Artist: Professor Emeritus
Herkunft: Chicago, USA
Album: A Land Long Gone
Genre: Heavy Metal, Epic Metal, Doom Metal, Epic Doom Metal
Spiellänge: 53:17 Minuten
Release: 13.06.2025
Label: No Remorse Records
Link: https://professoremeritus.bandcamp.com/album/a-land-long-gone
Bandmitglieder:
Gitarre – Tyler Antram
Schlagzeug – Chris Avgerin
Gesang – Esteban Julian Pena
Gitarre – Lee Smith
Bass – Jose Salazar
Tracklist:
- A Corpse’s Dream
- Zosimos
- Passage
- Pragmatic Occlusion
- Defeater
- Hubris
- Conundrum
- Kalopsia Caves
Papa Emeritus ist tot, es lebe Professor Emeritus. Ist da jemand auf dem Ghost-Trip und macht sich einen Schabernack aus dem Namen-Roulette des Ghost-Sängers? Wie die Band aus Chicago auch immer auf den Bandnamen gekommen ist: Professor Emeritus klingt schräg und der Querverweis zu Ghost wird bestimmt nicht zum ersten Mal kommen.
Es gibt noch einen weiteren Querverweis: Beim Blick in die Vergangenheit und dem 2017er-Debüt Take Me To The Gallows, zeigen sich gewisse Parallelen zu Fer De Lance, die gerade mit Fires On The Mountainside eine bockstarke LP auf den Markt gebracht haben. Beim Debüt waren sowohl Sänger MP Papai als auch Drummer Pat Gloeckle für Professor Emeritus aktiv. Nur Gitarrist Lee Smith ist vom Debüt noch dabei. Der Rest der Mannschaft ist neu, genauso wie die Ausrichtung von Professor Emeritus. Es geht weit mehr in Richtung Doom. Allen voran scheint Solitude Aeturnus ein großer Einfluss, genauso wie Candlemass mit Robert Lowe am Mikro.
Der Grund ist Sänger Esteban Julian Pena, der eine starke Ähnlichkeit zum Gesangsstil von Lowe aufweist. Der Auftakt A Corpse’s Dream könnte von den Saiten noch etwas intensiver rüberkommen. Es obliegt Pena mit seinem Gesang, die entsprechende Drohkulisse aufzubauen. Zosimos eröffnet balladesk mit Drums und Gitarre, baut im Verlauf instrumental weit mehr Druck auf als der Vorgänger und vermischt Epic Metal, Heavy Metal und Doom, sodass die Nummer nach vorne geht und nicht nur für die Anhängerschaft von Zeitlupenmusik interessant sein dürfte. Noch einen Schritt weg vom Doom macht Passage. Pragmatic Occlusion rollt sich bedrohlich stampfend und schnaufend durch die Botanik und Sänger Pena überzeugt mit verschiedenen Stimmfarben.
Die weiteren Nummern wie Defeater, Hubris oder Conundrum flippern zwischen Epic Doom, Doom Rock, Heavy Rock, Epic Metal und Heavy Metal. Mal kommt der Einfluss von Solitude Aeturnus mehr zum Vorschein, dann dreht sich der Sound mehr zum Epic Metal mit Akustikgitarre. Der Schlusspunkt zieht sich über mehr als neun Minuten. Kalopsia Caves gräbt kräftig im Doom, wobei die Bässe dominieren und sich im Songverlauf mit epischen Elementen vermischen.




