Event: Bleeding The Stars Tour 2020, Nachholkonzert
Band: Lacrimas Profundere
Ort: HeadCrash Hamburg
Datum: 14.10.2021
Kosten: 23,80 Euro VVK, 25,00 Euro AK
Genre: Gothic Rock, Dark Rock
Besucher: ca. 200
Veranstalter: No Cut & Devils At Work
Link: http://www.lacrimas.com/
Setliste:
- Intro
- A Pearl
- Like Screams In Empty Halls
- Dead To Me
- Her Occasion Of Sin
- Celestite Woman
- My Release in Pain
- Again It’s Over
- Be Mine In Tears
- Antiadore
- Mother Of Doom
- Intro 2
- Awake
- My Velvet Little Darkness
- The Letter
- Kingdom Solicitude
- To Bleed Or Not To Be
- Remeberance Song
- A Sigh
- Secrets
Zugabe:
- Hope Is Here/One Hopes Evening
- Ave End
- Father Of Fate
Heute findet im Hamburger HeadCrash der Nachholtermin von Lacrimas Profunderes Bleeding The Stars Tour 2020 statt. Eigentlich hätte dieses Event am 18. April des vergangenen Jahres stattfinden sollen, aber aus bekannten Gründen wurde das verlegt. Letztes Jahr hätten noch die Berliner Null Positiv als Support dabei sein sollen, dieses Jahr fällt das leider aus. Somit sind Lacrimas Profundere gefordert, den Abend alleine zu gestalten, was aber bei ihrem Repertoire kein Problem darstellen sollte. Der Einlass in die nahe zur Reeperbahn liegenden Location ist problemlos und auch die Gästeliste findet uns. Die 2G-Regel wird am Einlass schnell kontrolliert und dann geht es in den im ersten Stock liegenden Club. Rechter Hand, direkt neben der großen Theke ist das Merch aufgebaut und es gibt neben Shirts und CDs auch die aktuelle Platte Bleeding The Stars als Vinyl-Ausgabe. Die Vorfreude ist groß, denn das verspricht noch ein Autogramm auf die Platte, da die Musiker in der Regel nach dem Konzert den Kontakt zu den Fans suchen. Leider ein Trugschluss, wie sich erst später herausstellt. Die Location ist um kurz nach 19:30 Uhr mit ca. 50 Zuschauern nur mäßig gefüllt. Schnell ein paar Kontakte geknüpft, denn ich habe ja keine Eintrittskarte und die hätte ich als Erinnerung schon gern. Das klappt wider Erwarten gut und Jessica (noch mal vielen lieben Dank) überlässt mir ihre. Nun heißt es noch etwas warten.

Dann irgendwann ist Julian verschwunden. Ein kurzer Blick zeigt, dass er sich mitten in den Raum begeben hat und dort weiter performt. Sein Bewegungsdrang ist ungebrochen und das könnte man schon hyperaktiv nennen. Seine Ausflüge kennt man schon von anderen Auftritten, denn auch da wird gern mal von der Bühne gesprungen und im Graben weitergemacht. Aber dieses Performen tut der Band gut und dürfte mit zum Erfolg beitragen. Die Zeit scheint dahinzufliegen. Mother Of Doom, Awake oder My Little Darkness werden gespielt. Für Fotografen ist es eine Herausforderung, denn das ab und an mal aufblendende frontale Weißlicht kommt unberechenbar. Trotzdem gelingen ein paar ordentliche Pics. Aber das Wichtigste ist hier die Möglichkeit, unbesorgt und frei einem Konzert beiwohnen zu können. Dies spiegelt sich auch in den Gesichtern der in den ersten Reihen stehende Gäste wider, die ihre Band hier abfeiern. So soll ein Konzert sein.

Das war ein tolles Event und alle Anwesenden sind sich einig, dass es Zeit wurde und heute einfach nur geil war. Wenn man erst mal lange Monate solche Möglichkeiten nicht hatte, dann weiß man eigentlich erst, was gefehlt hat. Tja, der Rest ist dann schnell erzählt. Das Warten auf die Band war erfolglos, denn die sind nicht mehr erschienen. Aus welchen Gründen, ist nicht ganz klar, aber ggf. wollte man jedem Risiko aus dem Weg gehen, was in Anbetracht des durch die Menschen tobenden Julian nicht ganz nachvollziehbar ist. Aber nun gut, es war trotzdem ein tolles Konzert und die Möglichkeit, die Band in der Zukunft mal wieder persönlich zu treffen, ist ja nicht als gering einzustufen. Somit gibt es ein neues Ziel, die LP irgendwo signieren zu lassen. Das HeadCrash hat sich als gute Wahl herausgestellt, denn durch die nicht so riesige Kapazität war es richtig gut gefüllt. Dazu kommen moderate Preise, ein netter Barkeeper und das Entdecken eines neuen Getränkes – aber dazu an andere Stelle mehr.




















