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Panzerfaust – The Suns Of Perdition – Chapter II: Render Unto Eden

Dunkle Grüße vom Schlachtfeld

Artist: Panzerfaust

Herkunft: Kanada

Album: The Suns Of Perdition – Chapter II: Render Unto Eden

Spiellänge: 44:01 Minuten

Genre: Black Metal

Release: 28.08.2020

Label: Eisenwald

Link: https://www.facebook.com/panzerfaust.bm.official

Bandmitglieder:

Gesang – Goliath
Gitarre – Kaizer
Bassgitarre – Morbid
Schlagzeug – Lord Bapthomet

Tracklist:

  1. Promethean Fire
  2. The Faustian Pact
  3. Areopagitica
  4. The Snare Of The Fowler
  5. Pascal’s Wager

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Die Kanadier von Panzerfaust veröffentlichen das zweite Album innerhalb eines Jahres. Nachdem 2019 The Suns Of Perdition – Chapter I: War, Horrid War veröffentlicht wurde, erscheint nun der zweite Teil des auf vier Alben ausgelegten Projekts. Es behandelt wieder die Geschehnisse des Zweiten Weltkriegs und spiegelt diese in einem äußerst düsteren Soundbild wider. Dabei kommt es zu keiner Verherrlichung des Krieges, vielmehr wird das Leid, was auch über die Bevölkerung, die nicht direkt Teil des Geschehens war, thematisiert. Obwohl die Band seit über 15 Jahren Musik macht und schon einige Alben veröffentlich hat, ist sie vielen Fans hierzulande erst seit ihrem letzten Werk ein Begriff. Denn dieses hat im letzten Jahr ordentlich für Aufmerksamkeit gesorgt. Ihr neuestes Werk reiht sich nahtlos in eine Reihe mit dem Vorgänger ein und ist wieder ein heißer Kandidat dafür, für viele eins der besten Black Metal Alben des Jahres zu werden.

Musikalisch fängt das Album genau da an, wo der erste Teil der Reihe aufgehört hat. Der Opener Promethean enthält in über zehn Minuten alle Aspekte, die das Vorgängeralbum ausgezeichnet haben. Die doomige, schleppende Atmosphäre des Songs wird durch einen Gastpart der Sängerin Maria „Masha“ Arkhipova von Arkona unterstützt. Schließlich endet der Song mit einem fulminanten Aufbau, nachdem alles in sich zusammenfällt. Anschließend nimmt das Album mehr an Fahrt auf. Dabei gelingt es der Band immer wieder mit melancholischen, ruhigen Parts Akzente zu setzen. Das Album drängt zu nichts und lässt durch die bedrückende Atmosphäre gleichzeitig wenig Platz für Fröhlichkeit. Die Musiker nutzen vereinzelte Passagen, um kurzzeitig groß aufzufahren, so gibt es im Song Areopagatica ein ordentliches Blast-Beat Inferno, was sich perfekt ins Soundbild einfügt, ohne dabei gezwungen oder fehl am Platz zu klingen. Das Album ist genau das, was es sein will: eine düstere, melancholische Untermalung für die kommenden dunklen Herbsttage.

Es ist vielleicht nicht so leicht zugängig, wie andere Black Metal Alben, die heutzutage vermehrt darauf aus sind, nur höher, schneller, weiter zu kommen, sondern bedarf etwas mehr Zuwendung. Das Album lässt sich nicht einfach nebenbei hören, sondern muss als ein Ganzes verstanden werden. Es ist nur schwer möglich, einen einzelnen Song aus dem Album-Kontext herauszupicken und zu hören, vielmehr nehmen Panzerfaust ihre Hörer mit auf eine 45-minütige Reise in die Dunkelheit und Finsternis. Es ist das beste Release der Band und lässt mit Spannung (h)offen, wie es in Zukunft mit der The Suns Of Perdition Tetralogie weitergeht.

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Panzerfaust – The Suns Of Perdition – Chapter II: Render Unto Eden
Fazit
Panzerfaust liefern eines der wahrscheinlich besten Black Metal Alben des Jahres. Für alle Fans von düsterer Atmosphäre, gepaart mit melancholischer Musik.

Anspieltipp: Promethean Fire
Fabian O.
9
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9.5
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Punkte
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