Silius – Hell Awakening

“Gelungenes Debüt!“

Artist: Silius

Herkunft: Landeck, Österreich

Album: Hell Awakening

Spiellänge: 43:57 Minuten

Genre: Thrash Metal, Groove Metal

Release: 01.09.2017

Label: Massacre Records

Link: http://www.silius.at

Produktion: Prophecy Music Factory, Kempten von R.D. Liapakis

Bandmitglieder:

Gesang – Mottl
Gitarre – Mex
Gitarre – Haui
Bassgitarre – Martl
Schlagzeug – Ralph

Tracklist:

  1. Seven Demons
  2. Immortalized
  3. War Planet
  4. Invictus
  5. Anger Management
  6. Kingdom Of Betrayal
  7. Sick And Tired
  8. Message In A Molotov
  9. Tool Of Destruction
  10. Joy And pain
  11. Evol Monument

Die Österreicher scheinen es ziemlich eilig zu haben. 2013 gegründet, 2014 erschien das Demo DEMOn. Im gleichen Jahr haben sie den Metalchamp (österreichischer Wettbewerb für Metalbands) und den Wacken Metal Battle gewonnen, 2015 u.a. das Metal Days- Festival in Slowenien und das WOA gespielt und nun liegt das Debüt vor, produziert von R.D. Liapakis (Mystic Prophecy, Firewind).
Das Quintett verbindet auf Hell Awakening traditionellen Thrash der Marke Megadeth und Exodus mit der groovenden Variante á la Pantera. Kopiert wird hier nichts, doch die Vorbilder sind (noch) offensichtlich. Man ist hier gerne mal schneller unterwegs, variiert das Tempo jedoch immer wieder gekonnt. Das Songwriting ist für ein Debüt erstaunlich gut, Songs wie das schnelle Immortalized bleiben schon beim ersten Hören hängen. Auch die Soli sind toll ausgearbeitet und atmen den Spirit von Mustaine, Hunolt, Altus & Co.
Beeindruckend, wie die Band zwischen Groove und Shred-Sound umschalten kann, nachzuhören bei War Planet. Im Gegensatz zu den Vorbildern wie Pantera oder Machine Head sind die Vocals bei aller Aggressivität wunderbar ausgearbeitet und mit Melodien gespickt. Besonders deutlich wird das beim abwechslungsreichen Invictus. Im Verlauf des Albums wirkt das Songmaterial nicht mehr ganz so zwingend und fesselnd wie auf der ersten Hälfte – wenn die Band beim nächsten Album das Level halten kann, traue ich den Jungs den nächsten großen Schritt zu. Nicht, dass wir uns falsch verstehen, die übrigen Songs sind keine Ausfälle, das sind solide bis gute Songs, nur das hohe Niveau der ersten Hälfte erreichen sie nicht mehr so oft.

 

Fazit: Ein erstaunlich ausgereiftes Debüt. Da passt wirklich schon ganz viel, die Erfahrung, die die Band auf den Bühnen in Europa gesammelt hat, ist dem Werk anzuhören. Fans von Pantera, Megadeth, Exodus & Co. sollten sich angesprochen fühlen. Aufgeschlossenheit ist aufgrund der Verschmelzung von Tradition und Groove jedoch erforderlich.

Anspieltipps: Invictus, Immortalized und War Planet
Hans-Jörg D.
7.8
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