„Ich bin klein, mein Herz ist nicht rein… oder der „Brezelmann““

Am Montag, den 19. November 2018 ist es endlich so weit! Ich darf Within Temptation live sehen, sind sie doch seit langem meine Herzwärmer in schweren Zeiten oder füllen mir langweilige Alltage mit epischen Bildern und sinnstiftender Emotionalität. Wenn die Klänge meine Seele durchfluten, fühle ich mich immer eins mit der Welt und dem Universum. Klingt super kitschig … ist es auch!

Die Erwartungen an das Konzert sind also mehr als riesig und kaum zu erfüllen. Zum Glück habe ich, wie immer, meinen erfahrenen Konzertbegleiter an meiner Seite, der mich mit: „Na, wenn du da mal nicht enttäuscht wirst vom Sound!” in Sekunden auf den Boden der Tatsachen herunter holt.

Ok. Erst mal durchatmen und sammeln. Es kann losgehen. Auf der Hinfahrt werden selbstverständlich erst mal die Lieblingssongs rauf und runter gehört. “Ich wusste ja gar nicht, dass du so viel Texte kennst!” Tja, siehst du mal!

Durch die eisige Kälte kämpfen wir uns zum Palladium durch und ich fühle mich, als müsste ich höchstpersönlich tiefgefroren als Ice Queen über die Bühne schweben.

Nach den strengen Sicherheitskontrollen und gleich zweifachem Abtasten erkunden wir beschwingt die Location und mir geht auf: „Hier war ich schon mal!“ Das ist die “Hütte” mit dem verrückten Klo. Es gibt da ein riesiges Waschbecken, welches mich an eine Mischung aus Viehtränke und dem fantastischen Löwenbrunnen in der Alhambra erinnert. Also nix wie hin, passt eh gerade. Auf dem Weg raus, treffe ich dann auf den Typ mit dem verrücktesten Job des Abends: “Nur linksrum jehts raus! [sic] Er passt tatsächlich jeden Toilettenbesucher ab und schleust ihn genau auf dem anderen Weg raus. Witzig!

So, jetzt aber schnell Plätze sichern. Wir stehen links neben der Bühne und ich freue mich wie eine Schneekönigin, weil ich sogar etwas sehen kann. Das ist bei einer Körpergröße von 160cm keine Selbstverständlichkeit. Es scheint fast so, als hätte sich eine Gruppe kleinwüchsiger Frauen direkt bei mir versammelt. Teilweise noch kleiner als ich. Dieser seltene und daher kostbare Moment hält allerdings nur bis zur Vorband (Ego Kill Talent).

Within Temptation lassen nun etwas auf sich warten und das zehrt an den Nerven. Schließlich haben wir alle oder zumindest die meisten einen anstrengenden Arbeitstag in den Knochen. Und wenn man gerade eh auf dem absteigenden Ast ist, weil Hunger und Müdigkeit versuchen das Übelste in einem hervorzulocken, passiert es.

Von hinten durch die Menge quetscht sich ein godzillaähnlicher Typ durch die Menge und platziert seinen monströsen, in einen WEISSEN Hoodie gehüllten (WEISS!!! Auf einem Metalkonzert!) Körper genau vor meiner Gruppe kleiner Metal-Frauen. Und die Krönung: Er hat zwei riesige Brezeln in der Hand!

Ich schau mich kurz um in Gesichter meiner Mitstreiterinnen und für einen kurzen Moment bleibt die Zeit stehen…

Den schaffen wir! Gemeinsam können wir ihn überwältigen und ich esse seine Brezeln!!!

Doch der Moment verfliegt. Zum Glück steht er schräg vor mir und ich kann an ihm vorbeischauen, sonst hätte ich für Nichts garantieren können.

Jetzt startet zum Glück der Auftritt von Within Temptaion und ich bin sofort gefangen. Selig vor Glück… und auch die Gesichter meiner kleinen Metalfreundinnen leuchten nun wieder vor Freude.

Jetzt schweben wir gemeinsam dem Metal-Himmel entgegen. Für mich mindestens so schön wie Weihnachten und ein Within Temptation-Konzert, jederzeit wieder!!!!

Apropos gute Vorsätze fürs neue Jahr:

Brezelmann(!), ich habe dich nicht vergessen und der Tag wird kommen…

 

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