Artist: Montaña Sagrada
Herkunft: Santiago, Chile
Album: The Living Green (EP)
Spiellänge: 17:30 Minuten
Genre: Blackned Doom Metal, Sludge, Extreme Metal
Release: 25.09.2020
Label: Eigenproduktion
Link: https://www.facebook.com/msagrada.band/
Bandmitglieder:
Gesang, Gitarre – Ramón Pasternak
Gitarre – Rodrigo Morris
Schlagzeug – Vincent Zbinden
Tracklist:
- First Flame
- The Living Green
- Clearing
- Wall Of Ashes
Die Newcomer Montaña Sagrada gründeten sich 2019 in Santiago. Das Sludge Metal Trio besteht aus Ramón Pasternak (ex-All Tomorrows), Rodrigo Morris (ex-Mar De Grises) und Vincent Zbinden (ex-Mourning Sun). Die drei Chilenen haben vorher schon langjährige Erfahrungen in der lokalen Extreme Metal Szene gesammelt. Für ihre Debüt-EP The Living Green schrieb Ramón Pasternak die Texte in Zusammenarbeit mit Rodrigo Morris, der die Abmischung und Produktion der vier Songs übernahm. Gitarren- und Synthesizer-Aufnahmen spielten sie gemeinsam mit Vincent Zbinden im Estudio Gris ein. Die Schlagzeugspuren entstanden im Musikstudio Santuario Sónico von Juan Pablo Quezada. Die gesamte Produktion fand im Zeitraum von Januar bis Februar 2020 statt. Nick Zampiello (New Alliance East) verpasste dem gesamten musikalischen Material im Anschluss noch den letzten Schliff. Ein passendes Coverartwork gehört natürlich auch dazu, dies steuerte Künstler und Musiker Iñaki Muñoz bei.
Das Konzept von The Living Green basiert auf Geschichten der im 15. und 16. Jahrhundert herrschenden Entdeckung und Besiedlung Südamerikas durch die Europäer, vermischt mit politischen Geschehnissen, die bis heute Auswirkungen haben. In ihren Songs verarbeiten Montaña Sagrada Szenarien von Unterdrückung, Globalisierung, Macht und Kontrolle, interpretiert aus eigener Sicht. Alles dreht sich um Blutvergießen, Zerstörung und Tod in einer mystischen Wildnis.
Beim Opener First Flame geht es gleich mit reichlich Drumgeballer und eindringlichem Riffing zur Sache – die erste Flamme ist entzündet. The Living Green legt noch eine Schippe oben drauf. Es wird düster, der Gesang von Ramón Pasternak nimmt an Aggressivität zu. Clearing entlockt mir erstmals ein dezentes Mitnicken. Dramatische, melodische Parts mit drückenden Doublebass-Passagen erinnern mich vom Songwriting her an Wolfheart. Es wirkt wie ein kurzer Abstecher in den Melodic Death Metal. Die zunehmende Spannungskurve und zum Ende in melancholisch mündende Tristesse sticht von den vorherigen Songs deutlich ab. Das höre ich mir glatt noch einmal an. Wall Of Ashes führt den eingeschlagenen Weg unvermindert fort. Der bullige Sound ist ebenfalls mit reichlich Dynamik durchtränkt. Gegen Ende sackt die Spannung schließlich ab, wie nach einer harten Schlacht. Melancholische Akustikklänge lassen das Gemüt danach so richtig runterfahren.
Diese Scheibe kann man als gelungenen Einstand von Montaña Sagrada betrachten.




