Generation Steel – The Eagle Will Rise

Ausbaufähiger, solider deutscher Heavy Metal

Artist: Generation Steel

Herkunft: Wetzlar, Deutschland

Album: The Eagle Will Rise

Spiellänge: 58:50 Minuten

Genre: Heavy Metal

Release: 22.01.2021

Label: Pure Steel Records

Links: https://www.generation-steel.de/
https://www.facebook.com/GenerationSteelOfficial

Produktion: Uwe Lulis (Accept)

Bandmitglieder:

Gesang – Rio Ullrich
Gitarre – Pascal Lorenz
Gitarre – Jack The Riffer
Bassgitarre – Michael Kaspar
Schlagzeug – Martin Winter

Tracklist:

  1. The Eagle Will Rise
  2. Invoke The Machine
  3. Generation Steel
  4. Warbringer
  5. Temple Of Malady
  6. Praying Mantis
  7. The Chariot
  8. Shadow In The Dark
  9. Soulmates
  10. On My Way
  11. The Wayward One
  12. Heaven’s Calling
  13. Alive

Wie schön, immer mehr sprechen von der stählernen Generation und meinen hiermit unzweifelhaft die rund um den Globus existierenden Jünger des Metal.

Das von Jack The Riffer (ex-Dead Man’s Hand und ex-Bullet Train) 2019 in Wetzlar gegründete Projekt Generation Steel bringt nun das Debütalbum The Eagle Will Rise via Pure Steel Records unters Volk. Komplettiert wird das Quintett durch Pascal Lorenz (ex-Oscura, ex-Corbian), Michael Kaspar (ex-Squealer) sowie Martin Winter und Rio Ullrich. Uwe Lulis, seines Zeichens Gitarrist bei Accept, hat das Album produziert.

Satte 13 Tracks mit einer runden Stunde Spieldauer knallen Generation Steel hier aufs Parkett. Und womit beglücken uns Generation Steel? Mit ehrlichem Heavy Metal, nicht mehr und nicht weniger. Heavy Metal, der seine Inspiration aus früheren Tagen bezieht. Man könnte es als Old School Metal bezeichnen, wenngleich ich diese Bezeichnung nicht immer zielführend und auch nicht wirklich erklärend empfinde.

Generation Steel verzichten in ihren Arrangements gänzlich auf modernere Genreeinflüsse innerhalb des Überbegriffs Metal. Insofern trifft der Begriff Old School hier den Nagel auf den Kopf. Solche Songstrukturen haben wir beginnend mit den 80er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts alle schon mal und von diversesten Bands jener Tage zu hören bekommen.

Gleichwohl darf ich feststellen, dass Generation Steel auf The Eagle Will Rise ihren eigenen Weg beschreiten und so zu einer eigenen Identität kommen. Die Songs warten mit Druck, viel Melodie und vor allem mit Ausdruck auf. Das Songwriting insgesamt gesehen ist flüssig, in sich logisch und zusammenhängend.

Mit Rio Ulrich haben Generation Steel unterdessen einen Sänger am Start, der es versteht, die Songs entsprechend zu modulieren. In der mittleren Range fühlt er sich am wohlsten, vermag dabei spielend leicht vom Cleangesang in die aggressive Modulation überzugehen. Die Melodie dabei immer fest im Fokus, wird Rio Ulrich somit zu einer wichtigen Institution bei Generation Steel. Nicht nur in Heaven’s Calling erinnert mich sein Gesang an Mark Osegueda von Death Angel.

Das Grundgerüst bildet zuvorderst die Rhythmusfraktion. Eigentlich unspektakulär, deshalb aber nicht weniger eindrücklich. Schnörkellos und auf Transparenz bedacht, verschmelzen die Gitarren, Bass und auch das Schlagzeug zu einer richtungsweisenden Einheit. Versehen mit Speed und dezenten Thrash Anleihen bietet das Album reichlich Abwechslung – anstatt schnödem Einheitsbrei.

Generation Steel – The Eagle Will Rise
Fazit
Ein Debütalbum, auf dem sich aufbauen lässt. Ich gehe davon aus, dass sich die musikalische Grundausrichtung in Zukunft noch weiter definieren wird. Mit der vorhandenen Power und der Fortführung der grundsätzlich melodiösen Ausrichtung sind Generation Steel indes gut beraten. Mal sehen, wie es für die Jungs weitergeht.

Anspieltipps: The Eagle Will Rise, Warbringer, Heaven’s Calling und Alive
Peter H.
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