Shining – International Blackjazz Society

“Zwischen Genie und Wahnsinn!“

Artist: Shining

Herkunft: Norwegen

Album: International Blackjazz Society

Spiellänge: 38:11 Minuten

Genre: Experimental Metal, Jazz, Black Metal

Release: 23.10.2015

Label: Spinefarm Records

Link: https://www.facebook.com/shiningnorway

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre, Saxofon – Jørgen Munkeby
Gitarre – Håkon Sagen
Keyboard, Synthesizer – Eirik Tovsrud Knutsen
Schlagzeug – Tobias Ørnes Andersen

Tracklist:
1. Admittance
2. The Last Stand
3. Burn It All
4. Last Day
5. Thousand Eyes
6. Warship
7. House Of Control
8. Church Of Enurance
9. Need

Shining - International Blackjazz Society

Gegründet 1999 als akustisches Jazzquartett haben sich die vier Musiker von Shining hörbar weiterentwickelt und greifen mit dem siebten Studioalbum International Blackjazz Society, wie es der Titel bereits beschreibt, in eine wirre Verstrickung aus experimentellen Klängen die zwischen Black Metal und Jazz laborieren. In den neuen neun Stücken beackern Jørgen Munkeby, Håkon Sagen, Eirik Tovsrud Knutsen und Tobias Ørnes Andersen in altbekannter Manie in vierzig Minuten ihre kontroversen Riffs.

Nach dem Intro Admittance beginnt der Start in ein spannendes wie auch anstrengendes Album International Blackjazz Society. Progressive Passagen, das dominante Drumming von Tobias Ørnes Andersen und die hysterischen Vocals von Jørgen Munkeby ergeben eine verstrickte Symbiose, die als einfache Kost weiß Gott in keiner Speisekarte stehen würde. Was den Jazz-Anteil angeht, ist dieser nicht zu überhören und der Knack- oder Höhepunkt, wie man es nimmt. Diese Passagen locken den potenziellen Käufer an oder lassen ihn verwirrt blickend in einem leeren Raum zurück. Manchmal ist eben weniger mehr, beim Jazz undenkbar, wo es im Prinzip darum geht musikalische Höchstleistung zu produzieren, die so kompliziert ist, dass sie nur schwer verstanden wird. Ganz so schlimm agieren Shining nicht, doch ich persönlich werde mit International Blackjazz Society nicht wirklich warm. Zu abgefahren schießen die Norweger mehrfach übers Ziel hinaus und finden meist nur selber auf den sicheren Weg ins Ziel zurück.

Fazit: Ohne lange Drumherum zu reden, International Blackjazz Society von Shining ist eine hochkomplexe Platte, die total stimmig aufgezogen wurde, dadurch jedoch nicht unbedingt für jeden Hörer geeignet ist. Für meinen Geschmack streiche ich bei den Norwegern die Segel, die mehrfach an der Kopfschmerzgrenze zaubern. Zwischen Genie und Wahnsinn liegt eben nur ein schmaler Grat.

Anspieltipps: Burn It All und Need
Rene W.
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