anfangszeit der Krise das Gefühl, im heimatlichen Umfeld, wo man die Leute auch trifft und kennt, dass dort eher eine Art „ich behalte alles bei mir“ Einstellung vorherrscht, und halte alles zusammen. Das Gegenteil gab es genauso, wir haben eine große Solidarität der Fish Fans genossen, die uns über Monate geholfen haben. Gestrandet zielt darauf ab, dass eine gewisse Selbstlosigkeit in der jungen Generation kaum mehr zu beobachten ist. Es fängt an, dass man als junger Mensch, der ich nicht mehr bin, wie selbstverständlich aufsteht, wenn ein älterer Mensch kommt. Das sind so kleine Dinge, die ich vermisse und mich traurig machen. Evtl. sind die jüngeren Menschen auch zu sehr mit ihrem Telefon beschäftigt und sehen so andere Menschen gar nicht mehr, aber das entschuldigt ja nichts. Man kann schlussendlich noch weiter ausholen und sagen, dass es so viele Leute in unserem Land gibt, die so viel Geld haben, das die das gar nicht mehr ausgeben können. Die Schere geht immer weiter auseinander, da müsste man wieder an das Teilen appellieren. Es geht um die großen Konzerne und Bosse, also die wirklichen Kapitalisten, eine größere Bereitschaft der arbeitenden Ebene mehr zukommen zu lassen und fairer zu sein. Stattdessen werden bei Tönnies nur Leiharbeiter aus Rumänien eingesetzt, weil die für einen Hungerlohn arbeiten. Das meine ich mit Teilen.

Time For Metal / Jürgen:
Ein kurzer Blick noch in Richtung Zukunft. Mit Fish & Friends spielst du in diesem Jahr noch einige kleine Gigs unter Corona-Bedingungen. Subway To Sally sind – wenn alles gut läuft – für Frühjahr geplant. Wie ist deine Einschätzung für 2021? Ein normaler Konzertbetrieb ist wohl eher nicht zu erwarten, oder?

Eric Fish:
Ich sehe bis Ende des Sommers 2021 keine Konzerte mit viel mehr als 500 Menschen, das heißt für Subway To Sally keine Konzerte, auch keine Festivals, kein Wacken Open Air, keine Metal Cruise. Ich habe hier vor allem große Bedenken bzgl. unseres unbeweglichen Beamtenapparats. Da sitzen an bestimmten Stellen Menschen, die Angst haben, die falsche Entscheidung zu treffen. Was passiert mit einem Entscheider, der sagt „okay – wir hatten jetzt einen Monat keine Infektion im Kreis, macht euer Konzert mit 1000 Leuten“ und dann ist einer dabei, der infiziert ist. Dann hast du den Hotspot und der Entscheider wird in irgendeiner Form gemaßregelt. Ich glaube, dass dieses Denken vorherrscht. Wir hatten ein Konzert in der Burg Greifenstein mit Fish & Friends – das war in einem Kellergewölbe geplant, da war klar, das dort gar nichts geht. Da haben wir vorgeschlagen, dass wir den Gig vorverlegen in den September und wir machen ein Open Air daraus. Da ist eine wunderschöne Fläche vor der Burg. Wir haben alles organisiert, zwei weitere Bands eingeladen und wir hätten da ein wunderschönes Open Air veranstaltet. Zwei Wochen vorher gab es eine Lesung vor ca. 400 Menschen, welche ausverkauft war. Im Kreis Gießen sind dann zwei neue Infektionen aufgetaucht und der zuständige Amtsarzt hat unser Konzert rigoros untersagt. Das ist wenig nachvollziehbar und schürt bei mir und wohl bei den Zuschauern eine gewisse Wut, da man sich einfach verarscht vorkommt, weil die Gründe nicht transparent und nachvollziehbar sind. Am Ende entscheiden einige wenige über das Schicksal von vielen. Die sitzen halt an Stellen, wo die beruhigt jeden Monatsanfang auf ihr Konto schauen können.

Time For Metal / Jürgen:
Vielen Dank für deine Zeit, ich wünsche dir, allen bei Fish & Friends und Subway To Sally, deinen Familien und Freunden alles Gute für die anstehenden Monate, gesund bleiben und wir sehen uns dann hoffentlich an irgendeiner Bühne in 2021.

Eric Fish:
Danke dir, sehr schönes Interview und dir ebenfalls alles Gute und gesund bleiben.

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