Steelpreacher – Back From Hell

Die neue Scheibe der biertrinkenden Koblenzer Heavy Metal Institution

Artist: Steelpreacher

Herkunft: Koblenz, Deutschland

Album: Back From Hell

Genre: Heavy Metal

Spiellänge: 41:31 Minuten

Release: 06.05.2021

Label: A Chance For Metal Records https://www.acfm.info/records/

Link: https://www.facebook.com/steelpreacherrocks/

Bandmitglieder:

Gesang, Gitarre – Jens „Preacher“ Hübinger
Gitarre, Gesang: Andi „The Wicked“ Dötsch
Bass, Gesang – Andy „Mu“ Hübinger
Schlagzeug, Gesang – Hendrik „Beerkiller“ Weber

Tracklist:

  1. Here For The Beer
  2. Back From Hell
  3. Da Damn Booze
  4. Wish You Were Beer
  5. When The Iron Calls
  6. Beer Meat’n Metal
  7. Rock For Your Life
  8. Bad Things Never Last
  9. Titanfall
  10. Masters Of The Underground

Steelpreacher, eine der kultigsten Undergroundbands Deutschlands, sind bereits seit Mai dieses Jahres mit ihrem neuen Album Back From Hell zurück. Back From Hell ist beim Andernacher Undergroundlabel A Chance For Metal Records erschienen.

Dass dieses Review überhaupt erst zum jetzigen Zeitpunkt bei uns in Time For Metal erscheint, ist der Erkrankung eines Kollegen geschuldet, der sich dieses Album vor meiner Nase aus unserem Promopool gefischt hatte. Da er wohl noch länger krank sein wird (gute Besserung an dieser Stelle), habe ich es mir nun mal geschnappt. Das kann doch nicht sein, dass das neue Album der Kult Undergrounder Steelpreacher verschüttet bzw. untergeht 😉 Also heißt es für mich: so long take a beer und review it.

Back To Hell ist mittlerweile das sechste Album der Underground Metaller Steelpreacher aus Koblenz. Das einstige Trio, welches sich bereits 2001 formiert hat, ist ja schon seit dem Herbst 2017 durch die Hinzunahme von Andi „The Wicked“ Dötsch auf ein Quartett angewachsen. Live durfte man das Quartett bereits einige Male sehen. So manchen Fan wird der legendäre Auftritt beim DVD Live Recording mit Steelpreacher, Dragonsfire und Secutor am 29.12.2018 im JUZ in Andernach noch in bester Erinnerung sein!!!

Nun also die erste Studioaufnahme als Quartett. Für das optische Artwork-Gourmet hat erneut der bekannte Künstler Timo Wuerz gesorgt, der nicht nur Steelpreacher, sondern der gesamten Koblenzer Metalszene sympathisch wohlwollend zugewandt ist. Produziert wurde Back From Hell von Rolf Munkes in den Empire Studios.

Was darf der (Heavy) Metal Fan von Back From Hell erwarten? Ganz klar: erdigen und rauen Heavy Metal mit massenhaft Hymnen für deftige Metalpartys. Bereits der erste Song verrät schon, wieso die Jungs hier sind! Sie sind Here For The Beer!!! Die Marschrichtung ist damit bereits vorgegeben. Das zelebrieren sie ja auch immer grandios auf der Bühne. Liveauftritte von Steelpreacher sind in der Regel grandiose Metalpartys. Ich habe mich zuletzt noch mit einem Fan der Band aus Berlin unterhalten, der es überhaupt nicht verstehen kann, dass Steelpreacher nicht den „Durchmarsch“ gemacht haben. Ich habe ihm daraufhin erwidert: Vielleicht, weil sie so bodenständig sind!?

Sechs lange Jahre haben Steelpreacher seit ihrem letzten Album Devilution also in der Hölle geschmort und sind jetzt erst Back From Hell!? Nein, irgendwie waren die Jungs ja immer On Earth, nur halt immer live. Es ist kein typisches Corona-Album, denn die Idee für das Album gab es bereits vor Corona. Andi „The Wicked“ Dötsch: “Viele Ideen mussten ausgearbeitet werden. Die Richtlinien zur Kontaktbeschränkung haben wir während Corona eingehalten. Das hat sich dann alles in die Länge gezogen. Wahrscheinlich wären wir ohne Corona etwas früher fertig gewesen. Zwischen der Devilution und Back From Hell war halt eine Menge Zeit. Da stand dazwischen auch noch die DVD-Aufnahme. Da musste auch einiges an Zeit investiert werden. Das hat sich halt gezogen.“ Das komplette Interview mit Andi könnt ihr hier nachlesen.

Ich glaube, ich hatte zu Steelpreacher an anderer Stelle bereits einmal erwähnt, dass sie mir vorkommen wie leibhaftigen Helldrivers And Beerdrinkers, wie sie von ZZ Top mal besungen wurden. Dass sie auch härtere Sachen abhaben können, erklären sie uns mit einem leichten Seitenhieb auf ZZ Top auf Da Damn Booze. Wortspielereien können sie natürlich auch. Wish You Were Beer – nicht, dass da das Bier mal pink und floyd wird!

Und so geht es auf dem Album dann in gewohnter Steelpreacher Manier hin und her. Eine Metalhymne jagt die andere. Die Jungs haben es wirklich drauf. Die rocken echt für ihr Leben gerne. So auch der gleichnamige Song Rock For Your Life auf dem Album. Da werden die Fans beim nächsten Liveauftritt bestimmt abgehen wie ein Zäpfchen. Der letzte Song Masters Of The Underground erklärt sich ja von selbst, denn Masters Of The Underground sind Steelpreacher definitiv schon lange!

Übrigens werden die zwanzig Jahre Bandgeschichte am 13.11.2021 in der heiligen Halle des Metals im Juz in Andernach mit einer Menge befreundeten Bands richtig gefeiert! Da heißt es dabei sein!

 

Steelpreacher – Back From Hell
Fazit
Die Koblenzer Heavy Metal Urgesteine Steelpreacher legen mit ihrem neuem Album Back From Hell ein Werk mit schweißtreibenden Old School Heavy Metal Hymnen hin. Back From Hell hat man natürlich eine Menge Durst. Klar, dass dann erfrischende Flüssigkeiten Hauptthema sind. Die Jungs sind halt Here For Beer. Sollte mal das falsche Getränk gereicht werden, heißt die Devise: Wish You Were Beer!!! Da fehlt nur noch Bert, das Bier. Ach ne, das ist ja was anderes.

Anspieltipps: Here For The Beer, Da Damn Booze und Masters Of The Underground
Juergen S.
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