Jahresabschlusskonzert am 02.12.2017 im Jugendzentrum Area51, Duisburg

“Jahresabschlusskonzert am 02.12.2017 im Jugendzentrum Area51, Duisburg“

Eventname: Rock@Area51

Bands: Way Too Far, We Scrape The Sky, Never Back Down, Gina Goes Wild

Ort:
Jugendzentrum Area51, Duisburg

Datum: 02.12.2017 (Einlass: 17:30 Uhr, Beginn: 18:00 Uhr)

Kosten: 5,00€ AK

Genres: Metalcore, Progressive Metalcore, Hardcore, Trancecore

Veranstalter: Jugendzentrum Area51 (https://www.facebook.com/jzarea51/)

Link: https://www.facebook.com/events/163868147538153/

 

 

Den Termin für die heutige Show hatte ich ja schon länger im Kalender stehen, aber beinahe wäre ich doch tatsächlich zu spät gekommen, denn dass eine Show schon um 18 Uhr beginnt, kommt ja doch eher selten vor. Gerade noch rechtzeitig fiel mir das aber zu Hause ein, und nach einem wahren Sprint, bei dem ich wohl auch sämtliche Radarkontrollen unterflogen habe, komme ich dann doch noch mehr als rechtzeitig am JuZ Area51 an. Dort sind zum einen Way Too Far noch beim Soundcheck, zum anderen will man noch mit dem Beginn warten, denn es sind erst sehr wenige Gäste eingetroffen. Na ja, besser so als andersrum, und so gibt es noch genug Gelegenheiten für kurze Gespräche.

Dann ist es aber so weit, die bereits erwähnten Way Too Far legen los. Ich muss ja gestehen, dass ich während dem Schreiben des Vorberichtes ziemlich skeptisch war, was da jetzt kommen mag, aber Pessimisten können ja nur positiv überrascht werden. So geht es mir jetzt auch, denn was Shouter Chris, der hauptsächlich vor der Bühne hin und her tigert, und seine Jungs da abliefern, ist mal ein amtliches Brett! Neben ihren eigenen Songs vom gerade mal vor ungefähr einem halben Jahr veröffentlichten Album My Way haben die Jungs auch eine Coverversion am Start, wobei ich jetzt mit Way Too Far die dritte Band erlebe, die den Song Killing In The Name von Rage Against The Machine sehr gelungen umsetzt. Nicht nur ich bin wohl dieser Meinung, die meisten im Publikum singen lautstark mit. Abgesehen von einigen technischen Problemchen, für die die Band ja nichts kann, ein sehr geiler Auftritt, der leider ratzfatz vorbei ist. Über die sofort einsetzenden „Zugabe“-Rufe sind Way Too Far augenscheinlich sehr erstaunt, legen aber natürlich gern noch nach 🙂

Way Too Far @ Area51 2017 12 02

Die Show von We Scrape The Sky startet mit einem kurzen aber sehr intensiven Stoß aus der Nebelmaschine, so dass man die Jungs erst mal nicht ansatzweise sieht sondern nur hört. Aus Köln-Bergheim nach Duisburg-Bergheim angereist, wie Shouter Kim gut gelaunt bemerkt, haben die Jungs ihre Debüt-EP Hate/Love im Gepäck. Wie schon Chris von Way Too Far ist Kim mehr vor als auf der Bühne unterwegs, und auch Gitarrist Leon macht sich mit seinem Instrument des Öfteren mal in Richtung Publikum auf. Der Metalcore, den die Jungs jetzt präsentieren, hat doch eine leicht progressive Schlagseite, was ich persönlich ja sehr mag, was aber nicht jedermanns Sache ist. So habe ich dann schon den Eindruck, dass We Scrape The Sky es heute leider recht schwer haben, den Funken zum Überspringen zu bringen. Bei mir war er schon vorher übergesprungen, nur beim Cover des Slipknot-Songs Duality kann ich mal nicht mithalten, denn Slipknot habe ich nie gehört. Mir persönlich beweisen We Scrape The Sky heute, dass sie durchaus mit den Bands mithalten können, die sie bislang „nur“ supportet haben. Um den Nachwuchs im Progressive Metalcore mache ich mir nach dieser Show noch weniger Sorgen, und We Scrape The Sky dürften noch für einigen Wirbel in der Szene sorgen.

We Scrape The Sky @ Area51 2017 12 02

Schon während diesen Auftritten hatte Daryl von Never Back Down fast schon im wortwörtlichen Sinne ungeduldig mit den Hufen gescharrt, aber jetzt dürfen er und seine Jungs endlich selbst auf die Bühne. Wie schon die Fronter der ersten beiden Bands und auch wie bei der Show von Never Back Down im Februar dieses Jahres an gleicher Stelle tigert auch Daryl auf der leider immer noch sehr freien Fläche vor der Bühne umher. An verschiedenen Shirts und Hoodies kann man es sehen, es sind doch einige Fans für die Band aus dem Kreis Heinsberg gekommen und lassen sich auch gern von Daryl das Mikro unter die Nase halten, um an seiner Stelle zu singen. Den dritten Geburtstag feiern Never Back Down heute, da gäbe es viele Geschichten zu erzählen, aber Daryl weiß, dass dafür heute nicht wirklich Zeit ist. Es gibt aber genug Zwangspausen, in denen z. B. Gitarrist Caner mit Panzertape versorgt werden muss oder Bassist Philipp seinen Gurt eigentlich kürzen wollte, das aber von Gitarrist Caner falsch verstanden wurde und der Gurt nach der Aktion dann länger als vorher ist 😀 Auch der erneute Auftritt von Chris (Way Too Far), mit dem Daryl einen Song gemeinsam singt, wird nicht angekündigt, dafür aber der letzte Track der Show, bei dem dann noch einmal gemeinsames Abfeiern angesagt ist.

Never Back Down @ Area51 2017 12 02

Wo viele Hände helfen, geht auch der letzte Umbau zügig vonstatten, wobei einige Utensilien von Gina Goes Wild schon von Anfang an auf der Bühne platziert waren. Eines der Rituale bei Shows von den fünf Jungs wird auch heute praktiziert, als Intro gibt es Insomnia von Faithless. Dann noch ein kurzer Stoß aus der Nebelmaschine, das Schwarzlicht leuchtet bereits und los geht es. Den Bass spielt heute Chris von Friend Or Enemy, der heute Tim vertritt und sich innerhalb kürzester Zeit die Songs von Gina Goes Wild reingekloppt hat. Respekt! Als einzige Band des Abends haben Gina Goes Wild weder mit technischen Problemen noch mit zu langen oder zu kurzen Gurten zu kämpfen, so hat man dann genug Zeit für launige Ansagen oder auch ein Gesangsbattle, bei dem das Publikum in zwei Gruppen aufgeteilt gegeneinander antreten muss, und bei dem es ein Shirt zu gewinnen gibt. Zum ersten Mal erlebt es Thomas, dass „sein“ Team gewinnt, da ist er natürlich stolz wie Oskar 😀 Das ist aber nicht die einzige Aktion, bei der wir als Besucher gefordert sind. Wer, wie ich, Gina Goes Wild schon öfters live erlebt hat, weiß, dass es auch sportlich wird, wenn sich zunächst alle hinknien müssen und dann auf Kommando aufspringen und nur noch wie blöde umherhüpfen. Wie textsicher Metalfans beim Cover vom ATC-Song Around The World (La La La La La) auch heute sind, erstaunt mich mittlerweile auch nicht mehr, wobei das dann auch schon der letzte Song des heutigen Abends ist. Die geforderte Zugabe gibt es dann leider nicht mehr, obwohl wir noch Zeit hätten. Da sich Chris aber für heute nur genau die Songs der Setliste reingeprügelt hatte – „nur“ ist gut – und man nicht einfach einen Song noch einmal spielen will, lehnen Gina Goes Wild dankend ab.

Gina Goes Wild @ Area51 2017 12 02

Schade eigentlich, mit den tollen Bands, die heute am Start waren, hätte es gern noch weiter gehen können. Wir müssen allerdings auch an die Anwohner denken, die sicherlich froh sind, dass jetzt Ruhe ist. Bei einem so frühen Beginn wie heute, ist dann nämlich tatsächlich schon um kurz vor 22 Uhr Feierabend. Da auch leider nicht mehr so viele Besucher anwesend sind, mache ich mich nach einigen kurzen Gesprächen auch auf den Heimweg. Dass ich an einem Samstagabend nach einer Show schon um 22:30 Uhr zu Hause bin, habe ich auch noch nicht erlebt. Aber in meinem Alter darf es dann gern auch noch das Sofa sein… 😀

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