Iron Spell - From the Grave - Cover Artwork

Iron Spell – From The Grave

Was passiert, wenn der FC Steelhammer und Raven loslegen?

Artist: Iron Spell

Herkunft: Santiago, Chile

Album: From The Grave

Genre: Heavy Metal, NWoTHM, U.S. Power Metal

Spiellänge: 40:45 Minuten

Release: 25.07.2025

Label: Dying Victims Productions

Link: https://dyingvictimsproductions.bandcamp.com/album/from-the-grave

Bandmitglieder:

Gesang – Merciless K.co
Schlagzeug – FC Steelhammer
Gitarre – Raven
Gitarre – Fire Jack
Bass – Ivlock

Tracklist:

  1. Curse Of The Ushers
  2. Sorceress
  3. Release From Darkness
  4. While Witches Dance
  5. Whispers Of Sorrow
  6. Devil King
  7. Deep In The Night
  8. Hot & Heavy
  9. From The Grave
  10. Children Of The Night
Iron Spell – From the Grave – Cover Artwork

Dass Metal in Südamerika eine größere Emotionalität auslöst, gibt es in Interviews mit den bekannten Szenegrößen immer wieder zu hören. In der Regel geht es um die intensive Atmosphäre auf den Konzerten und die Liebe der Fans zur Musik. Wer kennt nicht die Videos von Iron Maiden beim Rock In Rio? Folgerichtig produzieren immer mehr südamerikanische Undergroundbands Platten. Dabei ist das deutsche Perlensuchschiff Dying Victims Productions wieder einmal fündig geworden. Hyena aus Peru waren gerade auf dem diesjährigen Keep It True Festival. Mit Iron Spell aus Chile empfiehlt sich eine weitere Band aus Südamerika für einen Slot beim KIT oder HOA.

Dass die Fantasie der Musiker an der einen oder anderen Stelle etwas drüber ist, zeigt sich bei den Künstlernamen. FC Steelhammer an den Drums, Merciless K.co am Mikro und Raven an der Gitarre. Da kann eigentlich nix mehr schiefgehen.

Curse Of The Ushers brettert tatsächlich los, wie es zum Beispiel die Schweden Enforcer oder Ambush tun. Eingängiger Heavy Metal im Style der 80er -Jahre geht immer. Sorceress knüpft nahtlos an den Opener an, Releases From Darkness stampft in Richtung eingängigen Refrain, wo sich Sänger Merciless K.co an den Höhenlagen eines Rob Halford oder Todd Michael Hall versucht. Mit dem mehr als fünfminütigen While Witches Dance zeigen Iron Spell eine weit größere instrumentale Variabilität als zum Einstieg. Rein Instrumental gehalten, kann das Quartett eine echte Duftmarke setzen. In dem Style geht es mit Whispers Of Sorrow weiter, nur dass sich Merciless K.co zurückmeldet und die Combo eine Nummer kreiert, der alle Zutaten für die nächste Heavy-Metal-Party mitbringt. Die beiden Tracks passen perfekt zueinander und dürften für fliegende Haare beim nächsten Clubkonzert sorgen.

Egal ob der gradlinigere Devil King, der Headbanger Deep In The Night oder die namentliche Brücke zu Pretty Maids mit Black, Hot & Heavy: Iron Spell liefern eine runde Metalplatte, die förmlich danach schreit, in Europa auf Bühnen zu wollen. Der Schlusspunkt zieht sich über mehr als sechs Minuten mit Children Of The Night, wo Iron Spell nach US-Power-Metal der Marke Riot und Co. klingen und einen mehr als gelungenen Abschluss aufs Parkett legen.

Iron Spell – From The Grave
Fazit
Hier kommt eine Empfehlung für die Kutten und Spandexhosen dieser Welt. Iron Spell legen mit From The Grave ein erstklassiges Album auf den Tisch, das sich hinter den Szenegrößen der NWoTHM wie Ambush, Enforcer oder Skull Fist nicht verstecken muss. Der Unterschied gegenüber den Leadern liegt vor allem in der Produktion, die an der einen oder anderen Stelle ordentlich rumpelt, aber dafür sehr authentisch rüberkommt.

Wer keine Hochglanzpolitur auf seinen Platten benötigt und sich auf den bekannten Undergroundfestivals herumtreibt, sollte die neue Iron Spell unbedingt antesten. Hier zelebriert eine junge, hungrige Band aus Südamerika Heavy Metal mit Herz, Hirn und Melodie, aber ohne Reißbrettschablone oder Vorgaben eines großen Labels, sodass es das Prädikat sehr hörenswert gibt.

Anspieltipps: Children Of The Night, Whispers Of Sorrow und Deep In The Night
Franziska W.
9.5
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