Artist: Obsidian Scapes
Herkunft: Zwickau, Deutschland
Album: Death Chants Echoes From Aphotic Void
Genre: Doom Metal
Spiellänge: 51:23 Minuten
Release: 06.06.2025
Label: Darkness Shall Rise Productions
Link: https://www.facebook.com/people/Obsidian-Scapes
Bandmitglieder:
Gesang – LBN
Gitarre, Syntheziser – RCC
Gitarre, Syntheziser – TBRT
Bass – RK
Schlagzeug – HZL
Tracklist:
- The Pettiness Of Life
- My Utter Contempt For The Sun
- Endless Sea Of Dead Mirrors
- Despise Everything
- Trapped In Equilibrium
Feinster Doom Metal aus deutschen Landen. Obsidian Scapes nennt sich die aus Zwickau stammende Doom Kapelle, die nach der selbst betitelten EP aus diesem Jahr (Review hier) nun mit Death Chants Echoes From Aphotic Void ihr Debütalbum über das Label Darkness Shall Rise Productions am 06.06.2025 herausbringt. Dort ist es als Kassette, CD und in den Vinylvarianten Transparent Sand (200 Stück) und Black (300 Stück) erhältlich. Hatte bereits die EP im Februar als Vorhut mit einem eigenen Song und einem Sigh-Cover auf die Band aus Zwickau aufmerksam gemacht, so werden Obsidian Scapes nach der Veröffentlichung des Albums aus der Doom Metal Szene nicht mehr wegzudenken sein.
Den geneigten Hörer erwartet auf Death Chants Echoes From Aphotic Void ein 51-minütiger (Death)-Doom-(Alb)-Traum. Diese Totengesänge werden den Ohren der Doom Jünger schmeicheln und sie in Angst und Schrecken versetzen.
Dabei wollen die Jungs aus dem Osten der Republik nicht kleinlich sein und lassen uns mit dem Opener The Pettiness Of Life schon einmal die Abgründe des Dooms erkunden. Der Song prasselt so richtig auf den Hörer ein. Unheimlich wird es mit dem Einsetzen der Stimmen. Der Hauptgesang drückt die Stimmung noch einmal ein Stück mehr. Der Song kommt wie eine unaufhörliche Klatsche auf beide Wangen daher. Am elendigsten wird er, wenn er das Tempo noch einmal verlangsamt und chorale Stimmen im Hintergrund zu vernehmen sind. Spätestens hiermit hat der Song den Ritterschlag des Dooms verdient. Elendige zehn Minuten voller Finsternis und dunkler Abgründe. Wer diesen Song und seine Dunkelheit erlebt hat, mit seinen starken Wechseln im Tempo, kann nur noch eins verleiten: die völlige Verachtung vor dem Licht, der Sonne. Diese Verachtung vor der Sonne folgt auch anschließend mit My Utter Contempt For The Sun.
Die Riffs werden noch dunkler und kriechen vor triefender Verachtung vor dem Sonnenlicht vor sich dahin. Wenn die Farbe Schwarz einen Klang hat, dann wohl am ehesten diesen. Oh Herr des dunklen Lichts, die Band hat mich jetzt schon als einen ihrer Jünger eingefangen. Der Sound lässt die Nackenhaare sich wohlig aufstellen. Ein Sound, der einer Apokalypse gleichkommt. Ein Licht, nur ein Fünkchen Hoffnung in Sicht? Nein, auf keinen Fall. Nicht umsonst hallen diese Totengesänge aus der aphotischen Leere. Dunkel, schwarz und ohne jedwede Hoffnung, auch in der Endless Sea Of Dead Mirrors, dem kürzesten Stück auf diesem genialen Album, welcher so voller Verachtung für das Licht ist. Dieser Song war bereits der bandeigene Appetizer auf der vorangegangenen EP. Die Band scheint wohl nicht nur eine Verachtung des Lichts anzutreiben. Despise Everything trifft es nicht nur vom Songtitel her, sondern untermauert dies sehr stark mit apokalyptischen Klängen.
Trapped In Equilibrium prügelt uns zum Abschluss noch einmal in die unerlässliche Dunkelheit. Tiefer und dunkler Sound und eine erdrückende Stimme sorgen dafür, dass wir als Doomjünger uns noch einmal an einem unheimlichen Song laben können!




