Fortnight Circus – Artificial Memories

Viel Schall und Rauch

Artist: Fortnight Circus

Herkunft: München, Deutschland

Album: Artificial Memories

Spiellänge: 68:38 Minuten

Genre: Progressive Crossover

Release: 12.07.2019

Label: My Redemption Records,Cargo

Link: https://www.facebook.com/FortnightCircus/

Bandmitglieder:

Gesang – Salim
Bassgitarre – Geoffrey
Keyboard, Gesang, Synthesizer – Jakob
Schlagzeug – Nikki

Tracklist:

  1. Pandemonium (Overture)
  2. Taking Over The Game
  3.  Mirage
  4. A New Love
  5. The Tempted Long-Shot
  6. Song Of Broken Words
  7. Obey The Voice Within
  8. Daylight Shadow
  9. Lucid Nightmare
  10. Devil Inside
  11. Midnight Scar
  12. Absolute Zero
  13. Of Angels & Agony (Bonustrack)

Seit zehn Jahren vermischen die Münchner Progressive Crossover Musiker von Fortnight Circus ihren Sound mit Rap-Einlagen, basslastigen Gitarrenriffs und wilden Synthesizer-Klängen. Das Ergebnis: Eine dicke Suppe aus Limp Bizkit, Dream Theater oder Künstlern wie Linkin Park und Periphery. Modern grooven sie Artificial Memories ein. Das Studioalbum kommt auf über eine Stunde Spielzeit. Nach ihrem Debüt von vor drei Jahren der zweite Schlag auf die Ohren potenzieller Fans, die definitiv ein feines wie breites Gehör benötigen. Die progressiven Crossover Raps bleiben absolute Geschmackssache. Aus tiefen schweren Gewitterfronten taucht das Quintett in Nu Metal Gefilde der amerikanischen Schule, die um das Millennium für Furore sorgten. Eins kann man den Deutschen nicht vorwerfen – alle ihre geliebten Einflüsse ungezwungen in einen Topf werfen zu können und daraus sogar spannende mit Tiefen und Höhen versehene Kompositionen auf den Silberling zu pressen.

Wer Dream Theater Progressive Moves einmal in einem Synthesizer Feuerwerk erleben wollte, der kommt hier oft und gerne auf seine Kosten. Der Sprechgesang wiederum treibt einen tiefen Keil in den Fortnight Circus. Konfus trifft es nicht nur bei The Tempted Long-Shot. Hinter Artificial Memories steckt unglaublich viel Arbeit ein stimmiges Gesamtgebilde liefern zu können, und das machen Salim, Geoffrey, Jakob und Nikki. Rein objektiv bleibt ein Gefühl, das den Musikern Anerkennung zuspricht, nichtsdestotrotz muss man auch eine Zielgruppe erreichen und das wiederum dürfte das größte Problem für Fortnight Circus bleiben. Skurril, düster mit vielen Auswüchsen in alle Richtungen eine der unberechenbaren Scheiben des Jahres.

Fazit
Schwere Crossover Kost, die man erst mal servieren können muss. Die Süddeutschen gehen keinen einfachen Weg und dürften dafür auch viel Kritik ernten. Auf der anderen Seite agieren sie stets mutig, suchen Lücken im festgefahrenen Musikbusiness und hören nicht auf gute Ratschläge, nur um zwingend erfolgreich zu werden. Technisch haben alle vier unglaublich viel Potenzial - ob es für dieses Projekt reicht, darf man in der Zukunft beobachten. Was bleibt: Fortnight Circus vergisst man nicht sofort wieder, und genau da kann der Schlüssel zum Erfolg liegen.

Anspieltipps: The Tempted Long-Shot und Song Of Broken Words
René W.7
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