King Goat – Debt Of Aeons

„Die Königsziege schlägt erneut zu und ergattert sich einen Platz im Stall des epischen Dooms“

Artist: King Goat

Herkunft: Brighton / Großbritannien

Album: Debt Of Aeons

Genre: Progressiv Doom Metal

Spiellänge: 48:04

Release: 20.04.2018

Label: Aural Music

Link: http://www.auralwebstore.com/shop/index.php?controller=search&orderby=position&orderway=desc&search_query=king+goat+debt&submit_search=

Bandmitglieder:

Bass – Reza
Drums – Jon
(lead) Guitars – Petros
(rhythm) Guitars – Joe
Vocals – Anthony ‘Trim’ Trimming

Tracklist:

1. Rapture
2. Eremite’s Rest
3. Debt Of Aeons
4. Psychasthenia
5. Doldrum Sentinels
6. – 0:42
7. On Dusty Avenues

 

Nachdem ich vor Kurzem schon das Re-Release des Erstlingswerkes der Engländer King Goat in den Händen halten konnte, habe ich nun das neue Werk von King Goat mit dem Titel Debt Of Aeons vor mir liegen. Das Erstlingswerk mit dem Titel Conduit war ja ein richtiges Sahnehäubchen. Wenn ihr euch das auch noch mal reinziehen wollt, dann könnt ihr das hier machen.

Nun aber zu dem neuen Longplayer der Briten King Goat aus Brighton, dem bekannten Seebad.

Wie das Re-Realease des Erstlings ebenfalls beim italienischen Label Aural Music erschienen, ist es ein mehr als würdiger Nachfolger.

Aural Music lässt sich auch diesmal nicht lumpen und veröffentlicht Debt Of Aeons als Digipack CD und auf limitierten Black Vinyl und Translucent Red/Orange Marble Vinyl. Beide Vinyls sind auf 250 Einheiten limitiert. Zusätzlich gibt es für den Sammler noch eine auf 25 Stück limitierte Die Hard Wood Box CD. Diese enthält folgende Goodies: Digipack CD wrapped in wax sealed paper envelope, Horizontal A2 full color Poster (42×60 cm), Square A5 cards signed by the band, Distressed piece of parchment wax sealed to the inner lid customized with name of the owner.

King Goat machen natürlich weiter, da wo sie begonnen haben. Also gibt es auf Debt Of Aoens wieder epischen Doom mit einem gehörigen Schuss progressiven Elementen, die aus meiner Sicht beim neuen Werk einen etwas höheren Anteil haben als beim ersten Album.
Hervor sticht erneut Frontmann und Sänger Anthony ‘Trim’ Trimming. Er beherrscht den Spagat zwischen den hohen epischen Parts und den tiefen höllischen Growls vorzüglich. Der Band ist die düstere Unbefangenheit geblieben, die sie bereits bei Conduit gezeigt hat. Dieses düstere Stimmungsbild wird wahrlich theatralisch in Szene gesetzt.

Debt Of Aeons bietet uns spannungsgeladenen und abwechslungsreichen Doom. Es gibt klassischen, schweren und epischen Doom in der Grundsequenz. Diese Grundsequenz wird aber gerne immer mal wieder progressiv, spacig und psychedelisch angereichert. Ich hatte bereits gesagt: King Goat setzen das fort, was sie im ersten Album begonnen haben.

Auf die einzelnen Songs will ich jetzt nicht eingehen, das hatte ich vor Kurzem beim Vorgänger Conduit gemacht. Exemplarisch für die Songstrukturen möchte ich an dieser Stelle den Titelsong Debt Of Aoens herausstellen. Dieser plätschert zunächst nur langsam und melancholisch vor sich hin. Die Gitarren spielen vor sich hin. Nach kurzer Zeit gesellt sich die Stimme von Anthony ‘Trim’ Trimming hinzu. Zunächst nicht unbedingt bewegend, nur erzählend. Plötzlich wird die Stimme anklagender, die Gitarren machen dieses Wechselspiel mit und werden auch prägnanter. Es wird doomlastiger, aber noch progressiv gestimmt. In der Mitte ein kurzer Break, die Stimmung fällt ab, baut sich erneut auf und wird schwerer. Auch die Gitarrenriffs. Die Stimme wird klagender und vorwurfsvoller. Diese Szenerie entwickelt sich bis zum dramatisch Theatralischen hin und endet mit einem Aufschrei der Verzweiflung.

Herausragend ist aus meiner Sicht der Song Doldrum Sentinels, der bereits mächtig schwer beginnt und sich mit aller Gewalt zu einem wirklich epischen Stück entwickelt. Das Wechselspiel von Anthony ‘Trim’ Trimmings hohen und tiefen Voices ist faszinierend. Stillere und sanftere progressive Passagen unterbrechen die schwere Stimmung, können sie jedoch nicht auflösen. Mächtiger und brutaler kommt der Doom zurück. Anthony ‘Trim’ Trimming keift und growlt wie ein Wahnsinniger. Auch er kann den Untergang nicht abwenden. Beeindruckende 7 Minuten progressiver epischer Doom.

Fazit: Das zweite Album der britischen Doom Metal Band King Goat kann in voller Breite überzeugen. Wieder tolles Songwriting und Arrangements in bester Doommentalität. Jetzt natürlich keine Überraschung mehr, da ich bereits das Erstlingswerk vor nicht geraumer Zeit rezensiert habe. Die Königsziegen haben sich damit bereits einen Platz im Stall des epischen Dooms ergattert. Ich hoffe doch, dass sie bald auch mal nach Deutschland kommen und ihr neues Album promoten. Da bin ich dann auf jeden Fall direkt live dabei!

Anspieltipps: Eremite’s Rest, Debt Of Aeons, Doldrum Sentinels
Juergen S.
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