Lucifer Star Machine – The Devil’s Breath

Ehrlicher Punk 'n' Roll made in Hamburg

Artist: Lucifer Star Machine

Herkunft: Hamburg, Deutschland

Album: The Devil’s Breath

Spiellänge: 42:42 Minuten

Genre: High-Octane Rock ’n‘ Roll

Release: 03.04.2020

Label: The Sign Records

Links: https://www.luciferstarmachine.com
https://www.facebook.com/luciferstarmachine

Bandmitglieder:

Gesang – Tor Abyss
Gitarre – Mickey Necro
Gitarre – Marshall Speed
Bass – Benny Zin
Schlagzeug – Jay Impact

Tracklist:

  1. The Void
  2. Dwell In Misery
  3. Cruel Hearts
  4. Baby, When You Cry
  5. The Night Is Young
  6. Eat Dust
  7. A Touch Of Death
  8. El Camino Real
  9. Pretender
  10. Evil Blood
  11. Midnight Crawler
  12. Your Love Remains
  13. Devil’s Breath

Die Wahl-Hamburger von Lucifer Star Machine sind zurück!
Hatten die „Hoch-Oktan-Rocker“ seit ihrem Wechsel von London nach Hamburg, verbunden mit Personalwechsel Schwierigkeiten Fuß zu fassen, dürfte dieses nun überwunden sein. Ihr Rock ’n‘ Roll, geprägt von einem großen Schluck Punk, einer Handvoll Hardcore und eine Prise Classic Rock, schlägt mit dem nunmehr ersten „deutschen“ Full-Lenght-Album ein. Gab es in England bereits drei Alben, kamen nach der Rückkehr von Gründer und Bandleader Tor Abyss nach Hamburg 2014 nur eine Wiederveröffentlichung, eine EP und zwei Singles. Zeigte sich der Spagat zwischen London und Hamburg schwierig, startet Tor mit einer nunmehr rein deutschen Besetzung neu.

Aufmerksam wurde ein breiteres Publikum bei ihrem Auftritt auf dem Wacken Open Air 2019. Von dort an ging die Reunion bergauf und mündet nun in dieser Langrille bei dem schwedischen Label The Sign Records.

So richtig international wird es dann mit dem Cover-Designer. Der polnische Künstler Łukasz Jaszak hat einen Vintage-Horror-Magazin-Look für das Cover entworfen, bei dessen Anblick ich tatsächlich an meine alten 70er Jahre LPs im Schrank denken musste. Benutzt, abgegriffen, angestoßen – aber teuflisch gut.
Genug geschwafelt, was steckt unter dem Cover?
Ein Straight-Shooting-Rekord mit dreizehn Tracks. So richtig kann ich die Platte gar nicht einordnen. Elemente von Motörhead, Ramones, Social Distortion, Volbeat aber auch Turbonegro lassen sich nicht verleugnen. Der Ankündigung nach habe ich einen exzessiven High-Speed-Rock erwartet. Nun klingt ein zwar nicht innovatives aber musikalisch abgerundetes Album aus meinen Boxen. Die meisten Songs sind in einem gefälligen Tempo und lassen automatisch die Körperteile wie Fuß und Kopf bewegen. Das wohl schnellste Lied der Platte ist auch gleichzeitig mein Highlight. Der Opener The Void machte schon bei der Videoveröffentlichung Lust auf mehr, sodass ich mit dem Tempo des Restes zwar nicht enttäuscht bin, aber doch mehr erwartet hatte. Radiotauglich sind mehrere Stücke des Albums, aber El Camino Real sei hier mal hervorgehoben. Der Song ist stilistisch einfach anders und klingt wie frisch und frech aus einem James-Bond-Film geklaut. Your Love Remains am Ende der Scheibe schaltet dann wieder einen Gang rauf.

Die Scheibe ist kein Überflieger aber sauberer, ehrlicher Rock ’n‘ Roll made in Hamburg. Durchgängig guter, abwechslungsreicher Rock – und das ist heute bei Weitem nicht mehr selbstverständlich!

Die CD wird als Digipak mit Broschüre geliefert. Interessant für Sammler und Fans sind allerdings die Vinyl-Ausgaben. Die normale LP ist in schwarzem und sehr limitiertem farbigem Vinyl (rot und gelb) erhältlich. Die Deluxe-Vinyl-Version wird mit Gatefold-Hülle, lila Frontabdeckung, rot / gelbem Splatter-Vinyl und zusätzlichen Kunstwerken geliefert. Die Ausgabe ist limitiert auf 500 Exemplare. Bestellen könnt ihr direkt auf deren Homepage: https://www.luciferstarmachine.com/shop

Lucifer Star Machine – The Devil’s Breath
Fazit
Melodiöser Party-Rock 'n' Roll mit Härtegrad. Alltagstauglicher Gebrauchsrock. Eine der Überraschungen des Jahres.

Anspieltipps: The Void, El Camino Real und Your Love Remains
Norbert C.
8.5
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