Otherwise – Sleeping Lions

“Sie können’s nicht lassen“

Artist: Otherwise

Herkunft: Las Vegas, Vereinigte Staaten von Amerika

Album: Sleeping Lions

Spiellänge: 48:10 Minuten

Genre: Alternative Rock, Rock

Release: 22.09.2017

Label: Century Media Records

Link: https://www.facebook.com/otherwiseofficial/

Bandmitglieder:

Gesang – Adrian Patrick
Gitarre und Backgroundgesang – Ryan Patrick
Bassgitarre und Backgroundgesang – Tony Carboney
Schlagzeug – Brian Medeiros

Tracklist:

  1. Angry Heart
  2. Sleeping Lions
  3. Suffer (Explicit)
  4. Nothing To Me
  5. Weapons
  6. Crocodile Tears
  7. Close To The Gods
  8. Dead In The Air
  9. Beautiful Monster
  10. Blame
  11. Bloodline Lullaby
  12. Won’t Stop (Bonus Track)

 

Tatsächlich schon seit über 10 Jahren gibt es die Band Otherwise, gegründet wurde sie nämlich im Jahr 2005. Im Jahr 2011 konnte man mit Century Media Records einen Vertrag schließen, und in 2015 erschien über ebendiese das dritte Album Peace At All Costs. Das konnte mich ja nicht so rundherum überzeugen, 7,2 von 10 Punkten gab es damals von mir. Machen die Jungs jetzt mit ihrem am 22.09. erschienenen vierten Album Sleeping Lions was anders oder gar besser?

Um es kurz zu sagen: Viel anders machen sie eigentlich nicht. Noch immer fallen mir beim Hören der zwölf Songs sofort wieder Namen wie Daughtry (die alten Sachen!), Nickelback (die ganz alten Sachen!), 3 Doors Down oder auch Days Of Jupiter ein. Aber vielleicht bin ich mittlerweile milder gestimmt, denn mit einigen der Tracks können mich Otherwise trotz – oder vielleicht auch wegen – der unbestreitbaren Ähnlichkeiten zu den genannten Bands überzeugen.

Mit Angry Heart geht das Album gleich mal richtig gut los, die Gitarren brezeln ordentlich bei diesem richtig gut gemachten Stück Alternative Rock. Das Herz ist anscheinend wirklich mächtig sauer, und der Kopf nickt. Weiternicken kann man dann auch gleich beim folgenden Titeltrack Sleeping Lions, der unaufhaltbar vor sich hin stampft.

Weiter geht es mit einem bunten Sammelsurium aus mehr oder weniger radiotauglichen Songs (Suffer, Nothing To Me oder auch der Bonustrack Won’t Stop), feinen Uptempo-Songs (Weapons, Close To The Gods) oder Powerballaden (Crocodile Tears, Beautiful Monster).

Von mir selbst erstaunt bin ich, dass ich auch sehr gut mit Blame leben kann. Der Song erinnert mich mächtig an das 2013er Album Baptized von Daughtry, mit dem der damals den ursprünglich eingeschlagenen Weg verlassen hatte und eher in Richtung Pop-Rock abgedriftet war. Ich kam mir damals vor, wie bei den Glücksbärchis, alles so hübsch bunt und friedlich hier, aber warum denn nicht?  😀 Für Rock-Puristen ist das aber wohl eher nichts.

Mit Bloodline Lullaby liefern Otherwise dann ganz zum Schluss noch eine reinrassige Ballade, mit der sie mich auch tatsächlich gekriegt haben. Kein Zuckerguss, kein Schmalz, sondern einfach ein wunderbar gesungenes und instrumentiertes Kleinod, wie es Nickelback – sorry, aber der erneute Vergleich muss sein – nicht besser hätten machen können. Von Nickelback gibt es im Übrigen eine wunderbare Ballade mit dem Titel Lullaby 😉

Zum Track Angry Heart gibt es zwar ein „offizielles“ Video, von mir gibt es hier aber das Audio Video zu Close To The Gods. Es sind zwar beide Tracks in meinen Anspieltipps, aber Close To The Gods gefällt mir dann doch ein wenig besser:

Fazit: Auch wenn ich wieder mal auf die Ähnlichkeiten zu anderen Bands hingewiesen habe, heisst das nicht, dass mich Otherwise mit Sleeping Lions nicht gut unterhalten konnten. Gerade im Rock- bzw. Alternative Rock-Bereich habe ich auf vielen Alben diese Songs, bei denen dann nur "belanglos" oder "radiotauglich" auf meinem Zettel steht. Insgesamt haben sich Otherwise mit diesem Album aber im Vergleich zum Vorgänger deutlich steigern können und bescheren dem geneigten Hörer fast fünfzig Minuten gute Unterhaltung.

Anspieltipps: Angry Heart, Weapons, Close To The Gods, Blame und Bloodline Lullaby
Heike L.
8.5
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