Shadowquest – Armoured IV Pain

“Die wissen, wie es geht“

Artist: Shadowquest

Herkunft: Schweden

Album: Armoured IV Pain

Spiellänge: 49:18 Minuten

Genre: Power Metal, Melodic Metal, Heavy Metal

Release: 20.02.2015

Label: Eigenproduktion

Link: http://www.shadowquest.se/

Produktion: Studio Seven, Schweden von Ronny Milianowicz (Aufnahme + Mix), Fascination Street Studios, Schweden von Jens Borgren (Mastering)

Bandmitglieder:

Gesang – Patrik Johansson
Gitarre – Peter Huss
Gitarre – Ragnar Widerberg
Bassgitarre – Jari Kainulainen
Keyboard – Kaspar Dahlqvist
Schlagzeug – Ronny Milianowicz

Tracklist:

  1. Blood Of The Pure
  2. Last Farewell
  3. All One
  4. Live Again
  5. Midnight Sun
  6. Reach Beyond The Dream
  7. We Bring Power
  8. Insatiable Soul
  9. Take This Life
  10. Where Memories Grow
  11. Freewheel Burning (Bonustrack)

Shadowquest - Armoured IV Pain

Wie ich dem außerordentlich umfangreichen Begleitmaterial entnehmen konnte (dafür herzlichen Dank an die Band), liegen die Ursprünge von Shadowquest schon über zwei Jahre zurück. Damals schrieben Ronny Milianowicz und Ragnar Widerberg gemeinsam einige Songs. Da diese Lieder ja nicht in der Schublade verschwinden sollten, begab man sich auf die Suche nach einem Sänger und Musikern, die die gleichen Visionen verfolgen und bereit wären, die Ideen umzusetzen. Da in der Musikszene irgendwie jeder jeden zu kennen scheint, hat es nicht allzu lange gedauert, bis die Besetzung komplett war. Und es sind ja beileibe keine Neulinge, die sich da in dieser neuen Konstellation gefunden haben. Patrik Johansson dürfte den Fans von Power Metal auch als Sänger der Band Bloodbound bekannt sein, Peter Huss zupft bei der Band Shining die Saiten und hat auch auf dem Debütalbum der Band Issa an der Gitarre gestanden. Ragnar Widerberg ist eine Hälfte des Duos Swanö/Widerberg, besser bekannt als Witherscape und Jari Kainulainen hat in seinem Lebenslauf als Musiker u. a. die Bands Evergrey, Stratovarius und Symfonia vorzuweisen. Aktuell spielt er noch bei Masterplan und Devil’s Train. Das Keyboardspiel von Kaspar Dahlqvist kann man in Songs von In Flames und Angra hören, er war auch bereits zwei Mal mit Yngwie Malmsteen auf Tour. Last but not least Ronny Milianowicz, der das Studio Seven in Schweden betreibt, wo schon Alben von Amon Amarth, Kreator und Dragonforce produziert wurden. Die Namensfindung für die neue Band war dann etwas schwieriger, aber schließlich konnte man sich auf Shadowquest einigen und fand mit Thomas Holmstrand auch einen Künstler, der das Logo und das Artwork für die Band entwickelte.

Puh, das ist jetzt aber ein langer Text geworden, gehen wir mal ganz schnell zum Wichtigsten, nämlich der Musik…

Mit den im Uptempo gehaltenen Blood Of The Pure oder Live Again geben Shadowquest einen der drei Pfade vor, die dieses Album ausmachen. Melodischer Power Metal mit einem fast schon hymnenartigen Refrain, feinen Gitarrenriffs und –soli, einem Keyboard, das nicht alles zukleistert und einem tollen Gesang.

Die zweite Richtung gibt es mit Last Farewell, Midnight Sun oder Insatiable Soul; hier wird das Tempo ein wenig gedrosselt, aber die übrigen Zutaten sind im Grunde die gleichen. Eingängigkeit pur!

Und dann gibt es den Weg, den ich am liebsten mitgehe, nämlich den der Highspeed-Granaten à la All One, Reach Beyond The Dream oder Take This Live. Wie der Gesang von Patrik Johansson bei All One teilweise in Gekreische übergeht, ist sehr genial. Bei diesen Songs wird auch besonders deutlich, mit welch gnadenloser Genauigkeit Ronny Milianowicz seine Felle verprügelt und die Songs vorantreibt.

Und auch auf diesem Album darf eine Ballade nicht fehlen, wenngleich ich es eher als Power-Ballade bezeichnen würde. Mit Klavier und großem Orchester geht Where Memories Grow los, bevor sich der Song dann in seiner epischen Breite entfaltet.

Beim Bonustrack Freewheel Burning handelt es sich um ein Cover des Songs von Judas Priest aus dem Jahr 1983. Da sich Shadowquest eng an die Vorlage gehalten haben und Patrik Johansson ja auch ein klasse Sänger ist, kann man auch diese Version als gelungen bezeichnen.

Fazit: Tja, jetzt habe ich mich im Review selbst schon so ausgebreitet, dass mir für das Fazit eigentlich nicht mehr viel einfällt. Ich finde es nur immer wieder erstaunlich, wie sich Musiker aus den verschiedensten Bands zusammenfinden und es dann schaffen, gemeinsam etwas Neues auf die Beine zu stellen. Das Rad wurde hier sicherlich nicht neu erfunden, aber allen Fans der genannten Genres kann ich dieses Album nur wärmstens ans Herz legen. Anspieltipps: All One, Midnight Sun und Take This Life
Heike L.
8.8
Leserbewertung1 Bewertung
9.9
8.8