Frozen Skin – In This Dying World

“Sehr anstrengend“

Artist: Frozen Skin

Herkunft: Lörrach-Brombach, Deutschland

Album: In This Dying World

Spiellänge: 50:50 Minuten

Genre: Modern Metal

Release: 19.08.2016

Label: darkTunes Music Group

Link: https://www.facebook.com/frozenskin1 und http://frozenskin.com/

Bandmitglieder:

Gesang – Sandro Burkhardt
Leadgitarre – Dennis Weber
Rhythmusgitarre und Gesang – Manuel Schaffrinna
Bassgitarre – Fabian Käss
Schlagzeug – Raphael Singh

Tracklist:

  1. Intro
  2. Psychotic
  3. In This Dying World
  4. Shadow Of Society
  5. Rot In Peace
  6. No Escape
  7. Dark Paradise
  8. Face To Face
  9. Wie Ein Tier
  10. I Spit On Your Face
  11. Condemned Forever

Frozen Skin - In This Dying World

Die Anfang des Jahres 2012 gegründete Band Frozen Skin musste gleich in ihrer Anfangsphase einige Besetzungswechsel vornehmen, seit August 2012 steht aber das Gefüge, und im Jahr 2013 wurde das Debütalbum In This Dying World veröffentlicht. Nein, das ist kein Schreibfehler, denn jetzt wurde das Album auch in digitaler Form veröffentlicht, und zwar am 19.08. über darkTunes Music Group. Die von der Band auf ihrer Facebook-Seite genannten Einflüsse lesen sich ja schon mal sehr interessant, stehen doch da Bands wie Metallica, Pantera und Machine Head. Für die moderneren, leicht in Richtung Metalcore gehenden Einflüsse hat man dann noch Bands wie Trivium, As I Lay Dying oder Caliban genannt. Ob dieses Rezept zu einem schmackhaften Mahl führt?

Nach dem kurzen Intro zeigen Frozen Skin mit Psychotic gleich mal, wie sie die ungefähr fünfzigminütige Spielzeit ausfüllen wollen. Der Song kommt mit einer derben Mischung aus Thrash Metal und Metalcore daher und strotzt nur so vor Rhythmus- und Tempowechseln, für mich ist das fast schon zu viel. Dabei kann sich die Instrumentalfraktion allerdings gleich mal richtig austoben, der Gesang pendelt zwischen Shouts und Clean, wobei Sandro jetzt nicht der Sänger vor dem Herrn ist. Auch der Titeltrack In This Dying World geht nach diesem Schema vor, wobei sich hier jetzt noch ab und an eingestreute Growls dazugesellen. Um das Ganze gesangstechnisch zu komplettieren, kommt bei Shadow Of Society dann noch einmal Klargesang dazu, dieses Mal dürfte der allerdings von Manuel stammen. Auch in diesem Track wird überwiegend gnadenlos draufgeprügelt, es gibt auch einen sehr ruhigen Zwischenpart, der für mich allerdings ziemlich deplatziert wirkt. Bedrohlich wabernd klingt Rot In Peace zunächst aus den Boxen, wobei Frozen Skin hier dann einen schnelleren Zwischenpart gesetzt haben, der sich mir auch nicht wirklich erschließt.

So langsam ist dann auch jetzt schon meine Konzentration dahin, denn das Zuhören ist einfach nur anstrengend. Ich bin ja ein großer Fan des Progressive Metal, da sind Rhythmus- und Tempowechsel eher die Regel als die Ausnahme, aber hier folgen sie keinen Regeln, hemmen einfach nur den Fluss der Songs und reduzieren damit auch meinen Hörgenuss. Komplett von vorn bis hinten, wie für dieses Review, werde ich dieses Album in Zukunft jedenfalls eher nicht mehr hören, dazu ist es mir zu unruhig.

Einige Videos haben die Jungs von Frozen Skin schon veröffentlicht, den zum Song Wie Ein Tier findet Ihr hier:

Fazit: Ich freue mich ja zunächst mal, wenn "neue" Bands mal was anderes probieren und die alteingetretenen Pfade verlassen. Dabei kann man es aber auch sehr schnell übertreiben, und meiner Meinung nach sind Frozen Skin hier überambitioniert rangegangen. Phasenweise sind die Songs richtig gut, da kann man schön mitgrooven oder headbangen, aber dann kommt schon wieder der nächste Schwenk, und bevor man sich an das neue Tempo gewöhnt hat, schlagen Frozen Skin wie ein Hase auf der Flucht den nächsten Haken. Die Note wird auch sicherlich der Instrumentalfraktion nicht gerecht, denn die ist richtig gut, aber das Album insgesamt kann ich wirklich eher nicht empfehlen.

Anspieltipp: No Escape
Heike L.
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