Artist: Persona Non Grata

Genre: Progressive Metal

Label: Massacre Records

Bandmitglieder:
Gesang – Aris Pirris
Gitarre – Chris Gatsos
Bass – Apostolis Kaltsas
Keyboard – John Ioannidis
Schlagzeug – Akis Gavalas

 

Athen ist nicht nur eine Weltstadt mit historischem Hintergrund sondern beherbergt auch fantastische Musiker, wie die Mitglieder von Persona Non Grata. Die Griechen präsentieren ihr zweites Album Quantum Leap, welches an den Erfolg der ersten Veröffentlichung anknüpfen soll. Progressiver Metal wird mit viel Leidenschaft vorgetragen und zeigt deutlich, dass diese Truppe technisch absolut zur Weltklasse gehört.

Time for Metal / Hellania:
Es ist mir daher eine große Ehre, Persona Non Grata befragen zu können und unseren Lesern eine Vielzahl von Informationen zu liefern. Ich begrüße euch ganz herzlich und bedanke mich für die Zeit. Zunächst möchte ich euch zu eurem Meisterwerk gratulieren und einmal nach dem Feedback dazu fragen? Gibt es schon ein paar Meinungen?

Persona Non Grata / John:
Zuerst mal möchte ich mich dafür bedanken, dass ihr uns in eurem Magazin erwähnt. Auch für die netten Worte wird wohl ein Dank fällig.
Ich hoffe, dass eure Leser euch zustimmen und unsere Arbeit ebenfalls für gut befinden.

Quantum Leap, unser neues Album, ist seit dem 13.12.2011 draußen und bisher haben wir echt gutes und starkes Feedback bekommen. Massacre hat großartige Arbeit in Sachem Promotion geliefert. Den Leuten scheint unsere Musik zu gefallen und das macht uns glücklich.

Time for Metal / Hellania:
Ich selbst habe euer Album Quantum Leap gereviewt und war überwältigt von dieser grandiosen Leistung. Was bedeuten euch grundsätzlich Rezensionen? Legt ihr da Wert drauf oder spielen sie eine mindere Rolle?

Persona Non Grata / John:
Ich lese alle Reviews selbst aufmerksam durch. Vor allem von den Leuten, die die CD gekauft haben. Es ist für mich gut zu wissen, was die Leute über unsere Musik denken. Wenn man in der Öffentlichkeit steht, muss man darauf gefasst sein, sowohl gute als auch schlechte Kommentare zu erhalten. Momentan ist das für mich absolut kein Problem. Um ehrlich zu sein, fühlte ich mich bei einem schlechten Review über unser erstes Album hin und wieder als Versager, aber als ich dann endlich realisiert hatte, dass es auch gute Reviews gab und das sowieso nur die Meinung eines Einzelnen war, kam ich darüber hinweg.

Time for Metal / Hellania:
Aus Griechenland schwappt noch wenig nach Europa, daher meine Frage, wie sich die Szene in eurer Heimat gestaltet: gibt es eine große Metalszene oder hat es noch den Underground-Charakter?

Persona Non Grata / John:
Die Metal-Szene in Griechenland ist sehr groß. Vielleicht kennt man einige der traditionelleren Metalbands aus Griechenland, welche ebenfalls die Chance hatten, ihre Arbeit außerhalb des Landes bekannt zu machen. Die Progressive-Szene an sich würde ich hier aber nicht als Underground-Szene bezeichnen. Eher als total fehlend. Denn zwei oder drei Bands, die Progressive Metal spielen, kann man nicht als Szene bezeichnen.

Time for Metal / Hellania:
Da unsere Leser noch sehr wenig über euch wissen, wäre es schön, wenn ihr euch einmal vorstellen könntet. Seit wann gibt es euch, wie ist der Werdegang bis dato etc.?

Persona Non Grata / John:
Wir sind eine im Jahre 2003 gegründete Progressive Metal-Band aus Athen, Griechenland. 2009 haben wir unser erstes Album, Shade In The Light, via Sensory Records (USA) auf den Markt gebracht. Die Band wurde von Chris Gatsos und mir gegründet, als wir unsere vorherige Band Fatal Error auflösten.

Der Dritte im Bunde war dann Bill (Axiotis), unser vorheriger Sänger. Ich hörte ihn im Stage Club singen und dachte mir, dass seine Stimme perfekt für uns sei. Wir fragten ihn, ob er uns beitreten möchte und das tat er glücklicherweise auch. Zu diesem Zeitpunkt begannen unsere Songs dann auch endlich eine konkrete Form anzunehmen. Zuletzt stießen Akis Gavlas und Chris Vogiatziszu uns. Wir kannten die Jungs bereits, da sie bekannte Musiker hier in Griechenland sind und fragten sie, ob sie uns nicht bei der Aufnahme des Albums unterstützen würden. Bevor wir uns versahen, traten die beiden der Band als feste Mitglieder bei.

Wie du vielleicht weißt, gab es seitdem einige Änderungen in unserem Lineup. Wir haben mittlerweile einen neuen Sänger und einen neuen Bassisten. Aris, unser neuer Sänger, kombiniert Rock und Heavy Metal-Gesang sehr gut miteinander. Am Bass haben wir mittlerweile den ebenfalls recht bekannten Apostolis. Diese Veränderungen brachten uns auch dazu, eher als Liveband zu agieren.

Während wir also als Liveband unterwegs waren, arbeiteten wir hart an neuen Kompositionen und auch an unseren Auftritten. Zwischen einzelnen Gigs und Studioproben schrieben wir unser zweites Album, welches nun unter dem Titel Quantum Leap via [v]Massacre Records[/b] auf dem Markt erschienen ist.

Unser Lineup setzt sich zusammen aus:

Gesang – Aris Pirris
Gitarre – Chris Gatsos
Bass – Apostolis Kaltsas
Schlagzeug – Akis Gavalas
Keyboard – John Ioannidis

Time for Metal / Hellania:
Jeder von euch ist ein ausgezeichneter Musiker und leistet einen großen Teil zum Erfolg der Band. Wie lange macht ihr Musik und ist Persona Non Grata euer erstes Projekt? Wart ihr früher in anderen Bands tätig? Habt ihr zur Zeit noch andere Projekte und wenn ja, welche Genres bedient ihr?

Persona Non Grata / John:
Danke für das Kompliment.

Diese Art von Musik benötigt höchstes Können.

Wir alle begannen bereits in unserer Kindheit mit dem Spielen verschiedener Instrumente. Nach vielen Jahren Üben und Spielen in diversen Bands und Projekten haben wir uns dazu entschlossen, die Art von Musik zu spielen, die wir lieben. Ein paar von uns verdienen ihr Geld sogar in ganz anderen Genres als professionelle Musiker. Aber das ist eine andere Geschichte. Unsere Band istPersona non Grata!

Time for Metal / Hellania:
Progressive Metal ist eine Richtung, die von Professionalität lebt. Habt ihr sie euch deswegen ausgesucht, weil sie am Besten das wahre Können von Musikern widerspiegelt?

Persona Non Grata / John:
Nein, wir versuchen nicht einfach nur, unser musikalisches Können zu zeigen. Wir wollen gute Songs schreiben und das ist mehr als einfach nur gute Musik. Wenn ein Song eine technisch anspruchsvolle Passage benötigt – warum nicht? Entweder können wir das oder eben nicht – dann wird das einfach übersprungen. Dieses Denken unsererseits erzeugt allerdings auch Kritik in den Medien. Meiner Meinung nach benötigt man halt keinen elfminütigen Song um „progressiv genug“ zu sein.

Time for Metal / Hellania:
Was bedeutet Metal persönlich für euch? Ist diese Musikrichtung das beste Mittel, um euch auszudrücken? Verarbeitet ihr in euren Songs persönliche Erfahrungen?

Persona Non Grata / John:
Ich kann dir höchstens sagen, was Musik allgemein für mich bedeutet. Es ist der einzige Weg, uns wirklich auszudrücken. Musik ist unsere Art, der Realität zu entfliegen und die Köpfe frei zu bekommen. Das ist die gute Seite. Andererseits muss ich zugeben, dass es alles andere als einfach ist, ein professioneller Musiker zu sein. Viele Stunden Proben, um uns stetig zu verbessern, gehen ganz schön an die Nieren. Wir bereuhen es jedoch keineswegs, Musik in unserem Leben zu haben, sondern sind sehr dankbar dafür.

Time for Metal / Hellania:
Wer schreibt die Texte? Gibt es einen „Chefschreiber“ oder sind alle daran beteiligt? Mit welchen Themen befassen sich eure Lyrics?

Persona Non Grata / John:
Wir alle schreiben die Texte. Hauptsächlich sind jedoch Chris und ich für die Produktion der Songs inkl. Texten verantwortlich.

Einige Texte handeln über uns selbst, andere über die Gedanken von anderen Personen und deren Verhältnisse zueinander. Und wieder andere Songs handeln von Begebenheiten, die jeden Einzelnen von uns betreffen.

Time for Metal / Hellania:
Wir haben gerade den Jahreswechsel vollzogen. Wie habt ihr Silvester verbracht? Wart ihr daheim und habt mit euren Lieben gefeiert oder gab es eine große Party?

Persona Non Grata / John:
Ich denke, die Meisten von uns waren bei ihren Familien. Dieses Jahr gab’s keine großen Feiern oder sonstwas bei uns. Außerdem kann man am Neujahrsabend immer schön mit der Familie zusammenrücken, findest du nicht?

Time for Metal / Hellania:
Wie sieht das Jahr 2012 bei euch aus? Wie sind die Planungen? Kommt ein neues Album oder werdet ihr mehr Priorität auf Live-Gigs legen? Steht vielleicht ein Festival an?

Persona Non Grata / John:
Ein nächstes Album wird es wohl erst 2013 geben. Immerhin ist Quantum Leap gerade mal seit einem Monat auf dem Markt.

Dieses Jahr wird sehr entscheidend für uns. Wir werden versuchen, so oft wie möglich live aufzutreten. Eine Europatour oder Festivalauftritte haben bei uns derzeit oberste Priorität. Wir müssen beweisen, dass wir unsere Musik auch live präsentieren können. Bei dem Vorhaben wird uns unsere Bookingagentur, Redlion, helfen.

Time for Metal / Hellania:
Wie sind eure Live-Erfahrungen? Habt ihr schon viele Konzerte gegeben?

Persona Non Grata / John:
Ja, wir haben schon viele Konzerte gespielt, jedoch fast ausschließlich in Griechenland. Es hapert bisher ein wenig an der Promition.

Jedoch bin ich mir sicher, dass sich mit der Promotion durch Massacre und dem Feedback der Leute in Zukunft ganz neue Möglichkeiten für uns eröffnen werden.

Time for Metal / Hellania:
Benutzt ihr die modernen Internetportale, um eure Musik besser zu vermarkten oder spielen diese medialen Mittel keine so bedeutende Rolle?

Persona Non Grata / John:
Heutzutage ist das Internet unerlässlich, um seine Sachen an den Mann zu bringen. Wir arbeiten alle an unserer Website, am Facebook-Profil, Twitter, Myspace usw. … und das täglich.

Soziale Netzwerke sind die Zukunft und das sogar in der Musikindustrie. Legale Downloads über das Internet sind der einfachste Weg, um an neue Musik zu kommen.

Time for Metal / Hellania:
Gibt es abschließend noch etwas, was ihr unseren Lesern mitteilen möchtet?

Persona Non Grata / John:
Ich hoffe, dass eure Leser in unsere Musik reinhören werden und dass diese ihnen gefällt. Wir können nur versprechen, dass wir weiterhin unser Bestes geben und das bei Liveauftritten auch beweisen werden.

Danke und beste Grüße,
John

Time for Metal / Hellania:
Ich bedanke mich noch einmal für die aufschlussreichen Antworten und wünsche euch das Allerbeste für das kommende Jahr. Viel Erfolg weiterhin und dass die nächste Platte genauso ein Hammer wird, wie die jetzige Scheibe. Eure Hellania

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