Nach der ersten Demo From Hell haben die Kanadier Maule im Januar ihr gleichnamiges Debüt über Gates Of Hell Records veröffentlicht. Neun Songs sollen auch nach neun Monaten noch in den Ohren klingeln. Das Konzept dafür ist recht simpel. Die alte Schule ins große NWOBHM und Speed Metal Haifischbecken geworfen, dazu thrashige Elemente serviert und fertig ist die 38 Minuten lange Sause. Bei uns im Norden würde man jetzt ganz locker fragen: „Butter bei die Fische, taugt Maule was?“ Die schnelle Antwort lautet ja, auch wenn das Quartett in wirklich sehr überfischten Teichen auf den großen Fang hofft. Der bleibt ohne Zweifel ohne Überraschung aus. Nach den ersten beiden Tracks von der Stange blitzt mit Summoner der erste Höhepunkt auf. Locker, flink und mit einem fetten Refrain kann man die Nummer in jeder Metal Night zu einem kalten Gerstensaft aufdrehen, ohne dass die Besucher der Kneipe auf negative Weise aus ihren Gesprächen gerissen werden. Der Titeltrack greift Summoner unter die Arme. Der nächste gute Ausflug auf eine Thrash Abfahrt, die im Mob eine schnelle Abfahrt hinlegt. Stilgetreu lassen Maule einen 80er-Klassik-Sound auf die Ohren los. Die mehrstimmigen Gesänge bringen den nötigen Druck, um nicht ins Trudeln zu kommen. Die Zielgerade liegt sicher erreichbar auf dem Weg der fünf Musiker aus Nordamerika. Schade, dass sie nicht weiter von ihrem vorgegebenen Weg abweichen wollen und ihren Stiefel wie in einem Guss herunterspielen. Das düstere Artwork passt zwar thematisch wunderbar zu Handschrift von Maule, die Nummern würden jedoch eher ein kitschiges Design im Graffitistil vermuten lassen. Das Klischee der diversen Landsleute lassen Sänger und Gitarrist Jakob „Riddle Of Steel“ Weel zum Glück aus. Positiv darf man die drei Gitarren nicht untern Tisch fallen lassen, die zusammen diverse Staubkörner aufwirbeln. Als Ergebnis bleibt das Prädikat „tut keinem weh, haut aber auch keinen aus dem Sessel“ stehen. Live kann das wiederum bei Maule ganz anders aussehen.
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