Spiral Skies – Death Is But A Door

25.03.2022 - Psychedelic Metal / Psychedlic Rock / Doom - AOP Records - 43:44 Minuten

Das Debütalbum Blues For A Dying Planet von Spiral Skies wurde in der Szene als durchwachsen, aber interessant wahrgenommen. Auf den Pfaden von The Devils Blood, Gold oder auch den Blues Pills zementieren die Schweden aus Stockholm ihren psychedelischen Rock, der von klassischen Momenten lebt und tiefe Doom Gedanken offenbart. Der eigene Anspruch ist hoch, schließlich möchte man ganz oben mitmischen. Seit der Pandemie wurde es wie bei vielen Gruppen ruhiger um das Sextett. Mit satten Klängen springen Spiral Skies nun zum zweiten Mal aus dem dichten Schatten, schließlich möchte man im Rampenlicht stehen. Locker groovend liegt das Hauptaugenmerk auf der Sängerin Frida, die direkt beim Start mit The Endless Sea und While The Devil Is Asleep zeigen darf, was sie kann. In den verträumten Atmosphären soll sie feine Höhepunkte setzen, was ihr auch immer wieder gelingt. Leider muss man minimale Abstriche machen, wenn man an die drei im Anfang genannten Gruppen denkt. Gesanglich liegt sie hinter dem Trio, ist jedoch immer noch auf einem Niveau, das man dem Hörer ohne Bedenken anbieten kann. Was fehlt, ist etwas Schwung im Songwriting. Für meinen Geschmack lassen die Skandinavier zu oft gute Chancen aus, um den Rockern am Abspielgerät die Kehle langsam zu zerdrücken. Somewhere In The Dark ändert die Situation und bringt einen Titel in Stellung, der über die gesamte Spielzeit von dreieinhalb Minuten überzeugen kann. An der Komposition kommt man nicht vorbei – in Dauerschleife kann man Somewhere In The Dark auch öfter mal aus den Boxen jagen. Im Anschluss driften die sechs Musiker wieder in eintönigere Gefilde, ohne jedoch den Faden in ihrer Kunst zu verlieren. Gepusht von Nattmaran zieht Frida ihre Jungs schnell wieder in ihren Bann. Dramatisch, verspielt und mit dem vorsichtigen Blick nach vorne lassen Spiral Skies auch den Blick zur Seite zu. Grundsätzlich springen die Musiker zurück zu den Rockwurzeln ohne Back To The Roots die neuen Möglichkeiten auszulassen. Wie der Himmel und die Hölle wird auf Death Is But A Door eine wechselhafte Stimmung erzeugt, die den Hörer langsam umgarnt. Die Ruhepole wurden geschickt gesetzt, die Aufbruchstimmung könnte impulsiver inszeniert das Trommelfell reffen. Am Ende des Tages ist das Meckern auf hohem Niveau, schließlich beherrschen Spiral Skies nicht nur ihre Kunst, sondern auch den Grundgedanken des zelebrierten Genres. Abstriche in der B-Note lassen sie weiter auf den Thron lauern, der noch zu weit weg liegt, mit einem beherzten Feinschliff jedoch in der Zukunft erreichbar scheint.

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Spiral Skies – Death Is But A Door
René W.
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