Serious Black – As Daylight Breaks

“Sechs Männer mit Spaß am Spiel“

Artist: Serious Black

Herkunft: Deutschland, Vereinigte Staaten von Amerika, Slowakei, Österreich, Tschechische Republik

Album: As Daylight Breaks

Spiellänge: 41:42 Minuten

Genre: Melodic Power Metal

Release: 16.01.2015

Label: AFM Records

Link: http://www.serious-black.com

Produktion: Dreamsound Studios, München von Mario Lochert

Bandmitglieder:

Gesang – Urban Breed
Gitarre – Roland Grapow
Gitarre – Dominik Sebastian
Bassgitarre – Mario Lochert
Keyboard – Jan Vacik
Schlagzeug – Thomen Stauch

Tracklist:

  1. I Seek No Other Life
  2. High And Low
  3. Sealing My Fate
  4. Temple Of The Sun
  5. Akhenaton
  6. My Mystic Mind
  7. Trail Of Murder
  8. As Daylight Breaks
  9. Setting Fire To The Earth
  10. Listen To The Storm
  11. Older And Wiser

Serious Black - As Daylight Breaks

Wenn ich mir so durchlese, wie es dazu kam, dass die Band Serious Black überhaupt das Licht der Welt erblickt hat, kann ich mir eigentlich ein Grinsen kaum verkneifen. Da treffen sich in Spanien mit Mario Lochert und Roland Grapow zwei Musiker, die eigentlich mit ihren anderen Bands ausgelastet sein dürften, unterhalten sich „natürlich“ über Musik und stellen dann irgendwie fest, dass man doch mal eine weitere Band gründen könnte. Nachdem die Instrumentalfraktion beisammen war und die Songs geschrieben, brauchte man noch einen Sänger. Und auch hier fügt sich alles wunschgemäß, denn der angesprochene Urban Breed hat doch tatsächlich Zeit und ihm gefällt das, was ihm da als Soundsamples zugeschickt wird. Die Band besteht dann also aus sechs erfahrenen Musikern, als da wären Urban Breed (Ex-Bloodbound, Ex-Tad Morose), Roland Grapow (Masterplan, Ex-Helloween), Dominik Sebastian (Edenbridge), Mario Lochert (Ex-Visions Of Atlantis, Emergency Gate), Thomen Stauch (Ex-Blind Guardian, Savage Circus) und Jan Vacik (Ex-Dreamscape).

Mit dem Uptempo-Song I Seek No Other Life startet das Album. Es mag daran liegen, dass ich Urban Breed nur von Bloodbound kenne und schätze, der Song erinnert mich jedenfalls sowohl von der Machart als auch vom Gesang her sehr an die alten Alben der Schweden. Muss ja nichts Negatives sein und mir gefällt es. Beim ersten meiner Anspieltipps, High And Low, fällt mir definitiv das Keyboard auf, das diesem Lied die ganz besondere Würze gibt. Das leicht gedrosselte Tempo setzt sich dann auch zunächst fort, wobei ich bei Sealing My Fate, der zweiten Single aus dem Album, zunächst dachte, dass hier schon die Ballade „droht“. Aber nein, die kommt später, und Sealing My Fate nimmt doch noch Fahrt auf. Der Sinn des kurzen, sehr orientalisch angehauchten und mit großem Orchester versehenen Instrumentalstücks Temple Of The Sun erschließt sich erst, wenn die Gitarren in Akhenaton den Rhythmus aufnehmen. Ein sehr feines Intro war das also.

Mit dem Titelstück As Daylight Breaks gibt es dann die unausweichliche Ballade, bei der Urban Breed wieder einmal mehr beweisen darf, dass er wirklich ein guter Sänger ist. Unterlegt ist das Ganze wieder mit großem Orchester, das dem Song eine gewisse Theatralik verleiht. In den Hintergrund tritt dieses orchestrale dann definitiv bei dem sehr schön zwischen Midtempo und Uptempo variierenden Setting von Fire To The Earth, dessen Refrain mächtig eingängig ist. Das Gitarrenspiel zu Beginn von Listen To The Storm lässt mich erst mal aufhorchen, denn hier klingt ganz eindeutig mein Lieblingslied von Malrun, nämlich Shadowborn, durch. Das wird aber natürlich nicht aufrechterhalten, der Song geht balladenartig weiter, wieder einmal stehen Keyboard und Chorgesänge sehr im Vordergrund. So, wie das Album begonnen hat, nämlich mit einem leichten Bloodbound-Flair, endet es mit dem Uptempo-Song Older And Wiser.

Fazit: Unter meinen Notizen zu den einzelnen Songs habe ich nur einen Kritikpunkt stehen - und zwar, dass ich es teilweise doch arg keyboardlastig finde, was da aus den Kopfhörern kommt. Das schmälert den Hörspaß allerdings definitiv nicht, denn irgendwie passt doch alles und die Songs sind abwechslungsreich genug, mich bis zum Ende bei der Stange zu halten. Man hört den Jungs (darf man das noch so sagen?) auch an, dass sie vom Schreiben der Songs bis zur Fertigstellung der Aufnahmen mächtig viel Spaß hatten. Diesen Spaß werden sie sicherlich auch auf der Bühne haben und an das Publikum weitergeben, wenn sie als Support von Hammerfall auf Tour gehen. Ich freue mich jedenfalls schon sehr darauf, sie dann auch live zu erleben. Anspieltipps: High And Low, Sealing My Fate, Setting Fire To The Earth und Older And Wiser
Heike L.
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