Savage Annihilation – Cannibalisme, hérésie et autres sauvageries

 

“…französisch brutal“

Artists: Savage Annihilation

Album: Cannibalisme, hérésie et autres sauvageries

Spiellänge: 41:30 Minuten

Genre: (Brutal) Death Metal, Goregrind

Release: 01.10.2012

Label: Kaotoxin Records

Links: Savage Annihilation, Facebook, MySpace

Bandmitglieder:

Gesang – Dave
Gitarre – Dave
Bass – Aara
Schlagzeug – Mike

Tracklist:

  1. Le commencement
  2. Dépeuplez ce monde de vermines
  3. Les catacombes de l’abomination (pt.1)
  4. Les catacombes de l’abomination (pt.2)
  5. Dévoré par l’humanité
  6. La marche des exhumés
  7. Dans un océan de putridité
  8. En état de décomposition
  9. Le soulèvement
  10. Ouvrez la tombe des assoifés de sang
SavageAnnihilation_AlbumCover

Die 2002 gegründete Band Savage Annihilation hat nach einer Demo (Death in Progress, 2004) und einer Split mit Decrepify, Visceral und Ad Naseum (2008) ihr erstes eigenes Full Length-Album auf den Markt gebracht wie es brutaler – man ahnt es anhand des Bandnamens schon – nicht sein könnte!

Während des Intros lassen sich Schreie, Schüsse, splitterndes Glas und panische ‚Menschengeräusche‘ unterlegt mit dem Geräusch fliessenden Blutes wahrnehmen, bevor es dann im zweiten Track mit ‚Keksdosengekloppe‘ weitergeht, wie es selbst die Genrekollegen Last Days of Humanity nicht besser hinbekommen könnten.

Innerhalb der zehn Tracks mit rund 40 Minuten Spielzeit bietet sich wenig Abwechslung – man will an dieser Stelle nicht sagen, dass sich die Stücke nach ’schon einmal gehört‘ anhören, ganz und garnicht, denn das würde man merken. Auffällig ist eher, dass sich die Songs untereinander sehr ähnlich sind, nach einem Muster gestrickt und mit wenig Eigenkreativität komponiert sind: Ein Song fängt schnell an, dann gibt es einen Breakdown, die Drums steigern das Tempo, bis es in einem Massengemetzel aus Growls und Krächzen endet, unterlegt wird das Ganze von scharfen, schredderndern (und auch) wälzenden Gitarrenriffs. Nach mehrmaligem Hören der Platte wird man nicht so richtig warm mit dieser Mischung – was nicht heißen soll, dass das Machwerk schlecht ist, es ist eher ungewohnt. In diesem Sinne fällt es schwer, die musikalische Ausrichtung der Band in ein Genre zu quetschen; so erinnern mich einige Passagen an Morbid Angel, die frühen Sepultura und die frühen Krisiun, dann wiederum ballern die drei dem Hörer eine Mischung aus Cannibal Corpse und Suffocation um die Ohren.

Fazit: Die Band präsentiert sich auf ihrem ersten Longplayer mit einer guten Mischung aus tödlichem Blei und zombifiziertem, mordlüsternen, alles zerfleischenden Goregrind. Die Riffs sind allemal gut gespielt, schreddern ordentlich, die Bassdrum blastet einem das Genick entzwei – die spielerische Kreativität, das Komponieren der Stücke und der Wechsel vom Death-Growl zum Krächzen sollte noch einmal überdacht werden. Für das erste Full Lenght nach einer zehnjährigen Bandgeschichte etwas zu wenig. Anspieltipps: Dépeuplez ce monde de vermines, Les catacombes de l'abomination (pt.2)
Mathias D.
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