”Ungewöhnliche Band – ungewöhnliche Show”

Band: Knorkator

Location: Live Music Hall, Lichtstraße 30, 50825 Köln

Homepage: http://livemusichall.de/

Datum: 08.03.2014

Einlass: 18:30 Uhr / Konzertbeginn: 19:30 Uhr

Kosten: VVK: 33,40 €

Besucher: ca. 1.500

Veranstalter: Rosenheim Rocks (http://rosenheim-rocks.com/)

Setlist:

  1. Hymne
  2. Schwanzlich willkommen
  3. Ding inne Schnauze
  4. Schüchtern
  5. Mich verfolgt meine eigene Scheiße
  6. Zoo
  7. Fortschritt
  8. Geld
  9. Wenn mir einer was will
  10. Alter Mann
  11. Refräng
  12. Du nich
  13. Ich hasse Musik
  14. L
  15. Konrad
  16. Breaking the Law (Judas Priest-Cover)
  17. Schmutzfink
  18. Der Werwurm
  19. Eigentum
  20. Der ultimative Mann
  21. Weg nach unten
  22. Wir werden alle sterben

    Zugabe:

  23. Absolution
  24. Böse
  25. Für meine Fans
  26. Ma Baker (Boney M.-Cover)

Nachdem Knorkator, Deutschlands meiste Band der Welt, am 17.01.2014 ihr Album We Want Mohr (Review: Hier) veröffentlicht haben, haben sie ab Ende Januar 2014 mit ihrer Tour in Deutschland, Österreich und der Schweiz begonnen. Auch in Köln machen die fünf Berliner Halt, sodass wir am heutigen Samstag, den 08.03.2014, in die Rheinmetropole reisen. Wie auch bei den letzten Konzerten (die anscheinend immer nur in Köln stattfinden) ist es kein weiter Weg, aber dennoch gestaltet sich die Parkplatzsuche vor Ort ein wenig schwierig. So muss man zwischen Leuten, die einem permanent die Vorfahrt nehmen und denjenigen, die zwei Parkplätze auf einmal belegen, schauen, wo man bleibt. Nach viertelstündiger Suche entscheiden wir uns, der Einfachheit halber bei der Burger Manufaktur unseres Vertrauens zu parken und den Rest zu Fuß zu gehen. Betrachtet man die umliegenden leerstehenden Grundstücke, liegt die Geschäftsidee eines Time For Metal-Parkhauses doch recht nah.

An der Live Music Hall angekommen, hören wir bereits die vertrauten Knorkator-Klänge. Das ist natürlich der Nachteil, wenn eine Band ohne Vorband auftritt. Aber überraschend ist das bei dieser ungewöhnlichen Gruppe auch nicht wirklich. Wir nehmen also die Beine in die Hand und begeben uns schnellstmöglich in die Location, die schon mehr als gut gefüllt ist. Nachdem wir einen einigermaßen guten Platz gefunden haben, stellen wir fest, dass wir leider die ersten drei Songs verpasst haben und der Abend für uns somit mit Schüchtern beginnt. Gar nicht schüchtern ist das, was Knorkator hier auf der Bühne bringen. Sänger Stumpen (Gero Ivers) hüpft wie wild in seinem Latexhöschen (ja, das ist das Einzige, was er an diesem Abend trägt) über die Bühne und als Zuschauer fragt man sich, woher er die Energie nimmt, denn seiner gesanglichen Leistung tut das Rumgehampel keinen Abbruch. Das Publikum ist bereits zu diesem frühen Zeitpunkt mehr als aufgeheizt, das Bier fließt unentwegt und die Luft scheint beinahe zu brennen. Die Ansprachen Stumpens an die Kölner Meute fallen da auf fruchtbaren Boden. So wird auf seine Anweisung sogar ein Crowdsurfer zu Boden gebracht („Lasst die Scheiße fallen!„, ist hierzu Gero Ivers Aussage), mitgesungen, mitgehampelt und einfach nur gefeiert.

Unterstützung erhalten die Berliner auf ihrer Tour im Übrigen von Gitarristin Jen Majura, die nicht nur optisch ein gutes Bild macht, sondern auch durch ihre Leistung an der Gitarre und einen kleinen gesanglichen Einsatz bei Wir Werden Alle Sterben brilliert.

Das (mittlerweile) Sextett rockt sich durch den Abend und wir sind genau wie auf dem Wacken 2011 begeistert, dass eine Band live so eine Stimmung und musikalische Leistung rüberbringen kann. Wenn jemand so klingt wie auf Platte, dann sind es Knorkator. Besonders Songs wie Mich Verfolgt Meine Eigene Scheiße, Alter Mann, Refräng, Du Nich, Der Werwurm, Der Ultimative Mann, Wir Werden Alle Sterben und Ma Baker werden frenetisch gefeiert. Leider merkt man im weiteren Verlauf des Abends, dass der übermäßige Bierkonsum einigen doch sehr zu schaffen macht. Neben mehreren Personen, die durch ihre Freunde nach draußen eskortiert werden, fallen leider auch einige durch unangenehme Aktionen wie Torkeln und halbvolle Bierbecher werfen auf und machen es für die Umstehenden schwer, sich auf das Konzert ihrer Lieblingsband zu fokussieren.

Fazit: Alles in allem ein gelungener Abend mit einer wirklich außergewöhnlichen Band. Knorkator machen stets Laune und liefern eine grandiose Show, an der es auch musikalisch nichts auszusetzen gibt. Auch wenn es im Publikum einige Leute gab, die es mit dem Alkohol maßlos übertrieben haben, so würden wir dieses Konzert dennoch immer und immer wieder besuchen.

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