Funeral Heaven / Plecto Aliquem Capite – Astral Mantras of Dyslexia

“Experiment misslungen!“

Artist: Funeral In Heaven / Plecto Aliquem Capite

Album: Astral Mantras Of Dyslexia (Split CD)

Spiellänge: 57:23 Minuten

Genre: Black Metal

Release: 25.02.2012

Label: Dunkelheit Produktionen

Link:

Klingt wie: Blasphemy, Stillhet

Bandmitglieder:

Funeral In Heaven

Gesang – Chathuranga Fonseka
Gitarre – Ayesh Perera
Gitarre – Rogger Schales
Gitarre – Joseph De Alwis (Session Member)
Gitarre/Bass – Naveen Jayawardena
Schlagzeug – Vinodh Perera

Plecto Aliquem Capite

Gesang – Buddhika
Gitarre/Violine – Nightmare
Schlagzeug – Kasun

Trackliste:

  1. Funeral In Heaven – Transmigrations into eternal submission (of altered consciousness)
  2. Funeral In Heaven – Bandhana (Gatahaththey kathaa wasthuwa)
  3. Funeral In Heaven – Buddhang Saranang – Thapas tribute
  4. Plecto Aliquem Capite – Lament
  5. Plecto Aliquem Capite – Stoned Guru Ramblings
  6. Plecto Aliquem Capite – Cemetary of the deep
  7. Plecto Aliquem Capite – Crestfallen: Immolating Shakthi

Funeral_In_Heaven-Astral_Mantras_Of_Dyslexia-Cover

Ab geht’s Richtung Indien auf eine Insel namens Sri Lanka, die nicht nur ein Urlaubsparadies ist, sondern auch harten Metal beherbergt. Zwei Black Metal-Bands stellen sich mit ihrer Interpretation des düsteren Genres vor. Funeral In Heaven und Plecto Aliquem Capite sind absolute Neulinge im Geschäft, die beide noch recht wenig vorzuweisen haben. Astral Mantras Of Dyslexia ist die erste Veröffentlichung, die internationales Publikum erreichen soll und den Bekanntheitsgrad erhöhen soll. Lassen wir uns überraschen, was das Debütwerk zu bieten hat.

Die Split-CD ist in zwei Teile gegliedert und Funeral In Heaven liefern Astral Mantras. Die Jungs steuern drei Songs bei, von denen zwei mit über zehn Minuten äußerst lang sind. Das Motto dürfte heißen: „Aus wenig mach viel“. Überraschend ist schon Transmigrations into eternal submission, denn dieser Song hat nichts mit Black Metal zu tun und ist eher traditionelle Musik mit typischen Orientklängen. Die Violine und ein Holzklopfinstrument sorgen für einen sphärischen Auftritt in ruhigem Tempo. Der zweite Titel bleibt genauso langsam und schleichend und man versucht wohl satanischen rituellen Black Metal zu machen. Der Gesang besteht aus dem stilistischen Scream und zusätzlich werden Soundeffekte eingespielt. Wert wird sehr auf die Klangwerkzeuge gelegt, denn gesanglich verzichtet man auf ausreichend Text. Auch hier findet sich die Violine, die ein fester Bestandteil ist. Wiederholendes Riffing und Monotonie sind ebenfalls Kennzeichen der Truppe und es gibt keine merklichen Höhepunkte.

Dass die Band aber nicht nur Schlafmusik macht, kann man in der Vielseitigkeit sehen. Mit dem letzten Track Buddhang Saranang – Thapas tribute sieht man, dass zumindest die Gitarristen mehr können als einfache Akkorde spielen. Der Song hört sich mehr nach Viking Metal an und ist von den dreien auch der Beste. Ein rauchiger Scream, der auch eher traditionell gehalten ist, wird benutzt und sorgt für Abwechslung. Die Band ist sichtlich bemüht, wandelfähig zu klingen und sticht so definitiv hervor.

Plecto Aliquem Capite verfolgen dasselbe Konzept und sind sehr traditionell angehaucht, denn die Violine und die typischen indischen Klänge werden als Einleitung genutzt. Stoned Guru Ramblings ist das komplette Gegenteil und ist mir einfach zu krass. Soundeffekte werden die ganze Zeit eingespielt und der Sänger kreischt als würde er abgestochen. Das ist grausig und hat mit Musik wenig zu tun. Sämtliche Tracks sind wirr und schräg. Die Gitarren dröhnen viel zu laut und das Gekreische da im Hintergrund ist einfach abschreckend. An dieser Stelle sollte man vielleicht die Empfehlung aussprechen, die Musik bleiben zu lassen.

Fazit: Die beiden Bands waren ein Experiment und sehr interessant für mich. Die erste Band hat ja noch halbwegs Dynamik und rote Fäden, während die zweite einfach nur übel ist. Black Metal ist wohl ein dehnbarer Begriff, denn zeitweise haben beide Darbietungen damit null zu tun. Gefallen hat mir beides nicht und meine Bewertung bezieht sich nur auf Funeral In Heaven, denn der zweiten Band würde ich keine Punkte geben. Anspieltipps: Transmigrations into eternal submission , Buddhang Saranang - Thapas tribute
Nadine S.
2.5
2.5
Podcast
Leise War Gestern... - Der Time For Metal Podcast
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