Machine Head am 05.10.2019 in der Sick Arena in Freiburg

Über drei Stunden begeistern die Amis auf ihrer Burn My Eyes Jubiläumstour

Event: Burn My Eyes – 25th Anniversary Tour 2019

Band: Machine Head

Ort: Sick Arena, Neuer Messplatz 1, 79108 Freiburg im Breisgau

Datum: 05.10.2019

Kosten: 49,25 € VVK / 50,00 € AK

Genre: Thrash Metal, Groove Metal, Neo Thrash, Heavy Metal, Nu Metal

Veranstalter: Vaddi Concerts GmbH https://www.vaddi-concerts.de

Link: https://www.facebook.com/events/395517034337655/

Freiburg im Breisgau gilt nicht als das Mekka im Bereich Metalkonzerte, Underground Konzerte finden zwar statt, werden aber mehr schlecht als recht besucht. Die großen Giganten des Genres lassen sich eher selten an der Dreisam sehen, wer die großen Bands sehen will, der muss sich schon nach Stuttgart, oder in die Schweiz nach Pratteln oder Zürich begeben. Ab und an finden aber auch mal Bands wie die Scorpions, Iron Maiden oder Judas Priest den Weg nach Südbaden, oder aber so wie heute, Machine Head.

Es war die Meldung des Monats März: Die 1991 gegründeten Metalgiganten Machine Head kündigten anlässlich ihres 1994 veröffentlichten Meilensteins Burn My Eyes eine große Jubiläumstour an. Das Album gilt bis heute bei vielen Fans als das beste Album der Band und ist das Vorzeigealbum des damals angesagten Groove Metal. Die Band kündigte an, das Album in Fast-Originalbesetzung komplett auf die Bühne zu bringen.

Als ich gegen 18:00 Uhr an der Freiburger Messe ankomme, ist noch nicht allzu viel los, zwar stehen schon etwa 200 Fans am Einlass an, doch ist das kein Vergleich zu ähnlich gearteten Konzerten hier. Auch als sich dann pünktlich um 19:00 Uhr die Tore öffnen, hat sich das Bild nicht wesentlich verändert. Machine Head treten heute bei ihrer Burn My Eyes Jubiläumsshow ohne Support-Act an und so werden die Amis wieder einmal ordentlich auffahren. Bis es um 20:00 Uhr dann losgeht, füllt sich die Messehalle dann aber doch noch ziemlich gut, etwa 3000 Metalheads versammeln sich vor der Bühne, als Ozzy`s Diary Of A Madman als Intro aus den Boxen dröhnt. Bevor man uns in den Fotograben lässt, gibt es noch die üblichen Vorgaben mit auf den Weg, Three Songs, No Flash.

Die Band, bestehend aus Mastermind und Bandgründer Rob Flynn (Vocals, Guitar), Waclaw „Vogg“ Kieltyka (Guitar), Jared MacEachern (Bass) und Matt Alston (Drums), betritt dann um kurz nach 20:00 Uhr die Bühne und steigt mit Imperium vom Through The Ashes Of Empires Album aus 2003 ihr ihr Set ein. Nein, die Nummer stammt natürlich nicht vom Burn My Eyes Album, doch offenbar beginnt man den Abend mit einem Best Of-Programm, denn es folgen Take My Scars aus 1997 und Now We Die aus 2014. Während der ersten Songs ist das Licht leider nicht besonders gut, überwiegend etwas blaues Licht und viel Nebel. Das Publikum stört all das aber wenig und so herrscht von Beginn an eine Bombenstimmung, trotzdem lässt Frontmann Rob Flynn nichts unversucht, um das Publikum immer weiter mitzureißen. Für uns heißt es nun, Kamera abgeben, oder gehen. Die Show geht währenddessen weiter mit Beautiful Mourning und prompt wird ab der vierten Nummer auch eine gigantische Lichtshow aufgefahren, die auf die einzelnen Songs abgestimmt ist. Auch über die späteren Feuerfontänen auf dem ein oder anderen Foto hätten wir uns gefreut, doch all das bleibt während der ersten Nummern Fehlanzeige und wird erst später aufgeführt. Ebenso gigantisch ist dann auch das weitere Best Of-Programm, bei dem sich eine Knallernummer an die andere reiht: Bulldozer, Aesthetics Of Hate, Darkness Within, Catharsis, bevor der erste, über zweistündige Block mit Is There Anybody Out There? und Halo zu Ende geht.

Nach gut zweieinhalb Stunden heißt es dann, Bäumchen wechsel dich, Gitarrist Vogg Kieltyka wird gegen Logan Mader ausgetauscht und Drummer Matt Alston gegen Chris Kontos. Damit stehen nun zwei Drittel der Burn My Eyes Besetzung auf der Bühne, nur Adam Duce am Bass fehlt. Dass es mit der Übernummer Davidian in das Burn My Eyes Album geht, erklärt sich fast von selbst und nun rasten die Fans endgültig aus. Wie vorab versprochen wird nun das gesamte erste Album von 1994 auf die Bühne gebracht und jeder, wirklich jeder Song wird von den Fans frenetisch gefeiert. Letztendlich bedienen uns Machine Head etwas über drei Stunden und lassen kaum Wünsche offen.

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