„Ein paar Ecken und Kanten hätten das Album runder gemacht“

Artist: Monster Truck

Herkunft: Hamilton / Kanada

Album: True Rockers

Genre: Hard Rock, Southern Rock, Blues Rock

Spiellänge: 39:39 Minuten

Release: 14.09.2018

Label: Mascot Records

Link: https://www.mascotlabelgroup.com/True-Rockers-unite-Monster-Trucks-new-album-is-out-now

Bandmitglieder:

Bass, Vocals – Jon Harvey
Guitars – Jon Harvey
Guitars – Jeremy Widerman
Keys – Brandon Bliss
Drums – Steve Kiely 

Tracklist:

  1. True Rocker (feat. Dee Snider)
  2. Thunderstruck
  3. Evolution
  4. Devil Don’t Care
  5. Being Cool Is Over
  6. Young City Hearts
  7. Undone
  8. In My Own World
  9. Denim Danger
  10. Hurricane
  11. The Howlin’

Vor zwei Wochen ist das neue Album True Rockers von Monster Truck beim Label Mascot Records erschienen. Erhältlich ist es als CD und zusätzlich auf Vinyl, dem eine Download Card beiliegt. Erhältlich ist das Vinyl in den Farben white (regular Edition) und orange / gold marble (auf 500 Stück limitiert).

True Rockers stellt das dritte Album der nunmehr neunjährigen Schaffensphase der Rocker aus Kanada dar.

Auf True Rockers gibt es Hard Rock, Southern Rock ein wenig Blues Rock.

Ich bin mir nicht sicher, ob Monster Truck den Titel True Rockers irgendwie als Selbstironie gewählt haben. Denn True Rock ist das, was auf der Platte passiert, bei Weitem nicht mehr. Auf jeden Fall kein True Rock mit Ecken und Kanten, denn diese Ecken und Kanten, die eigentlich eine Hard Rock Scheibe ausmachen sollten, sind doch allzu glatt poliert. Das ist aus meiner Sicht sehr schade, denn im Grunde genommen haben die vorhandenen Songs wirklich Potenzial True Rockers zu werden, ja wenn da die Produktion nicht so glatt wäre. Irgendwie doch ein wenig verwässert.

Klar rockt das Ding teilweise auch richtig gut! Insgesamt kommt es mir jedoch so vor, als wenn man einem alkoholischen Getränk den Alkoholanteil entziehen wolle, um auch die Käufergruppe der nicht Alkohol trinkenden Käufer anzusprechen.

Das Album klingt wirklich sauber produziert, dadurch wirkt es für mich aber wiederum auch sehr glatt und poppig. Ich kann mir vorstellen, dass die Band live doch geradezu anders klingt (ab November kann man sie auf Europa Tour sehen). Über weite Strecken geht einiges der Heavyness der Songs verloren. Sehr oft wird mit einem Vocalchorus versucht, die Songs allzu hymnisch klingen zu lassen.

Songs wie True Rocker (feat. Dee Snyder / Ex-Twisted Sister), Thunderstruck oder das in Ansätzen an ZZ Top erinnernde Devil Don’t Care können ihre Kraft nicht entfalten. Ja klar, es sind Songs, die man in bierseliger Laune auf jedem Konzert mitgrölen kann, mehr aber auch nicht. Mit dem vorhandenen Potenzial hätte man mehr draus machen können. Für mich am stärksten sind noch die beiden bluesigen Balladen Undone und The Howlin‘.

Monster Truck – True Rockers
Fazit: Auch wenn der Albumtitel True Rockers offensichtlich die Eigenschaft der Band und / oder auch der Songs betonen soll, erscheint es beim Durchhören so, als ob die True Rockers durch die allzu glatte Produktion doch etwas stark verloren gegangen sind und sich mehr am Mainstream orientiert haben.

Anspieltipps: True Rocker, Undone, The Howlin’
Juergen S.7
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