Orange Goblin – The Wolf Bites Back

„Dieser Wolf beißt heftig zurück”

Artist: Orange Goblin

Herkunft: London / UK

Album: The Wolf Bites Back 

Genre: Hard Rock, Stoner Rock

Spiellänge: 40:34 Minuten

Release: 15.06.2018

Label: Candlelight Records/Spinefarm Records

Link: https://www.orangegoblinofficial.com/

Bandmitglieder:

Guitars – Joe Hoare
Vocals – Ben Ward
Bass – Martyn Millard
Drums – Chris Turner

Tracklist:

  1. Sons Of Salem
  2. The Wolf Bites Back
  3. Renegade
  4. Swords Of Fire
  5. Ghosts Of The Primitives
  6. In Bocca Al Lupo
  7. Suicide Division
  8. The Stranger
  9. Burn The Ships
  10. Zeitgeist

Seit 23 Jahren sind die Stoner Rocker von Orange Goblin unterwegs. Geradezu untypisch für diesen langen Zeitraum besteht die Band auch seitdem im gleichen Line-Up. Orange Goblin sind eine wilde, authentische Liveband. Da wundert es nicht, dass The Wolf Bites Back gerade mal ihr achtes Album ist. So sind ganze vier Jahre seit dem Vorgänger Back From The Abyss ins Land gegangen.

Erschienen ist The Wolf Bites Back, ebenso wie die beiden Vorgängeralben Back from the Abyss (2014) und A Eulogy for the Damned (2012) bei Candlelight Records/Spinefarm Records. Verfügbar ist das Album als CD und zusätzlich als Black Vinyl und Blue Vinyl.

Laut Bekundung der Band hat man sich für den Aufnahmeprozess eine möglichst naturgetreue Produktion auf die Fahne geschrieben. Daher wurde das Album komplett analog aufgenommen. So kommt ein reduzierter, erdiger und noch kratzigerer Sound rüber. Das ist es, was alte Stoner ausmacht: Authentizität pur!

Das Album fasst in seinen knapp 41 Minuten zusammen, was Orange Goblin schon immer gewesen sind: astreine authentische Stoner mit angenehmen Zusätzen.

Laut Sänger Ben Ward ist es das abwechslungsreichste Album in der bisherigen Veröffentlichungsgeschichte. Dem kann ich nur zustimmen, obwohl natürlich der typische Orange Goblin Sound zu vernehmen ist.

Über knackigen, dreckigen und staubigen Hardrock, wie beim Opener Sons Of Salem präsentieren uns Orange Goblin bis hin zum von Motörhead inspirierten Speed Rock auf Renegade tollen Stoner Rock in verschiedenen Facetten. Mit Songs wie Swords Of Fire gibt es ein Tribut an den Doom Rock der frühen Orange Goblin Jahre. Schließlich entstammen drei der Bandmembers einer Band, die sich Our Haunted Kingdom nannte und durch Stoner Doom auffiel, bevor diese Band sich in Orange Goblin umbenannte.

Ganz andere Töne schlägt Suicide Division an. Das ist ein punkig rotziger Song in Hau-Drauf-Manier. Dieser wird dann sofort vom friedlich stampfenden Stranger abgelöst, der eine schwere Ballade im Southern Rock Stil ist.

The Wolf Bites Back endet mit Zeitgeist, einem atmosphärischen Rocksong mit einem Solo als Outro.

Ich selbst habe Orange Goblin vor ein paar Jahren auf dem Metalfest auf der Loreley gesehen. Wenn man diese Band gesehen hat, weiß man, woher der Begriff authentisch kommt. Und wenn man sieht, wie Ben Ward sich die Stimme mit Whisky ölt, weiß man, wo die Stimme herkommt.

Fazit: The Wolf Bites Back ist ein tolles Stück Hard Rock / Stoner Rock geworden. Orange Goblin ist es gelungen den einzelnen Songs ein gutes Stück Abwechslung zu geben, ohne ihren eigenen unverkennbaren Sound aufzugeben. Ungestüm, dreckig und staubig bleibt es allemal.

Anspieltipps: Renegade, Swords Of Fire, Stranger
Juergen S.
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