Godsground – A Bewildered Mind

06.01.2023 – Stoner Rock –  Independent – 47:05 Minuten

Das deutsche Stoner Rock Zentrum liegt wohl in München. Vor ein paar Jahren hatte ich einmal die Münchener Dune Pilot als Vorband von Coven (mit der umwerfenden Jinx Dawson) im Das Bett in Frankfurt live gesehen. Ich war mächtig begeistert und durfte ein Review zu deren Platte Lucy machen. Etwa ein Jahr später waren es die Münchener Godsground, die als Support von Windhand an gleicher Eventstätte (hier kommt ihr zum Live-Review) fungierten. Auch hier war ich mächtig begeistert. Damals hatten sie mit Max einen neuen Sänger, der dort erst die zweite Show spielte.

Nun legen diese Münchener Stoner Rocker mit A Bewildered Mind ein neues Album vor, bei dem eben dieser Max das erste Mal bei den Aufnahmen der Band dabei ist. A Bewildered Mind ist nach The Golden Age (2016) und The Great Delusion (2018) bereits das dritte Album der Band. Daneben steht mit Mosquitoes noch eine EP.

A Bewildered Mind ist über die Bandcampseite als CD und Vinyl verfügbar. Ich selbst bevorzuge ja das Vinyl und würde den Fans anraten, das Vinyl schnell zu ordern, denn es sind insgesamt nur 280 Exemplare verfügbar. Sieben sehr starke Songs befinden sich auf dem Album. Diese sind zwischen vier und über neun Minuten lang. Gerade die langen Songs sind es, in denen die Instrumentalisten glänzen könnten.

Godsground, Das Bett Frankfurt 2019
Pic by Big Simonski

Auf A Bewildered Mind zeigen die Münchener, wieso sie im Stoner Genre ein kleiner Geheimtipp sind. Teilweise haben die Songs einen langen instrumentellen Part. Ich kann mich noch erinnern, dass Max bei längeren instrumentellen Parts komplett von der Bühne verschwunden ist, dann wieder raufkam und die Post so richtig abging. Ähnlich ist es auch auf A Bewildered Mind, wobei hier das Verhältnis zwischen genialen instrumentellen Parts und kraftvollem Gesang sehr gut austangiert ist. Ich hatte Max an den Voices ja schon sehr gut in Erinnerung, hier legt er aber nochmals eine Schippe drauf.

Die Münchener sind geniale Stoner, bei denen nicht nur die Post abgeht. Sie geben sich manchmal schwer und doomig, wie im Opener Drink Some More. Können allerdings auch groovig wie im direkt folgenden A Game Of Light oder auch dreckig/grungig wie im Song Into The Butter. Also, ganz schön geschmeidig die Münchener Godsground, würde ich abschließend mal sagen. Es fällt mir recht schwer, überhaupt einen der sieben Songs hervorzuheben, es ist hier doch alles Into The Butter.

HIER! geht es für weitere Informationen zu Godsground – A Bewildered Mind in unserem Time For Metal Release-Kalender.

Godsground – A Bewildered Mind
Juergen S.
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