Die Wegbereiter des Black Metal haben im Februar wieder zugeschlagen. Legendär, mystisch und absolut tödlich agieren Mayhem seit über 40 Jahren und haben das Genre seit ihrer Gründung maßgeblich geprägt. An den Norwegern führt auch heute noch kein Weg vorbei, auch wenn die wilden Neunziger wie bei allen weit hinter den Skandinaviern liegen. Mit Liturgy Of Death ging am 06.02.2026 das achte Studioalbum über Century Media Records auf die Reise, um in 48 Minuten abermals die Welt in Schutt und Asche zu zerlegen.
Der Tod spielt bei Mayhem immer eine Rolle
Und so feiern Mayhem die Messe des Todes mit acht kalten wie frostigen norwegischen Black-Metal-Flakgeschützen. Sowohl das Artwork als auch die Inszenierung der einzelnen Kompositionen lassen keine grundsätzliche Veränderung bei Attila Csihar erkennen, der seit 2004 das Mikrofon der Norweger schwingt. Im Schlagzeuggewitter des dienstältesten Mayhem-Funktionärs Hellhammer (Jan Axel Blomberg) blüht der Sänger diabolisch auf. Das liegt auch am Gründer Necrobutcher (Jørn Stubberud), der 1995 zur Band zurückfand. Die Bassläufe pulsieren und der messerscharfe Sound durchdringt den Körper. Humorlos und durchaus trocken stehen im Schulterschluss zu Mayhem auch positive Attribute. Ephemeral Eternity und Despair setzten auf ein sofortiges Hassinferno. Leicht melodisch, mit Midtempo-Passagen, arbeiten sich Mayhem durch die Platte, ohne an Geschwindigkeitselementen zu geizen. Der Vorschlaghammer Aeon’s End zum Beispiel lässt keine Pausen zu und bringt die alten Knochen fünf Minuten lang zum Knacken. Einmal Blut geleckt, lassen Attila Csihar und Co. keine Headbang-Möglichkeiten mehr aus. Liturgy Of Death hat eine hohe Dynamik wie Intensität und steht nicht auf einem Fundament einzelner Werke, sondern pustet euch im Kollektiv das Trommelfell aus den Ohren.
HIER! geht es für weitere Informationen zu Mayhem – Liturgy Of Death in unserem Time For Metal Release-Kalender.



