Event: Snakebite – The Bite And Fight Tour 2026
Bands: Snakebite, Fighter V
Ort: Bambi Galore, Öjendorfer Weg 30a, 22119 Hamburg
Datum: 14.02.2026
Kosten: VVK circa 26,30 €, AK 28 €
Zuschauer: ca. 100 Menschen
Genre: Heavy Metal, NWoTHM, Hard Rock, Melodic Rock
Link: https://wonderl.ink/@bambigalore
Setlist Snakebite:
- Freedom
- Wheels Keep On Turning
- Stormriders
- Two Desperate Hearts
- My Burning Love
- Cry For Rock
- Beyond The Rust
- Blow It Up
- Take Me Home Tonight (Eddie Money Cover)
- Princess Of Pain
- Run Fast
- Kill Wig Metal
- Heading For The Best
- Road To Nowhere
Samstagabend und es gibt Programm im Bambi Galore in Hamburg Billstedt. Momentan läuft viel härteres Material im beliebten Undergroundclub. Für den Valentinstag sind aber zwei Bands vor Ort, die eher dem Rock zuzuordnen sind. Allen voran Fighter V, die sogar auf dem Frontiers Festival bei Mailand spielen, bei dem das Thema Melodic Rock ganz großgeschrieben wird.
Um 20 Uhr öffnen sich die Pforten, um 21 Uhr steht die erste Band auf der Bühne. Erste Überraschung: Trotz Konkurrenz wie Airbourne oder Napalm Death ist der beliebteste Club der Hansestadt gut besucht. Diese Auszeichnung erhielt das Bambi Galore vor wenigen Wochen bei der Umfrage unter den Musikfans, welcher Club in Hamburg der beliebteste 2025 war. Es gibt Livemusik, wobei für das Ticket nicht ein halber Monatslohn investiert werden muss. Dazu eine gewisse Menge an Sozialtickets (13 €), die gegen Nachweis bei jedem Konzert an nicht so gut betuchte Menschen verkauft werden.

Fighter V sind keine unbekannte Größe. Die Truppe war bereits als Vorband von Axel Rudi Pell zu erleben. Die Band kommt aus der Schweiz und startete vor mehr als 15 Jahren als Haïrdrÿer. Natürlich gab es über die Jahre viele Wechsel in der Besetzung. Erst auf dem 2024er-Release Heart Of The Young ist der aktuelle Sänger Emmo Acar zu hören.
Musikalisch sind Fighter V nicht bei Frontiers Records, würden dort aber bestens ins Rooster passen. Melodischer Rock, Balladen und insgesamt eine Rockshow, bei der Acar den Gitarristen Valentin Lobe irgendwann schultert. Aber nur eine Gitarre, sodass der Druck bezüglich der Saitenarbeit etwas fehlt, und insgesamt dürfte der geneigte Metalfan eher mit der Nase rümpfen. Es ist etwas zu lieb und handzahm, was das Quintett auf die Bühne bringt. Da passen die Rosen zur Ballade gut, die an die Damen in den ersten Reihen gehen. Showtechnisch ziehen die Herren alle Register. Die Musik bleibt aber Geschmackssache und dürfte live evtl. noch einen Tick härter rüberkommen als auf Platte.

75 Minuten haben die Melodic Rocker, dann erfolgt in Windeseile und mit Judas Priest aus der Konserve die Herrichtung der Bühne für Snakebite. Der Headliner kommt aus dem Ruhrpott. Nein, es gibt keinen Thrash. Auch Snakebite haben ein Keyboard, aber auch zwei Gitarren, und kommen selbst vor der Attitüde her wie ein Relikt der 80er rüber. Wer die eher rockige Seite der NWoBHM abfeiert, dürfte mit Nummern wie Wheels Keep On Turning oder Stormriders etwas anfangen können.
Eine Ballade haben Snakebite auch, sogar ein Pop-Cover schmeißt das Quintett in den Ring. Take Me Home Tonight von Eddie Money aus den 80ern singen Keyboarderin Melina Di Febo und Sänger und Gitarrist Dominik „Nikki“ Wagner gemeinsam und sorgen für einen Spaßfaktor während ihrer Show. Der Schlusspunkt nennt sich Heading For The Best vom aktuellen Werk Cobra Crew und Road To Nowhere von ihrem Debüt Princess Of Pain, das mittlerweile mehr als zehn Jahre alt ist. Wie Fighter V haben auch Snakebite 75 Minuten Zeit und gegen 23:45 Uhr endet die Livemusik im Bambi Galore für den heutigen Abend.
Ein mehr als runder Abend geht zu Ende. Die Bands hatten Bock, die Fans hatten auch Bock, und eine entspannte Atmosphäre entschädigte für den Heimweg durch den Hamburger Winter. Wer für kleines Geld starke Acts sehen möchte, der sollte die Webseite vom Bambi Galore durchstöbern. Tipp: Am 02.04.2026 kommen Triumpher und Scavenger und sind für kostengünstige 22€ zu erleben (Sozialticket 13 €). Die neue Platte von Triumpher ist bärenstark. Interesse, dann Klick.

















