Onslaught – Origins Of Aggression

Eine besondere Geburtstagsedition

Artist: Onslaught

Herkunft: Bristol, England

Album: Origins Of Aggression

Genre: Old School Thrash Metal, Hardcore Punk, Punk Rock

Spiellänge: 85:02 Minuten

Release: 23.05.2025

Label: Reigning Phoenix Music

Link: http://www.facebook.com/onslaughtuk

Bandmitglieder:

Gesang – David Garnett
Schlagzeug – James Perry
Gitarre – Nige Rockett
Bass – Jeff Williams
Gitarre – Wayne Diman

Tracklist:

  1. Thermonuclear Devastation Of The Planet Earth
  2. Black Horse Of Famine
  3. Angels Of Death
  4. Power From Hell
  5. Metal Forces
  6. Let There Be Death
  7. Fight With The Beast
  8. Thrash Till The Death
  9. In Search Of Sanity
  10. Shellshock
  11. Iron Fist (Motörhead-Cover)
  12. Holiday In Cambodia (Dead-Kennedys-Cover)
  13. A Look At Tomorrow (Discharge-Cover)
  14. K. 82 (The-Exploited-Cover)
  15. Freewheel Burning (Judas-Priest-Cover)
  16. Wardance (Killing-Joke-Cover)
  17. Give Me Fire (GBH-Cover)
  18. State Violence State Control (Discharge-Cover)
  19. Holidays In The Sun (Sex-Pistols-Cover)
  20. Emotional Blackmail (U.K.-Subs-Cover)
  21. War Pigs (Black-Sabbath-Cover)
  22. Drunk With Power (Discharge-Cover)

Wer über Onslaught spricht, der meint zwangsläufig das Album Power From Hell. Im Februar 1985 liegt das gute Stück in den Plattenläden. Die NWoBHM ist Geschichte. Schnelle Rhythmen dominieren. Punk hat sich etabliert, wird aber ebenfalls härter und aggressiver. Eine einflussreiche Band der Anarcho-Punk-Szene sind Discharge, die dem eigentlichen Punk entwachsen sind und ihre Musik in Richtung Hardcore treiben. In dieser Zeit tauchen auch Onslaught auf, die sich anfänglich an Bands wie Exploited oder The Varukers orientieren. In den Musikern steckt anscheinend noch mehr Venom und Slayer, sodass sich die Punk- und Hardcore-Einflüsse mit Thrash Metal vermischen. Das Ergebnis ist Power From Hell. Der Titel der LP sagt es an sich schon aus. Wie bei Venom geht es um satanische bzw. antichristliche Themen.

Wie so oft in den 80ern folgen nach dem Debüt recht schnell weitere LPs. Das sind bei Onslaught The Force und In Search Of Sanity, bevor sich die Band 1991 erstmals auflöste. Bereits bei den ersten drei Alben wechselte die Bandbesetzung. Am auffälligsten ist die Sängerposition. Jedes Album hat einen anderen Sänger. Von Nige Rockett und Paul Mahoney, Sy Kessler bis zu Steve Grimmet. Das zeigt bereits, dass der Gesang bei den frühen Werken von Onslaught nicht die größte Bedeutung hat. Bis heute dabei ist Nige Rockett an der Gitarre. Seit 2020 ist David Garnett für den Gesang zuständig und ist auf Origins Of Aggression zu hören.

Typische Geburtstagseditionen kommen mit der x-ten Neuauflage des Albums daher, bei denen wahlweise ein paar Liveaufnahmen oder unveröffentlichte Demoversionen beigegeben werden. Eine andere Idee haben Onslaught. Die erste CD beinhaltet diverse Neuaufnahmen von den Alben aus den 80ern. Von der Power From Hell gibt es neue Interpretationen von Thermonuclear Devastation Of The Planet Earth, Angel Of Death und Power From Hell. Vier Nummern kommen von The Force, zwei Stücke steuert In Search Of Sanity bei. Dazu kommt eine Neuaufnahme von Black Horse Of Famine, das 1983 als Demo veröffentlicht wurde.

Die zweite CD könnte sich auch Inspiration nennen. Hier covern Onslaught diverse Klassiker, die die Band in den 80ern beeinflusst hat. Wenig überraschend sind drei Nummern von Discharge dabei. Dass die Sex Pistols, Exploited oder Dead Kennedys in der Liste zu finden sind, ist bei dem Werdegang von Onslaught ebenfalls nachvollziehbar. Für britische Musiker haben Judas Priest oder Motörhead einfach eine große Bedeutung. Hier ist das Cover von Freewheel Burning eher die Überraschung. Regelrecht aus dem Rahmen fällt War Pigs von Black Sabbath. Wer hat da das Plattenregal von seinen Eltern oder größeren Geschwistern durchstöbert?

Der Value Add liegt vor allem in der Art und Weise der Onslaught-Interpretationen. Beispielhaft sei auf Holiday In Cambodia verwiesen. Wer den Dead-Kennedys-Klassiker mit Thrash Metal garniert hören möchte, wird bei Onslaught fündig.

Onslaught – Origins Of Aggression
Fazit
Im Gegensatz zu den vielen lieblosen Re-Releases haben sich Onslaught etwas einfallen lassen. Die erste CD ist am Ende kaum mehr als eine Neueinspielung. Dafür bietet die zweite CD einige Stücke, die den Geist der 80er nachempfinden lassen. Dass Onslaught die eine oder andere Nummer davon zum Warmspielen im Proberaum gezockt haben, ist mehr als nachvollziehbar. Das Husarenstück bei den Covern ist jedoch War Pigs, das mit "eigenwillig" gut umschrieben ist. Vielleicht nicht hochklassig, aber interessant, ist die Onslaught-Variante auf jeden Fall.

Anspieltipps: Holiday In Cambodia, Freewheel Burning, Power From Hell und Metal Forces
Franziska W.
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